Zurück in die „Steinzeit“…

Posted Oktober 22, 2009 by dikosss
Categories: Persönliches

oder verstärkt in die Wirklichkeit!

Wie dem auch sei – wir haben unseren Fernseher wieder abgeschafft.
Marke: Mitsubishi.
Richtig, die stellen auch Autos her.
Alter: mindestens 20 Jahre.
Also: Qualität! Geht nicht so leicht kaputt.

Warum abgeschafft?
a) Wir haben nicht so viel Zeit, um vor der Glotze zu hängen.
b) Es gibt größtenteils eh nur Blödsinn in diesem Medium (komisch, dass hier kaum „Stopp-Schilder“ erscheinen).
c) Für die Entwicklung von Kindern ist das Fernsehen definitiv schädlich.
d) Und dafür sollen wir Geld zahlen?

Das letzte Mal haben wir ca. 5-6 Jahre ohne Fernseher ausgehalten.
Mal (fern) sehen, wie lange wir es diesmal schaffen…

Verlinkungen

Posted Oktober 21, 2009 by dikosss
Categories: Gelesenes, Gemeindegründung, church planting

o Halloween steht vor der Tür … bzw. die mit Kunstblut verschmierten Zombie-Fratzen-Kinder, die bei Nichtabgabe der geforderten Süßigkeiten gerne die Türklinke mit Zahnpasta beschmieren, den Briefkasten zukleben oder ein Ei gegen das Fenster werfen… selbst, wenn man keine bestimmte Weltanschauung favorisiert, müssten Bedenken gegen diesen „Brauch“ aufkommen.
Deshalb möge man dieser Entwicklung wehren und z.B. dieses kleine Plakat aufhängen (von wegbegleiter).

o Dass wir eigentlich Zeit für das Gebet haben, wird durch dieses Zitat bei theo-blog bewusst gemacht.

o Dass Deutschland/Europa keine Angst vor christlichen Terroristen haben muss, stellt Johannes dar ( bei Thomas Schirrmacher).

o Und weil unser erstes „Unterstützer-Wochenende“ für unsere Kiezgemeinde (Gemeinde in Gründung) und damit auch für die vielen Menschen, denen wir noch im Namen Jesu helfen wollen, ansteht, werde ich diesen Eintrag nun beenden, um mich der weiteren Vorbereitung zu widmen.

Geistlicher Kampf

Posted Oktober 20, 2009 by dikosss
Categories: Sporadisches & Spontanes

Predigtbedingt beschäftige ich mich zur Zeit intensiv mit dem Thema „Geistlicher Kampf“. Da geht es um das biblische Weltbild, das umfassender als das Weltbild der Aufklärung ist. Es geht darum, dass es keine biblische Rechtfertigung für Selbstmordattentäter gibt, weil unser Kampf nicht gegen Menschen gerichtet ist. Es geht darum, dem auf die Spur zu kommen, dessen größter Trick darin besteht, die Welt glauben zu machen, dass es ihn nicht gibt. Und es geht noch viel mehr darum, wie man ein befreites und erlöstes Leben führen kann.

Bei alledem merke ich, dass es trotz aller Sensibilisierung für dieses Thema wichtig ist, festzustellen:
„Nicht hinter jedem Bush steckt ein Dämon!“

Den richtigen Beruf finden

Posted Oktober 19, 2009 by dikosss
Categories: Sporadisches & Spontanes

Wie findest Du als Jugendlicher den richtigen Beruf?

Vieles hängt von Deiner Schulbildung ab. Ohne Schulabschluss sind Deine Chancen extrem gering. Da wäre es gut, zunächst diesen Abschluss nachzuholen. Mit einem Abitur hast Du natürlich die größte Auswahl.

Manchmal hilft es, ein Praktikum zu machen, bevor Du Dich für eine Ausbildung entscheidest. Die normalen Schülerpraktika sind dafür ein guter Weg. Aber auch nach dem Schulabschluss kann ein Praktikum eine Orientierungshilfe sein.

Es kann helfen, wenn Du Deine Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrer befragst: „Welcher Beruf würde am besten zu mir passen?“
Höre Dir die Meinungen in Ruhe an, schreibe sie auf, sammle sie und vergleiche die Antworten. Kommen manche Antworten immer wieder?
Das könnte ein Hinweis sein, dass es sich dabei um eine Deiner Stärken handelt.

Denn Dein Beruf sollte unbedingt etwas mit Deinen Stärken zu tun haben. Das macht am meisten Freude. Ansonsten wird’s eine Quälerei.

Um Deine Stärken herauszufinden, können sog. Gabentests helfen. Ich kenne nur christliche Gabentests, die idR. auf den Gemeindebereich bezogen sind. Das hilft auch für den Berufsweg einen kleinen Schritt weiter – aber nur einen kleinen. Umfangreich und daher auch für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung interessant, ist das sog. „D.I.E.N.S.T.“-Programm der Willow Creek-Gemeinde. Wenn Du das durchführen willst, solltest Du zumindest das Teilnehmerbuch kaufen und durcharbeiten.

Eine hilfreiche Seite im Internet ist diese zur Berufsfindung:
Lehrstellenmagazin – Berufsberatung

Auch die Bundesagentur für Arbeit bietet eine Berufsberatung an.

Über EXPLORIX kann online (gegen Bezahlung) die persönliche berufliche Begabung herausgefunden werden.

Ansonsten kann auch ein Coach weiterhelfen.
Ein Coach begleitet den sog. Coachee (d.h. denjenigen, der Hilfe sucht) live unter vier Augen oder am Telefon oder auch per e-mail.
Der Coach gibt nur wenig vor. Das meiste muss der Coachee selber herausfinden. Aber der Coach ist eine Art Begleiter, der, wenn er gut ist, sehr motivieren kann und helfen kann, die vielen Ideen und Gedanken zu sortieren. Wahrscheinlich wirst Du mit einem Coach 4-5 Treffen benötigen, um klarer zu sehen, was für Dich in Frage kommt. Wenn’s kompliziert ist, dann können es auch mehr Treffen sein. Sehr selten, dass Du nur 1-2 Treffen brauchst.
Normalerweise kostet ein Coach Geld. Rechne mit mindestens 30,- EURO pro Treffen. Das ist schon die untere Grenze. Nach oben hin ist alles offen.
Allerdings gibt es gerade in manchen christlichen Gemeinden Pfarrer und Seelsorger, die sich in Sachen „Coaching“ weitergebildet haben und die kostenlos weiterhelfen.

Eine Möglichkeit ist noch die Durchführung einer Berufungsanalyse, der man selber durchführen muss und die m.E. auch Geld kostet. Hier ist ein Beispiel für einen solchen Fernkurs.

Viel Erfolg & Segen!

P.S. Danke an Claudia wegen der Inspiration zu diesem Eintrag.

Hertha & Sonderimpfung für Regierung

Posted Oktober 17, 2009 by dikosss
Categories: Sporadisches & Spontanes

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o 0:3 beim Spiel Hertha gegen Nürnberg.
Letzter Platz für die Herthaner.
Sollten wir eine Schweigeminute einlegen?

o Nachdem bekannt geworden war, dass die Bundeswehr einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe bekommen soll, der ohne Verstärker produziert wurde, komme nach Spiegel-Informationen nun auch die Regierungsebene in den gleichen Genuss.
Das erhärtet die Argumentation gegen die Teilnahme an der geplanten Massen-Impfaktion. Denn der Rest der deutschen Bevölkerung soll einen Impfstoff mit Verstärkern bekommen. Diese Verstärker sollen im Verdacht stehen, u.a. Autoimmunkrankheiten auszulösen. Schon hier stellte ich dar, dass von dieser Impfung eher abzuraten ist. Entscheiden muss jeder selbst – aber könnte es sein, dass die Regierung mehr Hintergrundinfos hat als „Otto Normalverbraucher“?
Hoffentlich greift die Regierung nicht zu der Maßnahme der Zwangsimpfung, weil viele Deutsche die Impfung mittlerweile skeptisch sehen.

Übrigens: Letztens bin ich einer Dame im Kiez begegnet, deren Verwandter Facharzt für solche und ähnliche Themen ist. Er habe
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Zwei Schlaglichter

Posted Oktober 16, 2009 by dikosss
Categories: Gelesenes, Gemeindegründung, church planting

1. Zum Teen-K kam die Hälfte der Gang wieder. Sie wollen auch nächste Woche dabei sein. Ich weiß noch nicht, ob „unsere“ Mädels sie locken, die warme Stube mit Getränken oder wirklich auch der Jesus-Input (den manche von ihnen möglicherweise gerne in einen „Allah“-Input umwandeln würden). Sei’s drum – sie sind dabei, wir sind gastfreundlich, ich freue mich und nutze die Chance.

2. Zu diesen Fragen habe ich ein gutes Buch teilweise gelesen.
Es wird nachvollziehbar dargestellt, was „Heirat“ ist, was „Unzucht“ ist, wie es mit dem vorehelichen Zusammenziehen ist usw.
Wer sich also biblisch fundiert mit den Themen „Ehe, Sex vor der Ehe, wilde Ehe…“ auseinandersetzen möchte, sollte dieses Buch lesen:

„SEX beziehungsweise EHE – Biblische Sexualethik für die Gemeinde“
Markus Schäller
Jota-Publikationen, Hammerbrücke 2008

Tückische Tastatur

Posted Oktober 15, 2009 by dikosss
Categories: Lustiges

Mit meinem ca. 6-Finger-System kann ich für meine Verhältnisse schnell tippen.

Doch nicht immer landet der Finger auf dem richtigen Buchstaben.
Und dann so etwas herauskommen:
„Jesus, dein Chef und Helger…“

Gut, dass man am PC problemlos aus dem „g“ ein „f“ machen kann.

Das Zusammenleben der Gemeinde und Sünde

Posted Oktober 14, 2009 by dikosss
Categories: Systematisches

Angeregt durch Christof folgende Betrachtung von Matthäus 18,15 ff.:

Der vorangegangene Text behandelt das Problem, dass jemand die Kleinen (Kinder? Anfänger im Glauben? Schwache und Unsichere im Glauben an Gott?) im Glauben von Gott wegführt. Jesus Christus tadelt das auf’s  Höchste (dem Täter am besten einen Mühlstein um den Hals legen und im Wasser ersäufen…).

Nach Vers 20 behandelt Jesus die Vergebung. Wie oft soll vergeben werden? „Siebzigmal siebenmal“ spricht Jesus. Eine mathematische Herausforderung wollte Er damit wohl weniger aufstellen, sondern vielmehr die Weite der Vergebung aufzeigen.

Nun zu Vers 15:
„Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.“ (V.15)
Bezieht sich das Sündigen auf die vorangegangenen Verse?
Dann müsste es um eine Sünde gehen, die mit der Verunsicherung eines Kleinen im Glauben zu tun hat.
Ebenso kann aber auch angenommen werden, dass es sich um eine Sünde im Allgemeinen  handelt.

Muss sich die Sünde direkt auf den „Bruder“ (bzw. die „Schwester“) beziehen?
Nur, wenn man den späteren Handschriften folgt. Nach den früheren Handschriften geht es um die Sünde an sich – egal, gegen wen sie sich richtet. In Bezug zur Geschichte vom verlorenen Schaf (s.a. Text davor) ist eher den früheren Handschriften Recht zu geben (das verlorene Schaf hatte sich verirrt, ohne einem anderen Schaf damit schaden zu wollen).

Jesus spricht nun davon, dass jemand auf den Sünder zugeht und versucht, diesen zu überführen. Es geht um die Zurechtweisung unter vier Augen.
Das Ziel ist nicht die Verurteilung des anderen. Das hat Jesus u.a. in Mt 7,3 ff. klargestellt (achte auf den Balken im eigenen Auge, bevor Du den Splitter beim anderen ziehen willst).
Worum geht es dann?
Es geht um das verlorene Schaf (Verse 10 ff.). Ein Gläubiger, der sich „verirrt“ hat. Diesem geht der Hirte nach und sucht es, um es wieder zur Herde zu bringen. Daran hat Gott Freude.
Das Ziel des Hingehens und Redens muss also das „Gewinnen“ des anderen sein. Das gelingt nicht, wenn der Hingehende rechthaberisch ist oder Verurteilung im Herzen hat. Das gelingt nur, wenn er den anderen liebt. Denn nur der Liebende kann sich entsprechend Vers 13 freuen.

Wenn der andere Vergebung haben will, dann ist sie diesem nach Vers 22 ff. zu gewähren.
Nur, wenn sich auf dieser Ebene keine Lösung ergibt, dann ist wie folgt zu verfahren:
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Dicke Fehler

Posted Oktober 12, 2009 by dikosss
Categories: Gemeindegründung, church planting

„was meinst du, sind dicke fehler, die dir unterlaufen sind? wäre doch mal bei dir einen post wert, dass wir alle was lernen können von einem echten versager =)=)“

So die Worte von Martin, die mich zu diesem Eintrag verleiten.
Thematisch geht es um die Gemeindegründung.

Das sind die Fehler, die ich sehe:

o  Ich war zu ungeduldig.
Im Jahr 2005 legte Gott mir das Anliegen „Gemeindegründung in Staaken“ auf das Herz. Ich betete. Manchmal mit 1-2 anderen. Relativ schnell wollte ich was tun. Loslegen. Was sichtbar werden lassen. Flyer verteilen – wenigstens das ging. Mal einen Büchertisch aufstellen. Mal eine Interviewaktion durchführen. Alles nicht schlimm – aber voller Ungeduld.
Das „rächte“ sich auch im Rahmen der Beziehungen, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte (bzw. jetzt noch habe).
Stattdessen hätte ich noch mehr auf das Gebet setzen sollen.
Denn meine Erfahrung ist nun die:
Eine Sache durchpreschen zu wollen, liegt in der Regel nicht auf der Linie Gottes. Er bewirkt und handelt nach Seinem Zeitplan.
Der Beter wird weniger zum aktiven Selbstmacher, sondern mehr zum mitgehenden Zeugen.

o  Das Team gabenspezifisch „mitnehmen“.
Meine vorrangige Gabe ist nicht das „Leiten“. Aber mit der „Vision“ auf dem Herzen bin ich auch Leithammel. Das einsame Vorpreschen liegt mir kaum (auch, wenn ich mich durch die Ungeduld manchmal dazu treiben ließ). Grundsätzlich will ich das Team einbeziehen. Will, dass jeder auf dem gleichen Stand ist. Nur: Etliche überfordert das. Nicht jeder kann konzeptionell denken. Nicht jeder hat Freude am Planen.
So hätte ich zu manchen Teamtreffen auf mehr kreative Weise versuchen können, das Team zu involvieren – aber bestimmte Entscheidungen dann doch selbst bzw. mit anderen Leitern zusammen treffen müssen.

o Mehr Zeit für das „Einwirken“.
Sich mehr Zeit für die Erarbeitung und „Einwirkung“ der konkreten Ziele, Werte und Wege nehmen. Sacken lassen. Lieber ein halbes Jahr scheinbar „passiv“ sein, als die Ziele, Werte etc. mitten auf dem Weg zu fabrizieren. Das Team muss wissen, warum und für wen wir das machen.

o  Mehr Zeit für Beziehungen.
Bevor überhaupt irgendein öffentlicher Auftritt stattfindet, hätte mehr Zeit in Beziehungen investiert werden können. Mehr Spieleabende. Mehr Gebetstreffen. Mehr gemeinsame Wochenenden. Mehr DVD-Abende…
Nach „Außen“ bringt das nicht viel – zuerst…
Aber wenn wirklich Freundschaften o.ä. existieren, dann ist eine tausendmal bessere Grundlage gelegt, als wenn man möglichst bald einen attraktiven Gottesdienst anbietet.
Wie Jesus: Lieber drei Jahre vor allem mit den 12′en unterwegs sein, als sogleich Pfingsten werden lassen. Zuerst die Qualität, dann die Quantität.

o  Und immer wieder: superklar kommunizieren!
Ja, liebevoll reden – aber so deutlich wie möglich. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Bis es auch der Doofe verstanden hat. Und lieber direkt und live unter vier Augen oder am Telefon als per e-mail. Lieber eine „Verletzung“ des anderen wegen der Klarheit riskieren, als eine „Verletzung“ wegen zu viel Diplomatie.

o  Nicht auf Zahlen schauen, sondern auf Qualität.
Einfacher geschrieben als gelebt. Schließlich ist es schöner, wenn 10 Leute mit Jesus leben als nur einer. Insoweit ist das kein Gegensatz. Aber im Zweifel sind eine Handvoll geistgesalbte Menschlein wichtiger als 1000 Christ-Konsumenten, die alles wie ein Schwamm aufsaugen und dann anfangen zu schimmeln.
Zudem: Wenn Gott die Gemeinde will, dann tut Er hinzu. Auch, wenn ich mal Fehler mache…

o Hin und wieder überlege ich, ob es ein Fehler ist, dass wir ziemlich „attraktional“ gestartet sind und wenig missionarisch/missional. Mal schauen, wie ich in einem Jahr dazu denke…

So – reicht erst einmal.
Mehr Fehler gibt es hier:

Sieben Fehler bei Gemeindegründungen – von Ed Stetzer (engl.).

Und Lektionen, um Fehler zu vermeiden, gibt es hier:

10 Lektionen aus 50 Jahren Gemeindeleitung von Chuck Swindoll via theoblog.

Fragen

Posted Oktober 12, 2009 by dikosss
Categories: Sporadisches & Spontanes

1) Kann mir jemand erklären, weshalb es im Willen Gottes sei, vor der Ehe zusammenzuziehen und vorehelichen Sex zu praktizieren?
Welche Bibelstellen sprechen dafür?
Wie kann man da argumentieren?

2) Vorausgesetzt, man hält daran fest, dass das voreheliche Zusammenziehen und der enstprechende Sex nicht den Weisungen Gottes entsprechen und damit Sünde sind: Wie ist mit den vielen Teens und Jugendlichen umzugehen, die das überhaupt nicht verstehen? Die was ganz anderes leben? Selbst in „frommen“ Kreisen…

3) Wenn ein Paar an diesem „vorehelichen“ Lebensstil festhält: Wie ist mit ihnen umzugehen? Klar: liebevoll. Kein Thema.
Aber konkreter: Dürfen sie mitarbeiten? Wenn ja – wie umfangreich? Wenn nein – warum nicht?

4) Wo in der Bibel steht, dass man bei einem sündigen Verhalten nicht mehr in der Gemeinde mitarbeiten darf? Wie konkret ist die Bibel da?
Oder handelt es sich womöglich um ein Gesetz der Menschen?

Überrraschung im Teen-K

Posted Oktober 9, 2009 by dikosss
Categories: Gemeindegründung, church planting

Die Entwicklung des Teeniekreises bei unserer „Gemeinde in Gründung“ ist ein wahres Auf und Ab.
Ungefragt klopften einige Teens meiner früheren Gemeinde bei uns als „Gemeindegründung“ an. Sie würden gerne bei uns den Teeniekreis stattfinden lassen.
Eine zwiespältige Angelegenheit. Verwehrt man den Zutritt, um es sich nicht mit der früheren Gemeinde zu verscherzen? Oder öffnet man die Tür, um den Teens die Chance zu einem Neuanfang zu geben?

Letztlich dockten sie bei uns an.
Das freute diejenigen Teens, die bis dato zu unserer Gemeindegründung gehörten.

Doch mit der Zeit offenbarte sich, dass unterschiedliche Schwerpunkte verfolgt wurden. Zudem merkten wir, dass wir die Teens kaum hilfreich begleiten konnten.

So wurde dieser Sommer09 zur Zäsur:
Die Teens, die zum Stamm unserer Gemeindegründung gehören, sind nach wie vor dabei. Die Teens, die die Gemeinde gewechselt hatten, sind im Grunde weg.

Im Rückblick hätten wir den anklopfenden Teeniekreis nicht annehmen dürfen. Allein deswegen, weil wir sie kaum unterstützen konnten.
Abgesehen davon, hätten wir von vornherein unsere Vorstellungen von einer gemeindlichen Jugendarbeit deutlicher kommunizieren müssen. So wären manche Illusionen verhindert worden.

So dachte ich, dass der Teeniekreis im Grunde „beerdigt“ werden kann.
Doch da waren noch die Teens, die zu unserem „Stamm“ gehören.
Und plötzlich tauchte ein Teen auf, der schon monatelang nicht mehr dabei gewesen war. Ein Zeichen des Neuanfangs?
Und heute kamen zwei Mädels zum Teeniekreis, die ebenfalls monatelang „weg vom Fenster“ waren.
Der Eindruck des Neuanfangs wird verstärkt.

Der Hammer war dann die arabisch-deutsche Jugendgang, die beim heutigen Teeniekreis auftauchte.
Sie sahen, dass im KiK-Cafe was passiert. Sie sahen, dass wir Getränke und Knabbereien dabei haben. Ihre Schlussfolgerung: Das wollen wir auch haben!
Und so stürmten sie in unseren Teeniekreis.

Ich war echt unsicher. Es kommt ja nicht jeden Tag eine Gang in die Bude.
Zudem einige von ihnen islamisch geprägt sind.

Und doch war mir auch klar: Darin liegt JETZT die Chance!
Also erklärte ich ihnen, dass wir gastfreundlich sein wollen, dass wir aber auch Respekt von ihnen erwarten. Schließlich geht es um Jesus.

Sie setzten sich mit an den Tisch und begannen, die Salzstangen und Gummibärchen zu verschlingen (wobei die Moslems m.E. nicht bei den Gummibärchen zugriffen) und die Flaschen zu leeren.
Ich sang mit den stiller gewordenen „Kern-Teens“ ein Lied über Jesus Christus, betete laut, verwarf mein Konzept, legte die Arbeitszettel beiseite und begann per Geschichten-Erzählung und Gruppen-Fragen von der Liebe zu Gott und Menschen zu berichten.

Dabei kam ich auch auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter.
Die Samariter waren für die Juden eher ein Feindbild.
Wer ist denn in unserer Gesellschaft ein Außenseiter, wollte ich von der Gang wissen.
„Nazis.“
„Okay, dann stellt Euch vor, ein Nazi würde dem Verletzten am Boden aufhelfen und ihn versorgen…“
Geht das?

Nach ca. 20-30 spannenden Minuten wollte die Gang wieder gehen.
Klar – die Flaschen waren leer und das meiste war aufgegessen.
Ich durfte noch für sie beten und um den Segen Gottes bitten.

Keine Ahnung, ob sie wiederkommen werden.
Ich spüre nur: Diesen heutigen Abend hat Gott geleitet. Ich war eigentlich überfordert.

Und ich sehe noch etwas:
Ich brauche dringend Mitarbeiter-Verstärkung!

Gott weiß darum.

Aber das wäre doch was…
wenn dieser neu gestartete Teeniekreis zu einem Segens-Faktor im Kiez werden könnte, der Jugendgangs erreicht und sie vor der üblicherweise fortschreitenden Kriminalität bewahrt.

Der Nobelpresiträger…

Posted Oktober 9, 2009 by dikosss
Categories: Politik

äh, der Nobelpreisträger Obama ist überrascht von der Entscheidung der Nobelschen Casting-Jury. So geht es dem Rest der Welt auch.
Denn allein einige gute Reden an markanten Orten dieser Welt, die einige aussichtsreiche Vorhaben darstellten, genügen, um einen sympathischen Präsidenten zum Nobelpreisträger zu machen.

Entsprechend demütig äußert sich Obama. Denn er weiß: Bislang ist nicht viel Gutes passiert. Manches hat sich sogar verschlechtert – auch, wenn das Schlechte sicherlich nicht in seiner Verantwortung steht.

Diese bescheidene Reaktion erhält die bisherigen Sympathiepunkte.
Aber konsequenter wäre das Ausschlagen des Nobelpreises gewesen.
Denn an welcher Stelle hat Obama nachweislich für Frieden gesorgt?
Schließlich besteht noch immer ein Unterschied zwischen dem Schaffen von Frieden und der Inaussichtstellung von Frieden.

Klug wie er ist, hat Obama diesen Preis dann auch weniger als Belohnung gesehen, sondern mehr als Beauftragung. Er spürt: Noch setzt mancher Hoffnung in ihn, dass er seine Sympathie nicht nur für fesselnde Reden einsetzt, sondern vor allem dafür, Friedens-Fakten zu schaffen.

Aber um das zu schaffen, wird es ausschlaggebend sein, wie er sich im Bezug zum Irak und vor allem zu Afghanistan verhält. Ein Abwenden von der bisherigen „Bomben-Strategie“ in Afghanistan könnte ein erster Schritt sein.