Gleichbehandlung von Homosexuellen

Das ist die Forderung Wowereits. Das soll in’s Grundgesetz.
Schön wäre auch ein Antidiskriminierungsartikel für Christen.

Warum?
o  Christen sind eine tatsächliche (nicht auf der Karteikarte) Minderheit in Deutschland.
o  Christen werden weltweit verfolgt, beleidigt, diskriminiert, gefoltert und getötet. Christen sind die größte religiöse Gemeinschaft, die solches erleiden muss.
o  Auch in Deutschland gibt es „Christen-Bashing“. Völlig unsachlich werden Christen auf eine Stufe mit militanten Islamisten gestellt. Viele Christen trauen sich daher nicht, sich in der Gesellschaft zu outen. Die Folge sind nicht selten soziale Ängste und extreme emotionale Anspannungen.
o  Dabei sind Christen diejenigen, die dem Staatswesen eher helfen als ihm zu schaden: sie bauen Krankenhäuser und Kindergärten, sie leisten Seelsorge in Notfällen, sie helfen Ärmeren und Schwächeren, sie bemühen sich, das Gesetz einzuhalten, sie streben nach Wahrheit, Frieden und Versöhnung – Aspekte, die einer Gesellschaft immer gut tun.

Das wäre doch was: Wenn sich ein Bürgermeister mal hinstellen würde und die Gleichbehandlung von Christen fordern würde!

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7 Comments on “Gleichbehandlung von Homosexuellen”

  1. JNj. Says:

    Berliner Christen sollten d a s von Wowereit fordern ;-)

  2. Barbara Says:

    Na ja, „offiziell“ sind Christen ja immer noch eine Mehrheit in Deutschland – denn als „Christen“ gelten zumindest schon mal alle Leute, die zu den beiden „großen Kirchen“ gehören. Auch wenn viele von denen nicht nur die Grundlagen des christlichen Glaubens in Frage stellen, sondern auch alles tun, um sich von den wirklichen Christen zu distanzieren (denn wir sind ja Fundis). Sie brauchen sich nicht einmal selbst „Christen“ zu nennen, um als solche zu gelten. Meine Brüder sind zum Beispiel offiziell Katholiken, aber der eine ist bekennender Atheist und der andere bekennender Agnostiker (aus der Kirche treten sie aus diversen persönlichen Gründen nicht aus). Als Mitglieder der Kirche werden sie aber zu den Christen gezählt. Wenn die „Christen“ in Deutschland aber eine Mehrheit darstellen, können sie nicht gleichzeitig eine „schützenswerte Minderheit“ sein!

  3. dikosss Says:

    Ja, Du hast natürlich Recht:
    An den offiziellen Zahlen gemessen, sind wir noch immer christliches Abendland!

    Aber in der Realität sind andere Strömungen wesentlich stärker und diejenigen, die den Namen „Christen“ auch „verdienen“, sind in der Minderheit („Christsein“ und „Verdienst“ passt nicht so 100%ig, weil wir in erster Linie Beschenkte sind).

    Deshalb wäre eine öffentliche und ernsthafte Aufforderung zum „Minderheitenschutz von Christen“ vergeblich.
    Abgesehen davon gibt es ja die „Religionsfreiheit“ im Grundgesetz.

    Viel Segen!
    Dirk

  4. Quincy Says:

    Problematisch ist halt, dass wir von der Mehrheit (die sich wie schon festgestellt ja selbst „christlich“ nennt) nicht als Christen wahrgenommen werden, sondern eher als „spinnert“.


  5. [...] 26.Juni schrieb ich darüber, dass Christen mehr staatlichen Schutz erfahren sollten. Und siehe da: Am 28.Juni meldet [...]

  6. Noga Says:

    Das nenne ich Jammern auf hohem Niveau! Die Zuständigkeit des Grundgesetzes ist der Bereich der Bundesrepublik Deutschland. Wenn es also um Aktivitäten für Christen, die irgendwo in der Welt verfolgt werden geht, dann greift das Grundgesetz schlicht und einfach nicht

    Und ehrlich gesagt habe ich noch nie etwas gehört, daß Christen in Deutschland auf der Straße oder in ihren Treffpunkten (sprich Gemeinden) überfallen werden.

    Man braucht auch nicht für jede Minderheit aufgrund der Tatsache, daß es sich um eine Minderheit handelt ein Antidiskriminierungsgesetz. Ich fordere ein Antidiskriminierungsgesetz für Goldfischzüchter, Kleingartenbesitzer, Brillenträger … geht’s noch?

    Ich habe auch noch nicht mitbekommen, daß christliche Einrichtungen durch Sicherheitsvorkehrungen geschützt werden müssen wie etwa jüdische.

  7. dikosss Says:

    @Noga:
    Ja, manche von uns Christen „leiden“ – eventuell typbedingt – unter einem Verfolgungswahn. :-)
    Du hast natürlich Recht:
    Körperliche Gewalt gegen Christen ist mir in Deutschland auch nicht bekannt. Da ging es manchem Homosexuellen anders.

    Mir gefällt das nicht:
    Wenn Gewalt gegen Menschen verübt wird.
    Ob körperlich oder seelisch.
    Jeder soll seine Meinung frei sagen dürfen – aber mit Respekt vor dem anderen. Als Christ würde ich sagen: immer mit dem Motiv der Liebe zu Gott und dem Nächsten.
    Daran kranken viele – auch manche Christen.

    Ich merke, wie manche Christen eine Art „Homosexuellen-Bashing“ betreiben. Das ist lieblos. Jeder Mensch soll Wertschätzung bekommen.

    Es gibt aber auch andere, die „Christen-Bashing“ betreiben. Z.B. wenn ich daran denke, dass auf einer jüngsten Demo in Marburg Schilder zu lesen waren wie „Wir wollen Eure religiösen Gefühle verletzen“ oder wenn ein Schwein als Gekreuzigter dargestellt wird oder wenn mit Farbspray christliche Einrichtungen verschmutzt werden oder wenn christliche Veranstaltungen von Demonstranten – durchaus gewalttätig, indem Zäune runtergrissen wurden – gestört und verhindert werden sollen…
    das sind Entwicklungen, die vor vielleicht 10 Jahren kaum denkbar gewesen wären.
    Das macht mich nachdenklich.

    Manchmal mag es daran liegen, dass sich einzelne Christen im Ton vergriffen haben und selbst lieblos waren.
    Aber manchmal geht es nur darum, gegen Christen Stimmung zu machen.
    Und das ist falsch.
    Darauf will ich aufmerksam machen.

    Viel Segen!
    Dirk


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