Wähle: Sorge, Vorsorge, Panik, Vernunft, Vertrauen…

Als angehender Verschwörungstheoriker meine ich zu sehen, dass unser Gesellschaftssystem nicht mehr lange mitmachen wird. Einen Kollaps kann ich mir innerhalb von wenigen Jahren vorstellen.
Muss ich die Gründe aufzählen?

Die Frage, die mich beschäftigt, ist die:
Wie gehe ich damit um?

Klar ist das:
Auf Panik und Sorge habe ich keine Lust.

Aber auf Unvernunft auch nicht.

Im christlichen Lager scheint es verschiedene Reaktionsmuster zu geben.

Mich würde es interessieren (und die anderen Leser vielleicht auch), welche Reaktion Du bevorzugst. Dazu stimme ab:

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14 Comments on “Wähle: Sorge, Vorsorge, Panik, Vernunft, Vertrauen…”

  1. talitakum Says:

    Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer, bewährt in Nöten. Ps.46,2

    Ich denke, dass der Herr uns in die richtige Richtung bewegen wird.
    Und ich glaube, dass dafür zunächst mal immer das Ruhen im Herrn vorangeht.
    Sich nicht aufscheuchen lassen.
    Für mich ist dieser Vers hier, eine Kursgebung.

    Die Übersetzung der Guten Nachricht Bibel drückt Römer 12,2 schön aus:

    Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.

    LG
    Stella

  2. curioustraveller Says:

    Du hast bei deiner Auswahl zum Ankreuzen oben das Apfelbäumchen-pflanzen vergessen …
    ;-)

  3. windhauch Says:

    Ich bin auch für’s Apfelbäumchen. :)
    Sehe die Sache allerdings nicht so dramatisch wie du. Weltuntergangsstimmung gab’s schon immer – und wenn ich das richtig sehe: Bis jetzt lagen 100% der Vorhersagen daneben… ;)
    Aber unabhängig davon sollten wir so viele Bäumchen wie möglich pflanzen…

  4. Barbara Says:

    Das Apfelbäumchen habe ich auch vermisst bei der Auflistung. Das hätte ich ausgewählt. Genau so lebe ich mein Leben – wenn ein Kollaps kommt, dann kommt er sowieso, ob man zitternd in der Ecke sitzt oder sein Leben fröhlich weiterlebt, und angesichts dieser Tatsache bin ich für Letzteres :)

  5. dikosss Says:

    @talitakum:
    Du hast Recht. Darum geht es im Wesentlichen.
    Wohin führt das?
    Zum geduldigen Abwarten?
    Zum hoffnungsvollen Handeln?
    Was heißt das für den Alltag?

    @curioustraveller & windhauch & Barbara:
    Ja – ein wichtiges Zeichen: wir setzen auf Hoffnung!
    Aber auch hier:
    Heißt es, das Gleiche zu machen wie bisher?

    Oder heißt es, dass wir als Christen und Gemeinden noch mehr daran arbeiten müssen, uns auf eine Welle von Ärmeren und Kränkeren einzustellen?
    Oder könnte es heißen, wo es geht, mehr auf „Autarkie“ zu setzen, z.B. indem tatsächlich Apfelbäume gepflanzt werden, deren Früchte dann verschenkt werden können? Oder auch andere Nutzpflanzen ansiedeln oder mehr auf Solarenergie zu setzen?
    Oder könnte es heißen, das Geld, das wir jetzt haben, nicht zu horten und zu sparen, sondern es für konkrete Projekte auszugeben?

    Bin auf Antworten gespannt!

    Viel Segen an Euch!
    Dirk

  6. andichrist Says:

    unkraut vergeht nicht-ich war der erste. hoffentlich nicht einzigste optimist…;-)

  7. talitakum Says:

    Hi Dirk,

    ich denke, das heißt im Vertrauen abzuwarten, bis wir vom Herrn hören, ob und wenn ja, was zu tun ist.
    Gebet, Einheit, und stille vor Gott zu sein, ist glaube ich, was der Herr in uns als Grundlage geben will.
    Gerade wenn die Stürme um uns toben, ist es für uns ein Segen, still vor Ihm sein zu können und auf Seine Anweisungen zu warten.
    So führt Er Sein Volk aus aller Not heraus und zeigt den Weg, den es gehen soll.
    Gestern las ich noch die Stelle, wo Saul auf Samuel warten sollte, der Gott das Opfer bringen würde, als die Feinde Israel umringt hatten. Aber Samuel kam später als angekündigt.
    Das Volk wurde unruhig und fing an, Saul zu verlassen.
    Das löste in Saul Panik aus und so brachte er selbst das Opfer.
    Etwas was er nicht durfte.
    Sauls Antrieb war Furcht vor Menschen.
    Furcht vor den Umständen.
    Hätte er noch ein Weilchen ausgehalten und gehorsam geblieben, wäre alles gut ausgegangen.

    Davon gibt es viele Geschichten im Wort, die mich motivieren, festzuhalten und abzuwarten – solange bis der Herr sagt: Gehe, und tue dies oder das.

    Es ist meine schwerste Schule, aber ich verstehe den Sinn dahinter, warum aktiv sein, ein Fehler sein kann.
    Und Er *wird* uns führen..!

    Stella

  8. talitakum Says:

    PS
    Für den Alltag bedeutet das, denke ich erstmal nichts.
    Täglich seine Dinge verrichten… so wie sie anfallen…
    Das wäre das Ding mit dem Apfelbäumchen… :-D

  9. Bento Says:

    Die erste Antwort ist zwar etwas flapsig formuliert (das schreckt ab), und deswegen bin ich wohl der Erste, der sich „traut“, aber genau DAS ist doch der Punkt: Es geht um Seine Sache, deren Höhepunkt die sichtbare Wiederkunft des Bräutigams sein wird – ja, wir harren auf IHN! Jedenfalls hat das wohl die Christen seit den ersten Tagen schwer motiviert – die anderen Antworten kreisen mir zuviel um uns selber…

    …allerdings haben wir hier auch einige Einmachgläser mit leckeren Sachen drin; gebetet wird nicht erst in einer Krise; arbeiten mit Gottvertrauen kommt auch nicht daher; ja – wir werden nicht wie das Unkraut vergehen; den Bezug zur Realität haben wir auch nicht verloren und einige Apfelbäumchen sind längst gepflanzt…
    ;-)

    Segen

  10. dikosss Says:

    @Bento:
    Coole Entdeckung!

  11. talitakum Says:

    @Bento

    Ich empfinde die erste Antwort überhaupt nicht flapsig.
    Wenn sie dennoch abschreckt.. ich bin sicher, sie war dennoch wohl überlegt…
    Man kann die Dinge so oder so betrachten.
    Aber gut, dass Du uns ja die ultimative Antwort gegeben hast :-D

  12. Bento Says:

    Hi Stella,

    na ich hab mich halt gewundert, warum das niemand „wählt“…

    „Man kann die Dinge so oder so betrachten.“
    ..wie wahr – deswegen betrachte ich sie lieber „so“..
    :-D

    Segen

  13. talitakum Says:

    @Bento

    Also ich will damit nicht sagen, dass ich sie genommen hätte…. :-)
    Offenbar waren die meisten Antworten irgendwie nicht „recht“…
    Habe auch „other“ genommen. Weiß nur nicht mehr was ich reingeschrieben habe…
    Dirk, was hab ich geschrieben??

  14. curioustraveller Says:

    Tja, was ist mit Apfelbäumchen pflanzen gemeint? Das hängt ganz von der Situation ab: Je nach Umgebung können wir ja auf die eine oder andere Art und Weise von der Hoffnung, die uns prägt, weitergeben. Hier, wo ich wohne, leben lauter materiell gut situierte Leute, denen es allem Anschein nach gut geht – aber wenn man hinter die Fassaden blickt sieht man viel Einsamkeit, Bitterkeit, Müdigkeit. Viele hier freuen sich, wenn man mit ihnen Beziehungen knüpft, in denen sie sich nicht zu beweisen haben und öffnen sich in diesen Beziehungen. Einfach nur vorbeizulaufen und ein paar Bibelverse abzuladen, das funktioniert hier nicht.

    Ein Zeichen der Hoffnung setzen können wir, in dem wir nicht in die allgegenwärtige Meckerei einstimmen, wie schlecht doch alles ist, und das alles den Bach runterginge, und wie scheiße unsere Politiker sind (auch wenn das in manchen Fällen nicht ganz falsch sein mag…) Wenn wir bei der negativen Analyse stehen bleiben, dann haben wir der Welt irgendwie nichts zu bieten. Aber wenn wir anfangen, aus dem Vertrauen auf Gott zu leben (und klar, das kann heißen, Sicherheiten, auch finanzielle loszulassen), wenn wir für die Politik auch dann, wenn wir sie nicht verstehen, beten, wenn wir einfach auf kreative Weise zeigen können, auf welchem Fundament unser Leben steht – das könnte, zumindest in meiner Theorie, den ganzen Unterschied machen.

    Und klar, in ferner Zukunft kann das Apfelbäumchen pflanzen auch wörtlich genommen werden. Wobei ich eher Gemüse pflanzen würde, so ein Apfelbaum braucht dann doch ein paar Jahre…


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