Die neue Weltordnung – New World Order
Da treffen sich Staatschefs in London, bald darauf in Baden-Baden, reden und essen gemeinsam. Es wird Optimismus verbreitet, Michelle kuschelt die Queen und eine wahnsinnig große Geldsumme soll in die Weltwirtschaft gepumpt werden. „Heuschrecken-Instrumente“ wird es weiterhin geben, auch, wenn ihnen nun Zügel angelegt werden sollen.
Was passiert hier?
Auf die Schwarze Liste der Steueroasen kommen gerade mal vier Länder (FTD) – für mich als Laien klingt das nicht nach einem konsequenten Durchgreifen.
Die freie Marktwirtschaft soll gefördert werden, allerdings mit der Auflösung des Bankgeheimnisses, damit staatlicherseits mehr Kontrolle möglich ist.
Der IWF in Washington soll mehr Geld zur Verfügung haben, um global helfen zu können.
Das ist keine Reform oder gar „Heilung“ des Systems.
Es gibt m.E. nur diese längerfristigen Folgen:
Staatsbanken bzw. die EZB oder der IWF werden mehr Macht haben. Von Firmen bis hin zu einzelnen Staaten wird die Abhängigkeit von diesen Banken gefördert.
Der Trend zur Entwicklung eines globalen Regierungssystems wird gefestigt.
So erklingen mehr Forderungen nach einer Kontrolle durch die UN (ngo).
Vielleicht spricht Gordon Brown deshalb auch vom Entstehen einer neuen Weltordnung (netzeitung).
Und im tagesspiegel ist sogar zu lesen, dass für eine Weltregierung geübt werde.
Ist das Zufall?
Nur eine spontane Entwicklung, geboren aus der Not der Krise?
Eher nicht.
Barroso redete schon vor zwei Jahren davon, dass Europa expandieren müsse – vielleicht werden nun mehr Türen geöffnet, um diese Vision umzusetzen.
Noch müssen sich „die“ Europäer mit den Amerikanern einigen, aber wer weiß: noch ist nicht „nach der Krise“ und die USA dürfte letztlich wesentlich geschwächter aus der Krise hervorgehen und Europa wesentlich gestärkt werden.
Eines Tages eine Weltregierung unter der Führung Europas?
Nun – so ganz auf Verschwörung machen will ich nicht, wobei solche Gedanken seit Jahrtausenden ihren Reiz haben.
Denn das Einzige, worauf Verschwörungstheoretiker stolz sein können, ist, eines Tages sagen zu können: „Siehst’e – hab’ ich schon immer gewusst.“
Leider hat das Wissen nicht viel bewirkt…
Nachdenkliches gibt es wie immer hier.
Jesus sagte: „Seid nüchtern, wachet und betet… erkennt die Zeichen der Zeit…“, aber offensichtliche politische Folgerungen schloss Er nicht daraus. Ihm ging es „nur“ um die Standfestigkeit der Christen, damit sie nicht schleichend niedergestreckt werden.
Ist das so?
P.S. Ob die Billionen solche Zeltdörfer in den USA wieder reduzieren werden?
This entry was posted on April 3, 2009 at 9:11 and is filed under Politik. You can subscribe via RSS 2.0 feed to this post's comments.
Tags: Barroso, G20, Gordon Brown, Verschwörungstheorie, Weltregierung, Weltwirtschaftskrise
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April 3, 2009 at 10:41
Ich würde sagen, es ging ihm nicht „nur“ um uns. Wir sind relativ sicher, müssen halt aufpassen, dass wir uns nicht verirren. Wirklich wichtig ist mir, dass wir gerade solche Zeiten nutzen um andere zur Buße zu rufen und sei es nur dadurch, dass wir entspannt der Zukunft ins Auge schauen und durch dieses gegen den Strom schwimmen, Aufmerksamkeit gewinnen, die zur Verkündigung des Evangeliums genutzt werden kann.
Matthäus 28, 19-20 ist unsere Aufgabe und sie bleibt es bis Jesus wiederkommt.
So sehe ich das jedenfalls.
April 3, 2009 at 11:04
Guter Gedanke!
Wachsamkeit, damit der Auftrag weiterhin ausgeführt werden kann…
Segen!
Dirk.
April 3, 2009 at 12:13
Tja, was die Weltwirtschaftsordnung anbelangt, so sagt der SPIEGEL: Es wird versucht, die aktuelle Krise zu lösen, in dem man die nächste vorbereitet… wie wahr!
Eine Welteinheitsregierung ist, glaube ich, doch noch Zukunftsmusik, aber ein Ereignis, das durchaus der Logik der Geschichte folgt. Allein, wenn man sich mal ansieht, wie sehr die Weltwirtschaft international miteinander verflochten ist (was uns die aktuelle Krise ja vor Augen führt), dann sieht man, dass sich zumindest die westlichen Staaten gar keine gegenseitigen Konflikte mehr leisten können – sie würden selbst ebenso leiden wie der Gegner…
Wachsamkeit ist ein gutes Stichwort. Nicht Übereifer und auch nicht abgedrehte Endzeit-Prophetien (auch da haben wir schon genug Sch**** gehört…), sondern Wachsamkeit. Und ansonsten: Schaufel in die Hand und Apfelbäumchen pflanzen, frei nach Luther
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