Beten für den Kiez

gebetsspaziergang-graffiti

Gestern Abend gingen einige unserer Gemeinde-Leute durch den Kiez.
Es war dunkel, es regnete leicht.
Wir sahen zwei Männer, die kurz davor standen, sich zu kloppen. Ein stilles Gebet – kein Kloppen.
Wir sahen Jugendliche – mindestens zu 2. unterwegs oder in größeren Gruppen. An anderer Stelle das Security-Personal, das durch den Kiez streift.

An einigen Orten machten wir einen Halt und beteten. Gebet für die Menschen, die Kirche, die Verantwortungsträger, die Schule…

Nein – das erschien mir nicht als geistliche Kampfführung in dem Sinne, dass ein Beter vor Ort sein muss, damit das Gebet Wirkung entfaltet.
Aber das Gebet vor Ort vermittelt noch ganz andere Eindrücke. Und wir sind dort, wo die Menschen sind. Das tut auch uns gut, damit nicht das fromme Ghetto droht.

Solche Aktionen sind nur sinnvoll, wenn man darauf vertraut, dass es einen Gott gibt, der Gebet erhört. Das tun wir.

Mehr zum Schluss unseres Spazierganges bedrängte mich die Frage:
„Warum seid Ihr hier?“
Die Frage ging mir nicht aus dem Kopf, sie fühlte sich leicht aggressiv an…
meine Antwort:
„Damit der Name Jesu Christi verkündet wird!“

Mehr Fotos gibt es hier.

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6 Comments on “Beten für den Kiez”

  1. Kochy Says:

    Hallo,

    das haben wir auch in den 90er regelmäßig in der Gropiusstadt gemacht und die Erfahrungen waren super. Weiter so Jungs!

    Kochy

  2. dikosss Says:

    Danke für die Ermutigung!
    Was waren Deine Erfahrungen?

  3. Kochy Says:

    Hallo,

    wir hatten Freitags z.B. Jungendcafe in der Kirche. Davor haben wir für den Kietz (Zwichauer Damm) gebetet. Das heißt, wir sind die Fritz-Erler-Allee, Wutzkyallee und dann zurück über den Zwickel betend gelaufen. Erst kamen überhaupt keine Leute zum Treff. Nach Gebet änderte sich das Umfeld und der Keller der Kirche war voll! Sehr voll sogar.

    Nach einer Zeit wurde die Beständigkeit der Mitchristen zum Problem. Es wohnten nicht alle in der Gropiusstadt und so sahen sie nicht immer die Not der Leute vor Ort. Sie identifizierten sich nicht mit dem Kiez. Das ist immer ein Problem, finde ich, wenn Leute woanders wohnen.

    Trotz Erfolg ist das Cafe irgendwann eingteschlafen. Die Leute hatten keine Meinug mehr zum Beten und kamen dann selber nur zum Kaffee kochen. Fazit: Gebet lebt von Beständigkeit.

    Kochy

  4. Peter Says:

    Der Satz könnte von mir sein
    „Aber das Gebet vor Ort vermittelt noch ganz andere Eindrücke. Und wir sind dort, wo die Menschen sind. Das tut auch uns gut, damit nicht das fromme Ghetto droht.“
    Raus aus dem christlichen Ghetto, gut so, weiter so.

    “Warum seid Ihr hier?”
    Das frage ich mich auch jedesmal während des Straßeneinsatzes.
    Die Antwort des Herrn ist jedesmal die selbe. Peter wie lange dauert heute dein Selbstmitleid?
    Der Name des Herrn soll verkündet werden.
    Dirk alles gute
    Peter

  5. Deborah Says:

    Josua 1: Jeden Ort auf den deine Füsse treten, habe ich dir gegeben….

    HABE ich dir gegeben..
    habe ICH dir gegeben…
    habe ich DIR gegeben…
    habe ich dir GEGEBEN….

    allein schon das Gehen als Gebetsform zu sehen, dürfte für einige neu sein.

    Psalm 129,8 und die Vorübergehenden nicht sagen: Des HERRN Segen über euch! – Wir segnen euch im Namen des HERRN.

    Mit und im Bewusstsein gehen, dass der HErr in und um euch mitgeht und jeder, der euch begegnet in Seine Gegenwart, die um euch ist, kommt.

    Segen
    Deborah

  6. dikosss Says:

    @Kochy:
    Danke für den kurzen Erfahrungsbericht!
    Echt ermutigend. Aber auch „ermahnend“! „Dran bleiben“ ist das Motto. Nicht nachlassen. Deine Erfahrungen zeigen ja recht deutlich, welchen Schlüsselaspekt das Gebet spielen kann.

    @Peter:
    Oh ja – das Selbstmitleid!
    Als wir neulich betend spazieren gegangen sind, regnete es leicht. Und in mir kam auch die Frage auf: „Wird uns Gott das lohnen? Gibt es Extra-Punkte für einen Regen-Einsatz?“ :-)

    @Deborah:
    Eine wunderbare Perspektive!
    Danke!

    Segen an alle!
    Dirk.


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