Fragen zu Epheser 1, 15 ff.

„Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, für euch zu danken,
und ich gedenke euer in meinen Gebeten,
dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus,
der Vater der Herrlichkeit,
euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung
in der Erkenntnis seiner selbst.
Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr wisst,
was die Hoffnung seiner Berufung,
was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen
und was die überragende Größe seiner Kraft an uns,
den Glaubenden,
ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.
Die hat er in Christus wirksam werden lassen,
indem er ihn aus den Toten auferweckt
und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat,
hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen,
der nicht nur in diesem Zeitalter,
sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird.
Und alles hat er seinen Füßen unterworfen
und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben,
die sein Leib ist,
die Fülle dessen,
der alles in allen erfüllt.“

(Epheser 1,15 ff.)

Schon die Verse in Eph.1,3-14 bilden im Griechischen EINEN Satz!
Paulus – der Meister des Endlos-Satzes!

Und ganz schamlos taucht in mir beim Lesen der Verse 15 ff. die Frage auf:
Welche himmlische Droge hat Paulus zu sich genommen?
Die will ich auch!

Mann, wie der schreibt!
Als würde er sich mit jedem neuen Teilsatz in noch höhere, noch intensivere Dimensionen schwingen…

Meine Fragen sind diese:

- Danke ich für meine Gemeinde?
Besser noch: Danke ich auch für die Gemeinden, in denen ich nicht aktiv bin? Danke ich für die Baptisten? Die Methodisten? Die Vineyards? Die Landeskirchlicher? Die FeG’en? …

- Wieso betont Paulus so den „Gott unseres Herrn Jesus Christus“?
Ist das nicht auch „unser“ Gott?
Diese kleine Differenzierung fiel mir schon in den ersten Versen des Epheserbriefes auf.

- „Der Vater der Herrlichkeit“ – ist Gott der Vater, der herrlich ist? Oder ist die Herrlichkeit sein Kind? Was für eine Herrlichkeit ist das?
Was bedeutet diese Herrlichkeit für uns?

- Ist der Geist der Weisheit und Offenbarung der Heilige Geist?
Und da die Briefempfänger Christen sind und demnach den Heiligen Geist schon haben – wieso bittet Paulus erneut um diesen Geist?

- „Augen eures Herzens“ - habe ich da im Bio-Unterricht geschlafen? Hat die medizinische Fachwelt was übersehen? Wahrscheinlich wirkt die himmlische Droge schon und Paulus wird zum Poeten.

- Was meint Paulus mit dem „Herzen“?
Ist das der Kontrast zum reinen Verstand?
Meint er unsere Persönlichkeit?

- „Erleuchtete Augen“ – von Außen erleuchtet? Das dürfte blenden!
Von Innen erleuchtet? Dann strahlen die Augen.

- Was heißt „Hoffnung seiner Berufung“?
Welche Hoffnung?
Ist „seine“ Berufung gemeint? Die Gottes dem seine?
Oder seine Berufung für uns?

- Wie zeigt sich seine Kraft an uns?
Was verändert das?
Ist das etwas, was wir jetzt schon erfahren können?

- Wenn Jesus Christus ALLES unterworfen ist, wieso ist davon relativ wenig zu sehen, zu spüren…? Machen wir was falsch?

- Ist die Gemeinde als sein Leib die Fülle?

- Was beinhaltet der Nachsatz „der alles in allen erfüllt“?
Hört sich ziemlich esoterisch an!
Heißt das, dass er in allen Christen oder in allen Menschen für die Erfüllung sorgen wird?

- Und vor allem:
Was könnte hier das Predigtthema sein?
Wie können wir auf diese himmlische Droge kommen? :-)


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3 Comments on “Fragen zu Epheser 1, 15 ff.”

  1. Deborah Says:

    //- Und vor allem:
    Was könnte hier das Predigtthema sein?
    Wie können wir auf diese himmlische Droge kommen? :-) //

    Kommt in Sein Tor mit dankbarem Herzen … mit Freimut hinzutreten..

    was ihr bittet, glaubt dass ihr empfangen HABT….und es wird euch werden..

    Segen :-)

  2. lobpreiser Says:

    Wie heißt diese Droge? Das ist sie:

    „den Geist der Weisheit und Offenbarung
    in der Erkenntnis seiner selbst“

    Ich möchte es mal frei übersetzen:
    „der Heilige Geist, der euch Weißheit und Offenbarung gibt, um IHN selbst zu erkennen.“

    Im Kontext lesen wir von Vers 1-14 lesen wir wie Paulus beschreibt was Christus alles für uns bedeutet, was das Kreuz für uns bedeutet.
    Ab Vers 15 fängt Paulus an sich in Begeisterung zu verlieren: Ich bete für euch, dass ihr genau wie ich diesem Gott begegnet, dass ihr ihn erkennt! Das Wort „erkennen“ oder „Erkenntnis“ hat eine sehr tiefe ja intime Bedeutung (das fragen wir aber lieber einen Theologen :D )

    Das ist für mich erstmal Thema und Droge.

  3. dikosss Says:

    @Deborah:
    Gute Fährte!
    Danke!

    @lobpreiser:
    Sehr cool!
    Finde ich nachvollziehbar und gut.

    Segen!
    Dirk.


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