Diverses

1. Stanislaw Markelow, u.a. der Rechtsanwalt im Fall der ermordeten Politkowskaja sowie auch Menschenrechtler, sei auf einer Straße in Moskau mit einem Kopfschuss hingerichtet worden (Berliner MP).
Ein paar Tage vorher habe Putin, der ehemalige KGB-Offizier, „König“ von Russland und Gas-Stopper, auf dem Semperopernball den Sächsischen Dankesorden erhalten (spiegel.de).
So schief kann die Welt aussehen.

2. Auf israelischem Staatsgebiet, besser: staatlichen Meeresgebiet, sei ein riesiges Gasvorkommen entdeckt worden. Israel könnte dadurch wesentlich unabhängiger von ausländischen Lieferanten werden, so dass das russische „Gas-An-Gas-Aus-Spiel“ für Israel vollends irrelevant wäre (foxbusiness).

3. Li Ziv und Hadas Balas, israelische Staatsbürgerinnen, sammeln in Israel für Kinder im Gaza-Streifen, um deren Not zu lindern.
Auch so kann Israel aussehen (israelheute).

4. Heilung ist nun Standard – zumindest bei Andichrist.
Mein tumber Zahn durfte hier schon ein wenig Öffentlichkeit genießen.
Nun war auch ich bei der Zahnärztin. Gott sei Dank hatte ich seit ca. 2 Wochen keine Komplikationen mehr. Er wurde geröntgt (übrigens ein sehr auffälliges Wort, abstammend vom „Röntgen“, aber u.a. auch, m.E. irrtümlich, so verwendet: „geröngt“, wobei das „t“ – warum auch immer – die Position vor dem „g“ verlässt, um sich hinter das „g“ zu begeben; allerdings bleibt für mich die Frage, ob es grammatikalisch gerechtfertigt ist, das Wort „geröntgt“ zu gebrauchen). Es wurde ein größerer Entzündungsherd im Zahnfleisch entdeckt. Tipp der Ärztin: „Ziehen lassen!“
Jetzt will ich auch den Andichrist-Standard.

5. Hier erwähnte ich, wie mich Kritik an meinen Predigten beschäftigen kann. Und in mir wuchs der Wunsch, mich eingehender mit dem Thema „Umgang mit Kritik“ auseinanderzusetzen.
Gestern war ich tagsüber noch recht beschäftigt mit einer Kritik an meiner Predigt und außergewöhnlich verunsichert.
Im Laufe des Tages schien es mir dann, als hätte mein Papa im Himmel Mitleid mit mir, diesem ärmlichen Predigermann, dessen größte Tagessorge es war, wie gut oder schlecht seine Predigten sind.
Was für ein Predigerwurm! :-)
Aber weil Papa im Himmel nett ist, gab Er mir durch andere wieder Auferbauung. So durfte ich mir zweimal – ungefragt und nicht forciert – Lobeshymnen auf meine Predigten anhören.
Allerdings traute ich mich nicht, meine Brust anschwellen zu lassen (und wenn es so wirkte, dann kam es durch die Liegestütze), schließlich erfahre ich: Heute „hui“, morgen „pfui“.
So schmerzlich Kritik sein kann und so schön das Lob sein kann – aber letztlich predige ich nicht dafür, sondern in Verantwortung vor Gott, damit Menschen auf Ihn sehen – und nicht auf mich.
Vielleicht ist das ein erster Schritt: Ärmlicher Predigerwurm – blicke auf Gott und nicht auf Dich!

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4 Comments on “Diverses”

  1. xxee Says:

    =) Predigerwurm =D ich schmunzle gar sehr – den heilungsstandart hätte ich auch gern. was macht eigentlich dein sprachengebet?

  2. dikosss Says:

    Hi xxee!
    Sprachengebet/Zungengebet (manche unterscheiden das wohl):
    Ich spreche das fast täglich, für mich alleine, manchmal 2 Minuten, manchmal länger.
    Nach wie vor fühle ich nichts Besonderes.
    Allerdings spüre ich oft einen Unterschied zwischen Silben, die ich mir ausdenke und Silben, die durch den Geist entstehen.
    Passiert was anderes Tolles durch diese Art des Betens?
    Ich muss sagen: Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall scheint nichts Negatives zu passieren.
    Oft – nicht immer – ist es so, dass ich etwas sicherer und freier bei Predigten oder Gesprächen auftreten kann. Da habe ich den Eindruck, als würde es mit diesem Zungengebet zusammenhängen.
    So spreche ich weiter – und beobachte.

    Hast Du Erfahrungen damit?
    Viel Segen!
    Dirk.

  3. curioustraveller Says:

    Vielleicht ist das ein erster Schritt: Ärmlicher Predigerwurm – blicke auf Gott und nicht auf Dich!

    In der Tat, das ist ein guter Schritt. Auch wenn er nicht leicht fällt – du bist ja an der Predigt immer auch als Persönlichkeit beteiligt, und von daher trifft Kritik auch, gar keine Frage. Von daher ist es wichtig, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: Ich betreibe kein Entertainment, sondern verkünde das Wort Gottes. Und da gibt es eben Aussagen, die an der einen oder anderen Stelle mal etwas reiben und anecken.

    Ich weiß nicht, wen Du als Predigthörer hast, aber es kommt auch immer auf die Disposition an, mit der ich in einer Predigt sitze. Will ich bedient werden, wird es schwierig, der Predigt was abzugewinnen, selbst, wenn sie gut ist. Habe ich aber die Größe zu sagen: „Auch wenn mir die Rhetorik/die Wortwahl/das Gesicht des Predigers o.ä. nicht gefällt, will ich trotzdem zuhören und mich fragen, was Gott mir zu sagen hat“, dann kann ich noch aus der grottigsten Predigt ein Wort von Gott mitnehmen.

    Also mach Dich locker, Prediger ;-)

  4. xxee Says:

    Hey Dirk =)
    Naja,… schon ein paar. Vor allem in Situationen, wo man selber nicht weiß was man beten soll, finde ich es beruhigend zu wissen, daß der Heilige Geist dann durch einen betet und es bestimmt „besser weiß“ aber ich mache das eher selten und kann das alles nach wie vor nicht so richtig einordnen.
    LG und viel Segen
    Anja


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