Schüsse

gibt es nun auch nördlich von Israels (s.a. morgenpost.de).

Und ein israelfreundlicher Kommentar findet sich bei der netzeitung.

Viele Bilder in den Nachrichten handeln natürlich vom Schwerpunkt des Konflikts: vom Gaza-Streifen … und demonstrieren somit hauptsächlich das Leiden der Palästinenser.

Es ist schrecklich, dass Menschen so leiden.
Viele friedfertige Palästinenser müssen Schweres ertragen.

Es kann wohl nur eine Lösung geben:
Die Hamas muss weg.

Es gab monatelang eine relative Ruhe zwischen Palästina und Israel.
Abgesehen davon, dass Tausende von Raketen von Hamas-Kämpfern in Richtung Israel flogen.

Die Hamas verneint das Existenzrecht Israels und Israel sieht infolgedessen keinen Anlass, um mit einer Gruppierung zu verhandeln, deren einziges Ziel die Vernichtung Israels ist. Da kann es keinen gemeinsamen Nenner geben. Was soll da verhandelt werden?

Dass die Grenzübergänge geöffnet werden?
Wenn dann nur Lebensmittel und Medikamente geliefert werden würden, hätte Israel schon längst zugestimmt.
Da die Hamas aber gerne auch Waffen haben möchte, um dann vom Gaza-Streifen aus Israel anzugreifen, erscheint eine Grenzöffnung wie die Übergabe des Messers an den eigenen Mörder.

Dass sich Israel aus dem Gaza-Streifen zurückziehen soll?
Israel würde das wohl tun, wenn denn der Beschuss durch die Hamas ebenfalls aufhören würde.
Da die Hamas aber auch die jüngste Waffenruhe eigenständig beendet hat, erscheint ein Rückzug wie ein Hinhalten der anderen Wange, um sich weiter schlagen zu lassen.

Es gibt keine aussichtsreiche Verhandlungsmasse.

Das spüren wohl auch anliegende arabische Staaten, die sich bislang in diesem Konflikt zurückgehalten haben. Selbst Ägypten hat die Grenzübergänge weitgehend geschlossen.

Geschlossen ruhig waren viele internationale Vertreter auch in der Zeit, als Israel über Monate von den Hamas-Raketen bedroht wurde. Lediglich das Frühwarnsystem in Israel hat Schlimmeres verhindert, so dass wir keine Bilder von blutenden Kindern in Israel sehen mussten.

Wie soll es weitergehen?

Wie wäre es, wenn 1-2 arabische Staaten alle Palästinenser aufnehmen würden und ihnen Land geben würden?
Dann hätte ja Israel gewonnen! Das will keiner zulassen.

Aber wäre das nicht ein guter Dienst für die arabischen Brüder und Schwestern? Könnte so nicht weiteres Blutvergießen verhindert werden?

Ich habe den Eindruck, dass sich auch die arabischen Staaten sehr schwer tun, wirklich an einem dauerhaften Frieden mitzuwirken.
Wahrscheinlich bleibt es, wie es ist:
Israel ist den Arabern ein Dorn im Auge.

So will zwar kaum ein arabisches Land die Hamas oder ähnliche Organisationen im eigenen Haus haben – das ist dann doch zu extrem.
Aber Israel in den Bemühungen um eine beständige Ruhe im Nahen Osten zu unterstützen, übersteigt ebenso den Horizont etlicher Beteiligter.

So lange also die internationale Staatengemeinschaft nur entschlossen auftritt, wenn Israel offensiv wird,
so lange, wie viele arabische Staaten hin- und hergerissen sind,
so lange muss Israel auf eigene Faust handeln.

So ist es zu einfach, Israel vorzuwerfen, dass militärische Aktionen durchgeführt werden. Israels Ziel ist nicht die Vernichtung Palästinas, sondern die Beseitigung derer, die Israel zerstören wollen.

Es wäre schön, wenn es in naher Zukunft wieder ein größeres Miteinander derjenigen geben könnte, die friedfertig sind. Gut, dass es noch immer Beispiele solcher Menschen gibt – sowohl in Israel als auch in Palästina.

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3 Comments on “Schüsse”

  1. Valentin Says:

    Mein Bruder macht gerade seinen Zivil-Dienst in Ostjerusalem. Er meinte, dass es dir schon bisschen komisch wird, wenn vermummte palästinensische Jugendliche mit Steinen an dir vorbeilaufen und Mülltonnen anzünden…

  2. dikosss Says:

    Hi Valentin!
    Danke für Deinen Kommentar!
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die direkte persönliche Erfahrung im Nahen Osten noch viel emotionaler ist als das Zugucken (und Beten) aus dem sicheren Deutschland.

    Segen!
    Dirk.


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