In der letzten Zeit bete ich bewusster für Kranke.
Und anders.
Weniger so: “Gott, wenn Du willst, kannst Du XY gesund machen.”
Sondern mehr so: “Im Namen Jesu: Entzündung weiche!”
Letzte Woche habe ich für eine junge Frau gebetet, die eine Angina hatte. Seit einem Tag nahm sie schon ein Antibiotikum.
Am nächsten Tag ging es ihr wesentlich besser: sie konnte wieder reden und essen. Es war wie eine Kehrtwende.
Wie berichtet, hatte mein tumber Zahn wieder Probleme gemacht.
Ja – ich sollte zum Zahnarzt…
Aber durch Gebet und Mundspülung sind die Komplikationen nach kurzer Zeit wieder weg – und bleiben seitdem auch weg.
Allerdings bin ich unsicher, ob Gott diesen Zahn (der keine Wurzel mehr hat und mit einer Füllung versehen ist) heilen will oder ob Er eher empfehlen würde, der Vergänglichkeit des Körpers den Zoll zu zahlen und den Zahn vollständig ziehen zu lassen.
Ein Freund berichtete, dass er letzte Woche heftige Ohrenschmerzen hatte. Eine drohende Erkrankung. Ein Kumpel hätte für ihn gebetet und am nächsten Tag seien die Ohrenschmerzen weg gewesen.
Gestern kam meine Tochter von der Schule und berichtete ebenfalls von Ohrenschmerzen, die sie wohl seit der ersten Schulstunde gehabt hätte.
Ich betete für sie – es ging ihr besser – und ungefähr 1-2 Stunden später waren die Schmerzen ebenfalls weg.
Andichrist berichtet ebenfalls von Heilung während der Gottesdienstfeier (hier).
Ich sage:
Gepriesen sei Gott!
Noch etwas Theorie:
Deborah verweist hier kommentarmäßig darauf, dass es im AT nicht nur heißen soll “Ich bin der Herr, dein Arzt”, sondern vielmehr “Ich bin der Herr, der dich beständig heilt!”
Demgemäß habe ich mir den griechischen Text in Mk 16, 15 ff. und in Jak 5, 14 f. angeschaut.
Denn dort ist in Übersetzungen oft von “Besserung” die Rede.
Heißt “Besserung”, dass der Betroffene geheilt wird?
Heißt es, dass ein Stück Krankheit bleibt, aber das allgemeine Wohlbefinden steigt?
In Mk 16, 15 ff. – konkret Vers 18b – steht das Wort (hier in eingedeutschter Schreibweise) “chalos”.
Ist das nur “Besserung” oder ist es mehr?
Dieses Wort steht für “wohlbefinden”, “im guten Zustand”, “genesen”…
Das ist mehr als eine kleine Verbesserung.
Das zeigt auf die Heilung hin.
Somit ist in Mk 16,18b zu entdecken:
Wenn Gläubige Kranken die Hände auflegen (und für sie beten), werden die Kranken gesund werden.
In Jakobus 5,14 f. steht das Wort “sodsei”.
Dieses Wort steht herkömmlich für “retten”, kann aber im Kontext einer Krankheit auch “gesund machen” bedeuten. Vielleicht klingt bei der Verbindung von “retten” und “gesund machen” auch der vollständige Versöhnungs- und Heilungsdienst Jesu an: Durch Ihn geschieht nicht nur die vollständige Heilung der Gottesbeziehung und der Unerlöste wird gerettet – sondern dieses Werk Jesu berührt ebenso den leiblichen Bereich: der Kranke wird gesund. Das ist in der Rettung enthalten.
Bestärkend ist bei Jak 5,15 zu sehen, dass der Kranke aufstehen wird. Ein deutliches Zeichen für die Heilung.
Schlagworte: Fürbitte, Gebet, Gottheilung, Handauflegung, Heilung, Jakobus 5, Markus 16, Wunder
Januar 7, 2009 um 12:24
Hi und frohes Neues dir! Der Krankheit zu befehlen, sie soll weichen… ja, das wäre biblischer, aber ich bin da ein Schisser. Was denkt der Andere, vor allem, wenn nichts passiert… ich habe da immer noch Hemmungen…
Januar 7, 2009 um 12:35
Hi wegbegleiter!
Geht mir ähnlich wie Dir.
Bei mir hängt es davon ab, mit wem ich zusammen bin.
Leute, die mittlerweile von meinen “Entdeckungen” zum Thema wissen, für die bete ich auch so.
Bei anderen bin ich gehemmter.
Dazu muss ich auch schreiben, dass ich für zwei andere gebetet habe und noch nicht klar ist, was wird. Das wird wohl die ärztliche Diagnose in den nächsten Tagen zeigen.
Also ich will keinen Automatismus behaupten.
Das, was uns eigentlich entspannen dürfte, ist das:
Es ist nicht unsere Kraft, die wirkt.
Es geht nicht um unseren Namen und unsere Ehre.
“Eigentlich” dürfen wir ganz entspannt Gott gehorchen…
Segen!
Dirk.
Januar 7, 2009 um 4:47
Hi Dirk,
das sind ja glorreiche Entdeckungen!
Danke auch an Deborah!
Da steckt wirklich viel drin, und hilft mir genau der Frage von Heilung ein Stück näher zu kommen.
Das beständig geheilt werden… macht voll Sinn mit dem wie ich es bisher auch erlebt habe.
Allerdings habe ich auch schon einige Heilungswunder erlebt.
Als mein Sohn Windpocken bekommen hat, und ich um schnelle Heilung bat, geschah es so schnell, dass wir bei dem Fortschritt zusehen konnten.
Windpocken sagt man, brauchen bis zu 10 Tagen um abzuheilen.
Bei meinem Sohn war alles nach 3 Tagen komplett geheilt!
Und noch einige wunderschöne Momente mehr…
Freu mich, dass sich unsere Erfahrungen häufen.
Ich kann mir vorstellen, dass es für uns irgendwann normal ist, dass wir um Heilung bitten und die Heilung sofort eintritt.
Wie es auch verläuft… es ist Sein Geist, der es wirkt.
Preis, Lob und Dank IHM allein.
Er hat alles unter Seiner Kontrolle.
Januar 7, 2009 um 5:05
Hey,
erstmal wollte ich sagen, dass ich deinen Blog immer sehr gerne lese, weil du über sehr coole und interessante Themen nachdenkst, die häufig auch meine aktuelle Gedankenwelt streifen.
Ich finde dieses Thema wirklich spannend, weil es bei mir Spannungen hervorruft.
Ich glaube absolut, dass Gott heute heilt und das er auch heilen will.
Meine Sorge bei diesem Thema ist nur, dass wir Gott instrumentalisieren für unsere Bedürfnisse und Wünsche. Ich glaube, dass es teilweise sogar soweit geht, dass wir in magisches Denken verfallen.
Ich habe bei mir persönlich irgendwann mal entdeckt, dass wenn ich etwas ganz dringend von Gott haben wollte (wie Gesundheit) ich versucht habe, ihn mit der Formulierung “…das bete ich in Jesu Namen” zu bestechen. Ich wollte meiner Bitte Autorität verleihen, Gott so manipulieren.
Auch deswegen gebiete ich nicht, wenn ich um Heilung bitte, sondern ich “Bitte” ganz bewußt. Damit habe ich für mich meinen Weg gefunden Fürbitte für Kranke zu tun.
Was mir wichtig ist, ist das Bewusstsein, dass es Gottes Entscheidung ist und bleibt, ob er Heilung schenkt oder nicht. Mir ist wichtig, dass es auch nicht unser Gebet ist, was heilt sondern Gott heilt. Gebet ist keine Waffe sondern Kommunikation mit Gott dem Vater, Arzt, Erlöser, Richter, etc.
Er ist der Souverän, der Heilige und der Allmächtige der Kranke gesund macht oder auch nicht. Ich glaube das ist das Fundament, auf dem wir um Heilung beten können und sollen.
Ich bin Gott dankbar für eine Erfahrung am Wochenende, wo ich für einen Freund aus der Gemeinde beten durfte, der in der Woche einen schweren Autounfall hatte und durch Gottes Gnade und Seitenairbag vor schlimmeren bewahrt worden ist. Aber die Seite speziell sein linkes Bain bereitete im starke Schmerzen. Schmerztabletten haben im auf den Magen geschlagen und Bauchschmerzen hervorgerufen, so dass er zwischen Beinschmerzen und Bauchschmerzen wählen konnte. Ich durfte für ihn beten, er nahm Schmerztabletten und die Schmerzen im Bein gingen (vorläufig) weg und die Magenschmerzen blieben aus. Danke Vater.
Januar 7, 2009 um 10:31
Entschuldigt die Schreibfehler in meinem Kommentar! Sehe ich erst jetzt. Ist ja grausam…
Januar 8, 2009 um 11:35
hi Alex,
deine Bedenken kann ich gut nachvollziehen, denn da muss jeder durch, der sich mit dem Thema beschäftigt.
Aber sieh es doch mal sorum: Wir berufen uns ja nur auf das, was Gott über sich, das Erlösungswerk und uns selber aussagt. D.h. für mich, dass wir zweifelsfrei glauben, was er sagt und uns verheissen hat und DANN tun wir auch danach und es wird uns werden. Das ist die Verantwortung, die wir haben, aber sie wird uns gegeben und nicht wir “nehmen uns etwas” nach unseren Wünschen!
Segen
Januar 8, 2009 um 6:32
@Alex:
Danke für Deine Gedanken!
Ich kann vieles davon verstehen.
M.E. hängt es letztlich an dem, was Gott will.
Der Punkt ist dann der:
Wenn Gott Heilung will und ich das ausspreche/bete, dann bete ich nur das, was Gott selbst will.
Das würde ich nicht für Magie halten.
M.E. muss man noch nicht mal den Namen Jesu nennen, wiewohl es gut ist, um vor der sichtbaren und unsichtbaren klar zu machen, durch wen eine Heilung wirklich stattfindet (nämlich nicht durch den “Zaubermeister” Dirk, sondern allein durch Jesus.
Die Kernfrage ist also:
Will Gott Heilung?
Meine bisherige Erkenntnis:
Ja, Gott will Heilung.
Es mag viele Gründe geben, weshalb jemand nicht oder nicht sofort geheilt wird. Auch dazu gibt es in der Bibel Antworten.
Diese Gründe liegen dann m.E. nicht an Gott selbst.
In der Praxis unterscheide ich für mich aber auch noch, wie es mit meinem Glauben ist.
Habe ich Glauben dafür, dass Gott den anderen jetzt und sofort heilen und bessern kann? Dann “wage” ich die Weisung im Namen Jesu.
Oder bin ich sehr unsicher und habe den Eindruck, dass dies jetzt nicht geschieht?
Dann bitte ich mehr so:
“Gott, Du kannst und willst heilen – so befehle ich Dir XY an und danke Dir, dass Du helfen wirst.”
Aber ich bin auch erst “am Anfang” und im Grunde ist das alles Neuland für mich…
Segen!
Dirk.
Januar 9, 2009 um 7:42
Danke für deine Erläuterungen über “chalos” aus Mk 16,18b.
Mit der Herabminderung des Wortes zu weniger, als dem wirklichen kraftvollen Inhalt, ist vielen Gläubigen schon der Glaube in die persönliche Heilungserwartung heruntergeregelt und Heilung verhindert worden. Diese Prägung spiegelt sich für mein Empfinden auch in dem wohlgemeinten Wunsch zur “Guten Besserung” wieder. Da gefällt mir das Türkische besser: wenn jemand sagt, dass er krank ist, wird mit [ (lautgemalt:) getschmisch olsun] es soll vorbei sein! geantwortet.
Jesus fragte ganz deutlich: Was willst du, das ich dir tun soll? …willst du geheilt werden?…. und dann musste der Kranke nicht monatelang auf seine Heilung warten.
Auch dann, wenn eine Heilung in der Seele nötig ist, wird im Moment des Vergebens, Entlastens, ….. sofort diese Stelle verändert im Menschen. Die Wirkung von Vergebung verzögert nicht.
Januar 10, 2009 um 2:56
Ich möchte erstmal klar stellen, dass meine Anmerkung zum magischen Denken aus meiner persönlichen Erfahrung stammen, wo ich mich selbst dabei ertappt habe zu glauben, Gott mit Formulierungen bestechen zu können. Das unterstelle ich aber niemanden sonst!
Ich glaube, es ist ein Unterschied zwischen dem Grundsatz “Gott will Heilung” und der Frage: “Heilt Gott jeden” und wenn nicht warum?
Der Grundsatz “Gott will Heilung” gilt und stimmt, genauso kann man ja auch für andere Bereiche positive Grundsätze festlegen: Gott will Frieden auf der Welt!
Aber Gott heilt nicht immer, egal ob wir gebieten, bitten, flehen, proklamieren, etc.! Und ich glaube, dass wenn Gott nicht heilt, es nicht zwangsläufig an Umständen wie Kleinglaube, Sünde im Leben oder sonstiges liegt, sondern unter Umständen in Gott selbst, nämlich dass er einen anderen Weg für diese Person beschlossen hat, die Heilung einfach nicht sein Wille für die spezielle Person/Situation ist.
Ich würde zustimmen, dass wir immer um Heilung beten können, weil wir davon ausgehen können, dass sie Gottes Wille ist, aber respektieren müssen, dass Gott einen anderen Plan haben kann.
Wir können und dürfen Menschen die um Heilungsgebete bitten nicht mit einem “na mal sehen, ob das Gottes Wille ist” begegnen, sondern dürfen und sollten im Glauben an die Schöpferkraft Gottes für Heilung beten.
Zu Deborah würde ich schon einwenden, dass wir nicht davon ausgehen können, dass Gott immer spontan heilt, sondern es in Schritten tun kann oder Heilung sich länger hinstreckt. Gott kann Spontanheilung schenken, er kann aber auch den Weg über die Medizin wählen, die wirkt und heilt.
Gerade in seelischen Dingen würde ich die langfristige Heilung als die Regel betrachten. Wenn mein Verstand vergeben hat, sind nicht augenblicklich alle seelischen Wunden weg. Das kann ich aus meinem eigenen Leben als Kind geschiedener Eltern sagen und beobachte es im Gemeindealltag häufig.
Januar 11, 2009 um 1:47
@alex:
#wie weit haben wir uns vom neutestamentlichen Standard Jesu entfernt?
#wie viele Gebete werden aus der eigenen Seele gesprochen und nicht nach dem Vorbild Jesu: ich tue nur, was ich den Vater tun sehe
#Heilung beginnt im Moment des ersten Gebetes….sichtbar wird sie in unserer Zeit oft erst später….. viele Faktoren wollen verzögern…
Zitat:Wenn mein Verstand vergeben hat, sind nicht augenblicklich alle seelischen Wunden weg.//
Das habe ich auch nicht geschrieben. Bitte lies genau. “diese Stelle” punktuell, die unter Vergebung kommt.
Die Einzelergebnisse und das Vertrauen in die Zusage und Wirkung Gottes sind gerade bei Seelsorgeprozessen mit vielen Vergebungsanlässen das Mutmachende dranzubleiben…..sich immer wieder dem Schmerz der einzelnen Verletzungsaufarbeitung zu stellen.
Januar 12, 2009 um 12:00
hi Alex,
woher hast du das mit dem “..dass Gott einen anderen Plan haben kann” – aus der Schrift oder ist das mehr ein Erklärungsmodell von dir selber?
Ehrlich gesagt erschließt sich mir auch nicht die Logik von “..weil wir davon ausgehen können, dass sie Gottes Wille ist, aber respektieren müssen, dass Gott einen anderen Plan haben kann.”
Gottes Wille war schon immer der Segen in jeder Form (Heil, Frieden, Freiheit usw.), er hat im Alten Bund Segen und Fluch benannt und nun im Neuen seinen Plan (Schlange Kopf weg) durch Jesus erfüllt und uns endgülig und umfassend vom Fluch erlöst.
Ich denke wir können die ganze Tragweite dieser Tatsache am ehesten dadurch begreifen, wenn wir die unendliche, bedingungslose Liebe betrachten und annehmen, mit der Gott uns liebt, das allein wird uns von unserem Zweifel befreien.
Segen
Januar 12, 2009 um 2:50
Hallo Beno,
da ich in diesem Thema kein Ergebnis für mich vorweisen kann, würde ich sagen, dass es ein Erklärunsversuch für mich ist.
Ich kenne neben vielen Heilungen auch viele Gebet für Kranke, die keine Heilung gebracht haben. Die Frage ist, warum wird der eine geheilt, der andere nicht? Liegt es am Glauben des Kranken oder Beters? Liegt es an Menschlichen Umständen oder kann es auch an Gott liegen, weil er einen Weg gehen will, der eben auch mal keine Heilung vorsieht.
Das mit dem Fluch würde ich doch sehr eingeschränkt sehen, denn vor allem ist der Fluch der Sünde durch Christus aufgehoben worden, so dass wir Versöhnung mit Gott und Vergebung von Schuld haben.
Durch Christus sind keine paradiesischen Zustände auf dieser Welt hergestellt worden, Krankheit, Krieg, Not und Elend gehören sind noch immer Teil unseres Daseins.
Damit kommen wir meiner Meinung nach zu der Frage, wie wir das Reich Gottes verstehen.
Bitte versteht mich nicht falsch, das ganze Thema ist halt für mich mit vielen Fragen bestückt und ich habe ehrlich gesagt noch keine für mich persönlich zufriedenstellenden Antworten bekommen, weder von der Schrift her noch von Auslegern der Schrift.
Januar 12, 2009 um 3:13
Hi Alex!
Danke für Deine Gedanken!
Ich verstehe Deine Fragen sehr gut.
M.E. ist der biblische Befund zum Thema “Heilungen” recht eindeutig.
Gott will heilen und kann heilen.
(s.a. hier: http://dikosss.wordpress.com/2008/12/27/heilung-gebet-vollmacht/).
Ich entnehme der Bibel, dass es idR. tatsächlich an uns liegt, ob wir geheilt werden oder nicht.
Das NT dürfte zu mind. 90% (wahrscheinlich mehr) Geschichten von erfolgreichen Heilungen enthalten. Lediglich Trophimus scheint jemand zu sein, der krank war und wir nicht von einer sofortigen Heilung wissen.
Aber warum wird jemand nicht geheilt?
- Kein Vertrauen
- Kein Wille
- Nicht bekannte und vergebene Sünde
- Nichtbeachten von Ursache und Wirkung (jeden Tag fünf Tüten Chips + wenig Bewegung werden einen Menschen zum Übergewicht mit allen Nebenfolgen bringen – die “Heilung” bestünde auch darin, mit dem Chips-Essen aufzuhören und sich mehr zu bewegen)
- das falsche Verhalten anderer (dto. zu “Nichtbeachten von Ursache und Wirkung / z.B.: ein Autofahrer fährt schneller als erlaubt und baut deswegen einen Unfall, durch den andere Menschen Schaden erleiden)
- und unbekannte Gründe (so wird in der Bibel eben nicht jede Erkrankung erklärt).
Es könnte sich lohnen, im Einzelfall diese Aspekte zu berücksichtigen.
Und dann fällt noch was auf:
Das Gebet um Heilung.
Es wird im NT kaum so gebetet (wenn überhaupt):
“Herr, bitte heile doch!”
Sondern mehr so:
“Sei gesund!”
Das ist keine magische Formel, sondern entspringt der Vollmacht, die uns Gott gegeben hat.
Daraus würde ich jetzt kein absolutes Muss aufstellen, aber ich bete nun öfters in dieser Vollmacht.
Ein “Herr, erbarme Dich, schenke doch Heilung…” bete ich nun seltener.
Aber ich mache es gelegentlich, wenn ich persönlich vor Gott trete oder, wenn mir einfach der Glaube fehlt, dass jemand jetzt geheilt werden kann.
Segen!
Dirk.
Januar 12, 2009 um 3:29
Nun ja. Gott will uns sicherlich heilen.
Aber zunächst einmal will Er uns in den Himmel bringen. Das ist wichtiger als körperliche Heilung (da kann es tatsächlich zu einem “entweder oder” kommen und nicht nur ein “sowohl als auch”).
Oder warum hat er Paulus nicht geheilt? Und dieser hatte sogar mehrfach darum gebeten…
Ich bleibe dabei: es ist geistlich gesehen nicht immer schlecht, wenn man leiden muss. Es gibt tatsächlich auch einen Sinn im Leiden.
Paulus sagt z.B. in Kol 1,24 (EÜ):
D.h. NICHT, dass das Leiden Christi für unsere Rettung nicht ausreichend gewesen wäre, sondern, dass es ein Privileg ist mit Jesus zusammen zu leiden.
Ich weiß, dass meine Gedanken und Überzeugen gegen die Meinungen Vieler in der charismatischen Bewegung gehen. Aber ich halte mich in diesem Punkt lieber an die Kirchenväter und den traditionellen Glauben der Kirche.
Januar 12, 2009 um 3:42
@Stefan:
Völlig konform hinsichtlich der Gemeinschaft mit Papa im Himmel!
Es geht Gott zuerst darum, dass wir Ihn kennen und besser kennenlernen. Das färbt ab. Und es ist einfach gut.
Warum Paulus nicht geheilt wurde?
Vielleicht, weil er nicht krank war!
Der Stachel im Fleisch ist eine Angelegenheit, die wir nicht klären können.
Vielleicht war es Krankheit. Vielleicht auch nicht.
Wir wissen es nicht. Daher würde ich diese Stelle nicht zum Thema als Beleg heranziehen.
Und das Zitat aus Kol1,24 bezieht sich hinsichtlich des historischen Kontexts wohl eher um das Leiden um Jesu willen (Paulus war in Gefangenschaft). Der Bezug zu einer Krankheit fehlt auch hier.
Segen & danke für Dein Mitdenken!
Dirk.
Januar 12, 2009 um 3:58
@Dirk:
Du schreibst ja mittlerweile schon wie Bento…
Was auch immer der “Stachel im Fleisch” war, es war für Paulus etwas unangenehmes. Und es war ein Gebet, das von Gott MIT ABSICHT NICHT erhört wurde.
Wir Christen können NIEMALS in EIGENER Autorität Heilungen bewirken. Die Gabe der Heilung wird von Gott an DIE Menschen verliehen, die Er dafür geeignet hält. Und ein “Heilungsbefehl” darf m.E. nur “im Namen Jesu”, also in der von Jesus verliehenen Autorität, ausgeübt werden (und NICHT in der EIGENEN). Und erst dann “funktioniert” es auch.
So verstehe ich das zumindest…
Januar 12, 2009 um 4:05
Hallo nochmal,
ich bezweifle nicht, dass Gott heilen kann, auch nicht das er heilen will. Ich bezweifle aber sehr wohl, dass es an uns Menschen liegen muss oder an den Umständen, wenn wir nicht geheilt werden. Wahrscheinlich liegt es häufig an uns, aber ich glaube ebenso, dass es an Gottes Willen liegen kann.
Ich würde sagen, dass die Unbekannten Gründe gerade die sind, die in Gott gegründet sind.
Das Gott für einen Menschen keine Heilung will, sondern einen anderen Weg vorgesehen hat, darin liegt für mich auch kein Grund an Gottes Liebe und Segenswillen zu zweifeln.
Ich glaube, dass wenn wir die Gründe für eine “Nichtheilung” nur in den Menschen suchen, öffnen wir den geistlichen Mißbrauch die Türe. So können wir Menschen unter Druck setzen, den sie nicht haben brauchen.
Ich würde auch so sehen, dass Paulus Stachel nicht unbedingt eine Krankheit sein muss, aber wir sollten die Möglichkeit nicht so leicht links liegen lassen.
Bei Timotheus lesen wir auch von Krankheit aber nicht von Heilung.
Ist jetzt nicht wirklich eine gute Beweislage, aber die Hinweise sind da.
Januar 12, 2009 um 4:22
Paulus: doch, Gott hat gehört und erhört: die Antwort und Lösung war GNADE geben und nehmen.
Vor einigen Monaten hatte ich auch eine sehr prekäre Situation…. Gott sagte genau diesen Gnadensatz zu mir, – und sofort kam Ruhe in die Angelegenheit.
Januar 12, 2009 um 4:35
Also, wenn die “charismatische Bewegung” Recht hätte, nämlich, dass Gott nicht nur möchte, dass jeder Christ von ALLEN körperlichen und psychischen Krankheiten geheilt wird und (manchen oder allen?) Christen die Gabe der Heilung schenkt, so dass sie ALLE Christen heilen (durch Gottes Kraft), dann wären (zumindest am Anfang) so ziemlich alle Gemeindemitglieder in den ersten christlichen Gemeinden gesund gewesen, oder?
Wie Alex bereits richtig bemerkte: Warum schreibt Paulus seinem Mitarbeiter Timotheus in einem Brief folgendes (1. Tim 5,23 )?
Es wäre doch bei Weitem einfacher gewesen, den Krankheiten, die Timotheus ergriffen hatten zu befehlen, dass sie “im Namen Christi” weichen sollen?
Oder hatte Paulus hierzu zu wenig Glauben?
Oder Timotheus?
Ich denke man sollte mal kritischer hinterfragen, was die charismatische Bewegung bzgl. Heilung lehrt und warum es diese Lehre (m.W.) erst seit dem 20Jh gibt…
Januar 12, 2009 um 5:33
@ Alex
ich finde es sehr gut, wie du an das Thema herangehst und es hat auch bei mir seeehr lange gedauert, bis es zum Durchbruch in dieser Sache kam und das ist noch gar nicht so lange her..
Einen sehr schönen Vergleich zwischen dem Willen Gottes und der “Realität” haben wir in folgender Tatsache:
Gott will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und Christus ihren Erlöser annehmen. – tja und nu, warum IST es nicht so, wie es Gottes Wille ist?
Hat er für manche villt. doch einen anderen Plan?
Hier fällt es eigentl. gar nicht schwer, die eigene Verantwortung des Menschen zu erkennen, wie an manch anderer Stelle, doch es gilt immer:
“..werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Denkens, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist: Das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene!” Röm12,2
think about.
@ Stef
“du schreibst ja schon wie Bento”
..schonmal was von Einheit im Geist gehört?…
“Aber zunächst einmal will Er uns in den Himmel bringen.”
jo genau! und der “Himmel” ist Gottes ewiges Reich – oder?
wann also wird es beginnen? ..oder IST es bereits MITTEN UNTER UNS und SIND wir bereits von der Finsternis in das Reich seines Sohnes versetzt und beurteilen nur den Leib des Herrn nicht so ganz korrekt?
Sag mal im Ernst, würdest du nur EINE SEKUNDE in Erwägung ziehen, deine Söhne durch eine Krankheit zu “erziehen”, wenn du die Macht darüber hättest? Oder würdest du nicht vielmehr JEDE Krankheit auf dich nehmen, ehe sie deine Kinder trifft?…
Die “Leiden Christi” haben übrigens ALLE ihre Wurzel im Unglauben!
..sie bezweifeln, klagen an, steinigen, verfolgen und töten lieber, als dass sie sich zu ihm wenden und er sie heilen KANN…
btw – was soll eigentl. immer diese Charismatiker contra Tradition-Schiene? wem hilft das?
Segen
Januar 12, 2009 um 6:35
@Bento:
Charakter entwickelt sich nicht durch ein softes, sondern durch ein hartes Leben. Das ist wie im Training. Ich selbst habe natürlich auch lieber ein einfaches Leben und ich wünsche es mir auch für meine Kinder. Aber zur Erziehung gehört eben auch mal, dass man seine Kinder alleine durch eine schwierige Sache gehen lässt, damit sie wachsen. Und man kann tatsächlich auch im Leiden wachsen. Niemand leidet gerne, das ist klar. Auch ich nicht. Aber es gibt Dinge im Leben, die man nur so lernen kann und die man vielleicht später (für sich oder andere) unbedingt braucht um geistlich weiter zu kommen (vgl. die Story von Josef und seinen Brüdern).
Nun ja, da habe ich wie gesagt eine andere Meinung.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass die charismatische Bewegung noch nicht so alt ist und tlw. anderes lehrt als bislang “traditionell” gelehrt wurde. Und ich nehme mir das Recht heraus darauf hinzuweisen. Dann kann ja jeder selbst entscheiden, was er für richtig hält. In diesem Punkt bleibe ich “unversöhnlich”, da ich diese “Jesus heilt alle, wenn wir nur richtig glauben”-Theologie für falsch (im Sinne von nicht wahr) halte.
Januar 12, 2009 um 6:50
…aah, jetzt weis ich warum ich so nen schlechten Charakter habe
aber nat. wird Gottes Kinder alles zum Guten dienen, bis sie hingelangen zur vollen Erkentnis der Fülle…
..damit hast du allerdings die Frage nach Gottes Willen bzgl. Krankheit geschickt umschippert.
imho geht es doch gar nicht darum, welche “Theologie” wir für falsch oder richtig halten, sondern um das Wort Gottes und unseren Glauben daran.
Nichtmal Jesus KONNTE in Nazareth etwas tun, wegen ihrers Unglaubens!
Januar 12, 2009 um 6:51
@Bento: So wahr die Aussagen über die den Rettungswillen Gottes sind, so eindeutig ist ja auch der Schrift-Befund in der Bibel zu diesem Thema.
Doch ich glaube nicht, dass wir Gottes Willen zur Rettung aller Menschen gleichsetzten können mit dem Willen Gottes, dass alle Menschen immer Gesund sind. Denn dazu ist der Schrift-Befund deutlich weniger eindeutig.
Ich würde Stephan eindeutig zustimmen: Der Charakter sowie Christsein entwickelt sich am Stärksten durch Krisen und Gott gebraucht Krisen um uns zu formen. Zu glauben, alles läuft immer glatt und super und wenn nicht bete ich alle Probleme weg ist m. E. ein sehr westlicher Gedanke.
Zum Thema “Leiden Christi”: Hier müsten wir glaube ich mal definieren, was wir darunter verstehen. Denn ich würde sagen, dass Leiden seine Wurzel im Glauben hat, und nicht im Unglauben. Weil ich an Gott glaube, weil mein Leben unter der Herrschaft des Allmächtigen steht, erleide ich Verfolgung, Anfechtung und Anfeindung.
Aber wie gesagt, da müssten wir erstmal eine Wort-Definition machen!
Januar 12, 2009 um 7:14
@ Alex
wenn Gottes Willen das Gute + Vollkommene ist, wie kann dann Krankheit dazu gehören?
Für mich steht fest: Krankheit = schlecht / Gesundheit = guuuut!
Daher gibt es nicht EIN Beispiel, wo Jesus sagt: Nee du, für dich ist das nix mit gesund werden…
…und er heilte alle Kranken.
ja – wir erleiden die Leiden Christi, sobald wir im Glauben sind, aber deren Ursache ist Unglaube – oder?
Januar 13, 2009 um 1:15
“Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.” Apg.10,38
Januar 13, 2009 um 10:29
Hi Ihr!
Noch einmal dazwischengeworfen:
- Gott lässt Leid und Krankheit zu!
Z.B.:
Paulus weist die korinthischen Christen darauf hin, dass es unter ihnen viele Kranke und Schwache und sogar Entschlafene gibt!
Das sind kranke und leidende Christen!
Aber warum leiden sie?
Weil sie den Leib des Herrn nicht achteten!
Wollte Gott sie in der Krankheit lassen?
Nein. Durch Paulus lässt Er der Gemeinde schreiben, DAMIT sie wieder heil werden!
Kurzum:
Gott will als Letztes die Heilung.
- Gott kann widrige Umstände nutzen, damit wir (wieder) auf die Spur Gottes kommen.
Ich bin überzeugt, dass Gott gerne auf diese leidigen Umstände verzichten würde – wenn wir denn gehorsam wären.
Da wir aber so leicht von Ihm wegdriften, lässt Er auch Leid zu, damit wir zurückfinden können.
Heißt das, dass Gott das Leid will?
Ja und Nein.
Ja, weil Er es zum Guten verwenden kann.
Nein, weil Sein letzter Wille eben nicht das Leid ist, sondern das Heil.
- Die Heilung liegt nicht immer am Glauben des Einzelnen.
Gott kann auch Tote auferwecken, die m.E. nicht im herkömmlichen Sinne glauben. Daher bitte nicht missverstehen: Es geht hier nicht um die “Du-musst-nur-genügend-glauben-Theologie”!
Wie schon erwähnt: Es kann zig Gründe geben, weshalb jemand nicht geheilt wird.
- Zwei Rückfragen an die eher kritisch Gesonnenen:
a) Wo in der Bibel steht, dass Krankheit und Leid der Wille Gottes sind?
b) Und wenn es diese Stellen geben sollte: In welchem Verhältnis stehen sie zu den Stellen, in denen vom Heilungswillen Gottes die Rede ist?
Ich halte diese Fragen für sehr grundlegend.
Denn es geht hier nicht darum, ob jemand “Charismatiker” ist oder nicht.
Es geht darum, den Willen Gottes anhand der Bibel zu entdecken.
Segen & Heilung!
Dirk.
Januar 13, 2009 um 10:47
@Dirk:
Wir sind uns erstmal sicher einig, dass wir alle glauben, dass Gott (grundsätzlich) möchte, dass wir alle gesund sind bzw. werden(körperlich, psychisch und geistlich). Das ist in Seiner Liebe (zu uns) begründet.
Die Frage war ja nur, ob Gott deshalb ALLE Menschen in DIESEM Leben gesund machen will und WIRD UND, ob eine “verhinderte” Heilung NUR am mangelnden Glauben der Betroffenen liegen kann.
Ich glaube auch, dass Gott aufgrund Gebet heilt. Vor allem wenn der Fürbitter einen großen Glauben hat und rechtschaffen ist.
Aber es gibt nun mal KEINEN Automatismus, da Gott souverän entscheidet, wen Er wann (wie) heilen wird. Er lässt sich da sicherlich auch von uns “reinreden”, aber die Entscheidung und die Heilungskraft liegt bei Ihm.
Zu Deinen Fragen:
Dass Gott Leid zulässt und auch (zum Guten wie auch zur Strafe) gebraucht, ist denke ich aus dem Gesamtzeugnis der Bibel klar.
Gott hat z.B. die Leiden Hiobs zugelassen (und das, obwohl Hiob sehr gläubig, rechtschaffen und sogar unschuldig war!). Und natürlich hatte Hiob um Heilung gebetet, wurde aber erst sehr viel später “erhört”.
Nächstes Beispiel ist David, den Gott selbst nach seiner Umkehr (Ehebruch mit Bathseba) mit dem Tod seines Kindes bestraft!
Zuletzt wurde der böse Pharao von Gott durch Leid bestraft.
Ich persönlich fände es auch viel schöner, wenn man jede Krankheit und jedes Leid durch ein Gebet o.ä. loswerden könnte.
Die Lehre, die viele (nicht alle) Charismatiker vertreten, dass Gott jeden Menschen heilen will und wird, wenn nur genügend Glauben da ist, ist nach dem Zeugnis der Bibel (und der Lehre der Kirche) UND der praktischen Realität einfach falsch und kann zudem zu geistlichem Missbrauch führen (d.h. kranke Menschen werden gedemütigt, indem man ihnen ungenügenden Glauben vorwirft; vgl. Hiob und seine Freunde)!
Verstehst Du was ich meine?
Januar 13, 2009 um 11:12
Würde mich im großen Stefan anschließen, nur noch ein paar Dinge ergänzen:
1. Jesus geht nicht davon aus, dass seine Jünger ein Leben der Glückseligkeit führen werden, losgelöst von allem Schweren. Das wird für mich im Hohepriesterlichen Gebet deutlich, dass den Schluss hat: Bei allem Schweren und aller Anfechtung durch die Welt, bewahre sie davor den Glauben und die Einheit zu verlieren.
Das prophezeit er auch Petrus, dass sein Tod nicht ein sanftes Entschlafen sein wird.
2. In den verschiedenen Paulus-Briefen wird an vielen Stellen deutlich, dass es für Paulus zum Christenleben dazugehört Anfeindung, Verfolgung und Schweres ertragen zu müssen.
3. Die Offenbarung des Johannes ist ein Brief, der Christen in der Verfolgung ermutigen soll durchzuhalten. Diesen Punkt, den auch Stefan eben erwähnte halte ich für ganz wichtig. Nicht alles Leid wird uns auf dieser Welt abgenommen, sondern unsere Hoffnung liegt auf vollendeten, zukünftigen Reich Gottes, dass mit der Wiederkunft Jesus vollendet sein wird, also entgültig aufgerichtet wird. Johannes richtet den Blick der Verfolgten Christen auf das, was sie im Jenseits erwartet, wenn sie im Diesseits durchhalten.
Da wir glauben und wissen, dass mit Christus das Reich Gottes schon jetzt angebrochen hat und sich ausbreitet, erleben wir auch heute schon Heilung und andere Gebetserhörung, und (vor allem) erleben wir, dass Menschen von Schuld und Gericht gerettet werden (in Asien, Afrika und Südamerika sicherlich in einer anderen Dimension als in den Westlichen Ländern).
Die Versprechen für ein Leben ohne Krankheit und anderer Dransal (geiles Wort
) ist uns nicht für diese Welt gegeben, sondern für das kommende Reich.
Januar 13, 2009 um 11:13
Mit dem geilen Wort meinte ich natürlich “Drangsal”!
Januar 13, 2009 um 11:34
@Alex:
Danke für die gute Ergänzung und den Hinweisen zum Thema aus dem NT!
Ich hatte ja oben nur Beispiele aus dem AT zitiert. Und da wäre sicherlich gleich der Einwand gekommen, dass das im NT mit dem Kommen Jesu ja nun ganz anders sei (was natürlich nicht ganz stimmt, da Gott der Gleiche bleibt und sich beim Übergang vom AT zum NT NICHT ändert; das NT ist ja die Erfüllung der Vorausbilder des ATs und nicht einfach nur eine Ablösung desselben).
Du hast übrigens m.E. ein ziemlich gutes Verständnis der Schrift, was mich sehr freut (nicht nur, weil Du “meine” Meinung teilst
).
Es geht ja auch nicht darum WER Recht hat, sondern, dass wir GEMEINSAM zu einem immer besseren Verständnis von Gottes Heilsplan kommen und nicht (unnötig) auf Abwegen geraten.
Januar 13, 2009 um 11:46
Hallo Alex
aber nat. gibt es “Drangsal” und die entsteht sogar durch die Nachfolge (s.o.) doch mir scheint. du wirfst da etwas Durcheinander:
Es geht nicht um ein lustig lockeres Leben (zumindest nicht was die äusseren Umstände betrifft – der innere Frieden und die Freude sind uns dennoch gewiss!), aber das sollte man überhaupt nicht mit dem Thema Krankheit durcheinander bringen, die nach dem gesamten zeugnis der Bibel eine Folge der Sünde ist.
hi Stefan,
deine Beispiele sind ja ok, aber sie entstammen dem Alten Bund.
Seit Christus – oder besser in Christus – sind die Sünden weggetan.
Ich finde deine Aussage sehr gut, dass Heilung in der Liebe Gottes begründet ist und in seiner Kraft! Da ist wieder die Prallele zur Errettung gegeben – aber natürl. ohne jeden “Automatismus”, sondern in Einheit mit dem Glauben der Menschen an seine unerschöpfl. Liebe und alles überwindende Kraft – an Christus!
Die Frage bleibt bestehen: Will Gott Krankheit? oder will er unser Wohlergehen – und damit bei Krankheit die Heilung?
Ich denke man darf das ohne jede Übertreibung grundsätzlich mit “JA er will! beantworten (sogar im alten Bund – Hiob ist ein Sonderfall, wurde ja aber völlig wiederhergestellt!) denn Krankheit ist Teil der gefallenen Schöpfung und die WAR NIE Gottes Wille. Von DIESER Position heraus sollten wir über dieses Thema nachdenken.
Segen
Januar 13, 2009 um 11:48
Hallo Alex
aber nat. gibt es “Drangsal” und die entsteht sogar durch die Nachfolge (s.o.) doch mir scheint. du wirfst da etwas Durcheinander:
Es geht nicht um ein lustig lockeres Leben (zumindest nicht was die äusseren Umstände betrifft – der innere Frieden und die Freude sind uns dennoch gewiss!), aber das sollte man überhaupt nicht mit dem Thema Krankheit durcheinander bringen, die nach dem gesamten Zeugnis der Bibel eine Folge der Sünde ist.
hi Stefan,
deine Beispiele sind ja ok, aber sie entstammen dem Alten Bund.
Seit Christus – oder besser in Christus – sind die Sünden weggetan.
Ich finde deine Aussage sehr gut, dass Heilung in der Liebe Gottes begründet ist und in seiner Kraft! Da ist wieder die Prallele zur Errettung gegeben – aber natürl. ohne jeden “Automatismus”, sondern in Einheit mit dem Glauben der Menschen an seine unerschöpfl. Liebe und alles überwindende Kraft – an Christus!
Die Frage bleibt bestehen: Will Gott Krankheit? oder will er unser Wohlergehen – und damit bei Krankheit die Heilung?
Ich denke man darf das ohne jede Übertreibung grundsätzlich mit “JA er will! beantworten (sogar im alten Bund – Hiob ist ein Sonderfall, wurde ja aber völlig wiederhergestellt!) denn Krankheit ist Teil der gefallenen Schöpfung und die WAR NIE Gottes Wille. Von DIESER Position heraus sollten wir über dieses Thema nachdenken.
Segen
Januar 13, 2009 um 11:53
upps – so toll ist der Beitrag auch nicht, dass er gleich zweimal erscheinen muss
Januar 13, 2009 um 12:00
AT:
“Und ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, dienen: So wird er dein Brot und dein Wasser segenen und ich werde Krankheit aus deiner Mitte entfernen.” 2.Mos.23,25
“Und der Herr wird JEDE Krankheit von dir abwenden und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen..” 5.Mos.7,15
“..aber auch in seiner Krankheit suchte er nicht den Herrn, sondern die Ärzte.” 2.Chr.16,12
Januar 13, 2009 um 12:10
btw – warum sagt eigentl. keiner was zu der genannten Stelle in Apg.10, wo deutlich gesagt wird, dass Satan der Verursacher ist und nicht Gott?
in Aller Bescheidenheit möchte ich auch auf meinen Artikel zu dieser Bibelstelle hinweisen, den ich heute nacht verfasst habe – es raubt mir echt den Schlaf, wenn Geschwister so ein Gottesbild haben…
doch natürlich gilt auch hier:
Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche
http://bento-bernd.blogspot.com/2009/01/satan-verkleidet-sich.html
Segen
Januar 13, 2009 um 12:22
@Bento:
Ich glaube, dass wir da teilweise ein wenig aneinander vorbeireden…
Wie oben bereits gesagt steht es doch außer Frage, dass Gott uns gesund machen will, dass Krankheit (an sich) durch den Sündenfall in die Welt gekommen ist (also am Anfang im Paradies noch nicht da war), dass Jesus alle Kranken geheilt hat etc. pp.
Da sind wir uns doch einig, oder?
Die Frage um die es (zumindest zuletzt) ging war, wie das HEUTE denn jetzt ist, wo Jesus nicht mehr leibhaftig unter uns ist.
Sind seine Nachfolger dazu (von Gott) befugt ALLE Menschen zu heilen, wenn sie nur Glauben haben?
Ist Unglaube der einzige Grund, der eine Heilung HEUTE verhindern kann?
Es gibt eben verschiedene Gründe, warum ein Mensch krank ist (z.B. natürliche wie bei einer Erkältung oder Sünde oder weil Satan dahinter steckt etc. pp). Wir wissen die Gründe dahinter i.d.R. nicht. Wir können oft nur Vermutungen anstellen.
Ich würde auf jeden Fall NICHT behaupten wollen, dass wenn jemand krank ist und auch aufgrund der Gebete von Christen nicht gesund wird, dass der Kranke damit automatisch selbst schuld an der ausbleibenden Heilung ist (wegen mangelndem Glauben, wegen Sünde etc.).
Oder wie siehst Du das, Bento?
Januar 13, 2009 um 12:35
nein Stefan, natürlich bin ich weeeiiit davon entfernt, jmd. zu sagen “tja, selber Schuld…” aber wenn wir im Geist wandeln und nicht auf das Fleisch schauen, dann werden die Fragen nach den Ursachen usw. unbedeutend, denn Gott erweist einfach seine Herrlichkeit (Joh.9,3)
Ok – Christus ist nichtmehr sichtbar als Person hier, aber “leibhaftig” ist er doch in seinem Leib genauso hier! Ja in jedem einzelnen Christen, der sich klar ist “nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus LEBT IN MIR”, wird der gleiche Christus genauso wirksam sein können, wie er das als Person Jesus war.
Das ist für mich die frohe Botschaft und für die Welt ein Zeugnis, aber für uns ist es insofern “zweitrangig”, da wir wissen und uns darüber freuen, dass “unsere Namen im Himmel aufgeschrieben sind”.
Segen
Januar 13, 2009 um 12:41
Ähem, es ist m.E. durchaus ein Unterschied, ob Jesus selbst in Person hier ist (Gott persönlich!) oder ob ein Christ hier ist (ein Mensch!), der zwar Gottes Geist hat, aber dennoch nicht alles weiß und nicht alles kann wie Jesus. Das sind eben doch zwei verschiedene Personen, auch wenn sie teilweise den gleichen Auftrag haben. Jesus kam in die Welt, um uns zu erlösen und durch seine Wunder, seine Göttlichkeit zu bestätigen. Dieser Aspekt trifft auf uns sicherlich nicht zu.
Ginge es nur darum, dass Jesus gekommen wäre, um alle Menschen zu heilen, dann hätte er seinen Auftrag nicht vollständig erfüllt, da er nur die Menschen heilte, die um in herum waren und nicht alle Menschen auf der ganzen Welt.
Im Übrigen lebt Christus nur insoweit in uns wie wir seinen Willen tun. Auch da gibt es keinen Automatismus (was nicht heißen soll, dass wir bei jeder kleinen Sünde gleich den Hl. Geist verlieren…)
Januar 13, 2009 um 12:43
Würde mich mal wieder anschließen wollen, mir geht es hier nicht darum ob Gott heilt, heilen will, heilen kann. Krankheit ist auch kein Zustand, der im Paradies war und im kommenden Paradies sein wird. Aber wir leben zwischen diesen Zeiten, und somit gehört Krankheit zu unserem Dasein dazu, genauso wie andere “Drangsal” dazugehört, wie Verfolgung, Leid, etc.
Gott will uns diese Schweren Dinge nehmen, macht das aber nicht immer. Und der Grund dafür liegt lange nicht immer im Menschen, sondern er kann auch in Gott liegen, weil Gott etwas anderes vor hat mit diesem Menschen. Auch ich möchte hier nur Gottes Souveränen Willen auch in dieser Hinsicht betonen, mehr gar nicht.
In Johannes 9 wird ja auch beschrieben, dass eine Krankheit nicht in der Sünde des Menschen oder anderer liegen muss, sondern Gott gebraucht sie um sich zu verherrlichen. Gott tut dies dann, in dem er Heilung schenkt.
Wenn ich bei diesem Thema mit Verfolgung, etc. argumentiere, dann deswegen, weil ich herausstellen will, das sie auch antigöttlich sind, aber trotzdem leiden die überweltigende Mehrheit der weltweiten Gemeinde Gottes daran. Und es kann sein, dass uns diese schweren Dinge nicht einfach so genommen werden, sondern dass wir sie ertragen müssen, und dafür später die Belohnung Gottes bekommen werden. Und dazu zähle ich auch Krankheit.
Mal eine andere Frage: Wer ist den der Richter über den Menschen, der nicht geheilt wird? Wer darf ihm sagen: Du glaubt nicht genug! Du hast noch Sünde im Leben! Irgendwas stimmt nicht bei dir! ?
@ Bento: Mach dir bitte keine Sorgen um mein Gottesbild? Das entwickelt sich mal schneller mal langsamer, ich hoffe ich bin und bleibe auf dem Weg. Ich möchte prüfen und Antworten finden, dich ich von der Bibel mit meinem heutigen Verständnis und Erkenntnis übereinbringen kann. Und deswegen habe ich da noch viele Fragen und bin manchmal noch sehr kritisch.
@ Stefan: Danke für die Rosen, find dich auch cool!
Januar 13, 2009 um 12:56
sorry Stefan, kann jetzt nicht auf alles eingehen – nur soviel:
Natürlich hat “Christus in uns” nix damit zu tun, dass WIR die Welt erlösen sollen, sondern es ist die Folge davon, dass Jesus uns erlöst HAT!
..und Christus ist nicht in uns, WENN oder WEIL wir seinen Willen tun, sondern wir können nur seinen Willen tun, WEIL er in uns ist!
sorry, kann mich erst wieder später hier melden…
Januar 13, 2009 um 1:05
Zu Apg 10: Sicherlich kann man hier einen Zusammenhang zwischen Krankheit und dem Teufel herstellen.
Doch in den Aussagen dieses Textes geht es nicht um unser Thema, sondern es geht darum, dass Heiden mit in das Heil hineingenommen werden und Petrus gibt hier ein kurze Zusammenfassung des Lebens und Wirkens Jesu. Er stellt seine Macht und Kraft heraus, macht aber nun wirklich keine Dogmatische Aussage über den Ursprung von Krankheit.
Man könnte m.M. nach sogar sagen, dass es hier gar nicht um Krankheit geht, sondern um Dämonische Belastungen, Besessenheit, etc.! Und Jesus war Sieger über die Dämonen und Teufel und über die Sünde!
Aber das ist jetzt nur mal ein erster Eindruck beim lesen des Textes.
Januar 13, 2009 um 6:16
Gott mutet uns Leid zu.
Denn ich halte dafür, dass die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Römer 8
Er mutet uns aber nichts zu, wodurch Er nicht selbst gegangen wäre.
Und Er kontrolliert das Leid in unserem Leben.
Wir können, wenn wir in die Schrift lesen nicht leugnen, dass Leid ein Bestandteil unseres Lebens ist.
Durch das Leid verherrlicht Sich der Vater.
Auch ist Er aktiv an Leiden beteiligt.
Er züchtigt uns (Hebräer 12).
Das Buch Hiob ist hier auch schon aufgekommen.
Die Geschichte Hiobs ist für uns aufgeschrieben worden, zu unserem Verständnis. So ruft Hiob selber aus:
O dass doch meine Worte aufgeschrieben würden! o dass sie in ein Buch gezeichnet würden, mit eisernem Griffel und Blei in den Felsen eingehauen auf ewig!
Es ist nicht AT-lich und damit nicht mehr gültig.
Es zeigt so deutlich den Weg an, den Gott geht.
Hier stehen Wahrheiten die immer Gültigkeit haben, bis zur Wiederherstellung aller Dinge.
Hiob und seine Freunde hatten keine Frage darüber, dass Gott das Leid in Hiobs Leben verursacht hat. Sie waren sich einig darin und Gott bestätigt Hiob am Ende, dass sein Denken richtig war.
Leid als Offenbarung von Gottes Herrlichkeit und Wesen.
Wie viele Zeugnisse gibt es, wo Menschen in ihren Behinderungen NULL Probleme haben und Gott dankbar sind für alles. Sie leben in einem Frieden mit Gott und sich, das für uns Nichtbehinderte nicht nachvollziehbar ist.
Man spürt diesen Menschen ab, dass so wie es ist, es gut und recht ist.
So verherrlicht Gott Sich in diesem “Leid”. Und da wage ich mich auch nicht dieser Menschen Glauben anzutasten oder zu hinterfragen.
Ich glaube, dass es vor Gott so gut ist. Es ist nicht vollkommen oder perfekt, aber es hat seinen Platz in einer gefallenen Schöpfung.
Auch wenn Christen bei einem Autounfall umkommen…
Hat der Leib Jesu da etwa versagt?
Oder waren sie Gott etwa ungehorsam, als sie in das Auto gestiegen sind?
Sollten sie etwa zum Leben wiedererweckt werden und keiner stand zur Verfügung?
Es gibt diese Möglichkeiten, ja… Aber es gibt auch die Möglichkeit, dass Gott etwas Besonderes damit im Sinn hat.
Es gibt Heilungsprediger, die an Krankheiten gestorben sind.
Habe jetzt die Namen nicht auf dem Zettel, aber habe solche Zeugnisse auch schon gelesen.
Sie waren Gott hingegeben und Gott tat viele Wunder durch sie… aber sie selbst starben an Krankheit, oder ein Familienmitglied…
Gott geht Wege, die wir nicht ergründen können.
Aber wir haben dennoch die Gewissheit, dass uns mit Christus das Heil gehört.
Ich denke, dass wir alle mal verstummen werden, wenn wir Gott selbst sehen.
Er hat so vieles im Überblick, was uns verschlossen ist.
Januar 13, 2009 um 6:30
@talitakum: Danke!!! Sehr coole Gedanken.
Januar 13, 2009 um 8:09
Alex, jetzt noch ein paar Bemerkungen zu deinen Statements:
Also was du zu Apg.10,38 sagst, da musste ich echt schmunzeln…
da steht doch “heilen”, soweit ich weis, werden Dämonen “ausgetrieben” …
aber ok – es ist so oder so spitzfindich und nur ein Versuch gigantisches in verdauliche Stücke zu bekommen…
“Mal eine andere Frage: Wer ist den der Richter über den Menschen, der nicht geheilt wird? Wer darf ihm sagen: Du glaubt nicht genug! Du hast noch Sünde im Leben! Irgendwas stimmt nicht bei dir!?”
Niemand darf so reden, wenn es doch geschieht ist es falsch und nicht jesusmässig!
Es geht nicht darum zu verurteilen, sondern zu erbauen und ermuntern: Glaube! deine Sünde ist abgetan! in Christus bist du angenommen! Gott will dein Bestes!
Stefan,
“Ähem, es ist m.E. durchaus ein Unterschied, ob Jesus selbst in Person hier ist (Gott persönlich!) oder ob ein Christ hier ist (ein Mensch!), der zwar Gottes Geist hat, aber dennoch nicht alles weiß und nicht alles kann wie Jesus”.
hmm – also das einmalige Erlösungswerk steht hier nicht zur Diskussion, aber Jesus ist auch unser Vorbild und tat doch auch nur, was er den Vater tun sah, er war in dieser Hinsicht auch ganz Mensch, allerdings vom Geist Gottes erfüllt, der in ihm wirkte (siehe wieder Apg.10,38 uva.) und so wirkten dann ja auch die Apostel und Stephanus, Phillipus, Hananias, Apollos usw – es gibt ja nur den einen Geist!
Mir ist schon klar, dass es ein rotes Tuch ist, wenn man sich mit Christus vergleicht, aber mir wird immer mehr deutlich, was es heißt “…dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet / Erstgeborener unter vielen Brüdern!” Röm.8,29 – wir sind ja jetzt schon eine neue Schöpfung!
Nur leider lehrt uns die Religion hier anderes und verweist auf die Zukunft…autsch
“Ginge es nur darum, dass Jesus gekommen wäre, um alle Menschen zu heilen, dann hätte er seinen Auftrag nicht vollständig erfüllt, da er nur die Menschen heilte, die um in herum waren und nicht alle Menschen auf der ganzen Welt.”
Hierzu fällt mir echt nur Joh.14,12 ein:
“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.”
Da es undenkbar ist, qualitativ “größere Werke” als Jesus zu tun, kann hier wohl nur die Quantität bzw. der Umfang gemeint sein im Sinne des weltweiten Auftrags an seine Nachfolger.
soviel mal dazu,
Segen
Januar 13, 2009 um 9:15
Hi Talita
klar hat uns Hiob etwas wichtiges zu sagen:
Höre nicht darauf, was irgendwer für gutgemeinten Rat gibt, sondern vertraue auf Gott.
So wurde er dann auch geheilt und völlig wiederhergestellt.
Allerdings gibt es schon einen wichtigen Unterschied:
Die Freunde konnten nicht im Auftrag Jesu und i.d.Kraft des Geistes zu ihm kommen, ihm die Hände auflegen und im Namen Jesu beten!
Der Satan war noch nicht besiegt und hatte noch Zugang zu Gottes Thron. Nun ist er aus dem Himmel geworfen und kann “nur noch” in der Welt sein Unwesen treiben.
Die Dinge haben sich geändert, Satan hat keine Macht mehr, es sei denn, es wird ihm Raum gegeben, er kann sie bei einem Chriaten nichtmehr einfordern, weil die Grundlage (Sünde) getilgt ist und er kein Anrecht mehr hat!
Allerdings wird ihm auch unter Christen leider immer wieder Raum gegeben, indem Gottes Werk nicht richtig beurteilt wird und es dem Lügner gelingt, die Tatsachen und das klare Zeugnis der Schrift zu verdrehen…
Gott ist unverändert in seiner Liebe zu uns, aber Satan ist entmachtet und wir sind aus Wasser und Geist von neuem geboren und in Gottes Reich versetzt – Kinder Gottes, wow!
Segen
Januar 13, 2009 um 9:20
Ja, stimmt. Bezieht sich m.E. aber vor allem auf das Verbreiten des Evangeliums und auf die durch die gläubig gewordenen Menschen vergrößernde Kirche.
Da ist der Heilungsauftrag (für die Menschen mit der entsprechenden Gabe) sicherlich mit eingeschlossen. Nur ein geheilter Mensch ohne Glauben an Jesus hilft nur kurzfristig weiter. Deshalb die Betonung auf die Annahme des Evangeliums.
Januar 13, 2009 um 9:32
@bento
Ich denke drüber nach…
Und habe Jesus gebeten hier rein zu kommen und Sich uns zu offenbaren.
Ich sehe halt zwei Seiten.
Und es bleiben Fragen offen.
Tust Du mir einen Gefallen?
Schreibst Du nochmal zusammenfassend, was Du meinst, was Heilung aufhält?
Will darüber einfach weiter nachdenken..
Januar 13, 2009 um 10:29
Talita,
können wir nicht lieber darüber reden, DASS Gott heilt und alles in die Tonne drücken und vergessen, was es aufhält
ich schreib mal ne mail…
Januar 13, 2009 um 10:34
Stefan,
wie kommst du darauf?
Steht da was von verkünden oder von Werke tun?
naja, aber du hast ja recht, wir freuen uns (und der Himmel auch!), dass unsere Namen aufgeschrieben sind – dass Dämonen abhauen und Krankheiten geheilt werden ist echt nur so nebenbei ein schöner Effekt…
Januar 13, 2009 um 11:15
@bento
nee, schon gut.. lass mal. Ist nicht so wichtig.
Januar 14, 2009 um 12:15
@bento:
“Also was du zu Apg.10,38 sagst, da musste ich echt schmunzeln…
da steht doch “heilen”, soweit ich weis, werden Dämonen “ausgetrieben” ”
Schmunzeln kann ich da auch, denn in der Stelle steht nichts von Krankheit.
Und noch einmal: Diese Stelle für eine dogmatische Aussage über Krankheit zu nehmen ist exegetisch mehr als nur fragwürdig, denn dieser Text will nichts über Krankheit sagen, sondern er beschreibt Jesu Leben und Wirken im Kontext der Heidenmission.
Januar 14, 2009 um 9:38
Guten Morgen,
ich wollte hier mal für mich einen Abschluss-Kommentar schreiben.
Erst mal möchte ich mich für die gute Art der Diskussion bedanken, ich fand es konstruktiv und sachlich und es hat mir persönlich geholfen meine Meinung zu finden und zu schärfen, auch wenn ich nicht das Gefühl habe am Ende mit diesem Thema zu sein sondern am Anfang.
Ich glaube wir sind uns in den meisten Punkten einig. Wir glauben an einen Schöpfergott, der uns in der gesamten Schrift (AT+NT) als ein Gott beschrieben wird, der heilen kann, heilen will und das Heilen noch lange nicht aufgegeben hat, bis er in Christus wiederkommen wird. Dann wird Heilung überflüssig, weil es keine Krankheit, kein Leid und kein Unrecht mehr geben wird.
Der eigentliche Diskussionspunkt war meiner Meinung nach auch nicht die Frage nach dem Ursprung der Krankheit, sondern die Frage heilt Gott immer und jeden und liegt es an Menschen wenn er nicht heilt oder kann es auch in ihm selbst gegründet sein.
Dazu kann man wie ich finde unterschiedlicher Meinung sein.
Vor allem hoffe ich, dass wir Gottes Größe und Liebe noch häufig sehen werden in Heilungen und anderen Wundern.
Januar 14, 2009 um 10:07
@Alex:
Danke für Deine Beiträge!
Ich mag solche eher sachlich-freundlichen Diskussionen auch sehr, selbst, wenn wir nicht in jedem Detail einer Meinung sind.
Aber unsere Schnittmenge ist schon sehr groß!
Viel Segen für Dich!
Dirk.
Januar 14, 2009 um 11:28
Schönes Fazit, Alex!
Ich möchte jedoch noch einen Punkt hinzufügen, der mir bei der Diskussion klarer geworden ist und weswegen ich wohl manchmal ziemlich hartnäckig gewesen bin
:
Wir haben zwar tatsächlich eine Menge gleicher (Grund-)Überzeugungen (was toll ist), aber offenbar unterschiedliche Auffassungen was das (erste) Kommen Jesu und des Reich Gottes (im Einzelnen) bewirkt hat.
Natürlich kam die Erlösung für uns Menschen durch Jesus, aber noch nicht (gleich) das Paradies (=vollständige Erfüllung aller Verheißungen und Gefangennahme und nicht “nur” Besiegung des Teufels).
M.E. leben wir in einer Zwischenzeit zwischen dem ersten und zweiten Kommen Jesu. Das Reich Gottes ist angebrochen (und wurde durch machtvolle Zeichen/Taten/Heilungen eingeleitet), aber es wird sich erst mit dem zweiten Kommen Jesu vollständig erfüllen (=Wirklichkeit in allen Dingen).
D.h. nicht, dass es deshalb heute keine Heilungswunder mehr gibt, sondern dass eben noch nicht jeder und alles geheilt werden wird (selbst bei bestem Glauben und Herzen).
M.E. sind wir noch Pilger auf dieser Erde auf dem Weg in den Himmel. Und dieser Weg kann steinig sein. Aber die Hoffnung auf den Himmel sollte uns so manche Schwierigkeiten leichter machen.
Letztendlich habe ich jetzt genau das wiederholt, was Alex schon einmal geschrieben hatte. Ich wollte nur nochmal deutlich machen, dass es m.E. in dieser Diskussion nicht nur um die (vordergründige) Frage der Heilung ging, sondern auch um das grundlegende (theologische) Verständnis, was das Kommen des Reiches Gottes faktisch und praktisch bewirkt hat.
Januar 14, 2009 um 11:40
moin Alex
ja, finde auch, dass es ein guter Austausch war und ich bedanke mich auch bei dir.
Mir liegt noch aufm Herzen, dass ich hoffe mein “schmunzeln” kam bei dir nicht hochnäsig rüber, es liegt eben darin begründet, dass ich noch vor gut einem Jahr wohl genauso argumentiert hätte! Ja klar, da steht nix von Krankheit, aber vom vollmächtigen Wandel Jesu und er heilte und befreite nunmal wie wild – ich bin der Ansicht, wenn es hier nur um die Dämonen ginge, würde dort auch “befreien” stehen, denn das Wort Gottes ist scharf und sehr präzise!
Ich bin nun über 25 Jahre i.d.Nachfolge und habe die meiste Zeit davon bei aller Liebe und Hingabe doch meine Erkenntnisse über den Weg Gottes aus der Schrift durch meine theologische Prägung deffiniert, somit war mein Verstand (verstehen) mein Hauptzugang – doch das hat sich Gott sei Dank völlig geändert. Du schreibst, man könne verschiedene Meinungen haben und das ist richtig, doch die Wahrheit ist nunmal nicht von unserer Meinung her zu deffinieren und deshalb brauchen wir Offenbarungs-Erkenntnis – der Geist selber muss uns die Schrift auslegen und das Wesen Gottes offenbaren, nicht unser Verstand oder theologische Grundsätze – das ist ein riiieeesen Unterschied (Eph.1,17).
insofern hat Talita völlig recht wenn sie schreibt:
“Ich denke, dass wir alle mal verstummen werden, wenn wir Gott selbst sehen.”
..allerdings werden nur unsere Diskussionen verstummen, der Jubel und der Dank und die Anbetung werden dann noch tausendmal heftiger werden und dafür sollten wir jetzt schonmal üben!
Segen