Ehrlichkeit

ist wichtig – deshalb berichte ich ehrlich:
Dieser tumbe Zahn will mich wieder ärgern!

Ja – ich glaube, dass Gott heilen kann und will (s.a. der Befund im NT).
Aber ich muss ebenfalls bemerken:
Mein Körper samt tumber Zahn sind vergänglich (2.Kor.5,1 ff.).

Schon vor fast einem Jahr wurde in diesem wurzellosen Backenzahn ein feiner Riss festgestellt. Der eine Zahnarzt wollte ziehen. Der andere Zahnarzt wollte eine Brücke bauen.
Ich wollte beides nicht.

Eines Tages machte der Zahn tatsächlich Schwierigkeiten. Das Zahnfleisch wurde dick, es puckerte…
ich will nicht zum Zahnarzt!

Also: beten, Mundspülung, beten, Aspirin, beten…
Und siehe da:
Für die nächsten Monate bleibt der Zahn zwar sensibel – aber die Komplikationen tauchen nicht mehr auf.
Ich berichte hier und da von dieser Entwicklung – als Zeichen dafür, dass Gott Besserung schenken kann (von „Heilung“ würde ich hier nicht sprechen). Ja – für Monate habe ich Ruhe. Schön!

Und was geschieht am ersten Tag des neuen Jahres?
Der tumbe Zahn erinnert mich wieder an die Vergänglichkeit meines Körpers.
Die Versuchung, zum Zahnarzt zu gehen, wird intensiver.
Es sei denn, Gott möchte meinen Zahn vollständig heilen…

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9 Comments on “Ehrlichkeit”

  1. talitakum Says:

    Solche und ähnliche Ambivalenzen kenne ich…

    Es hat wohl mit der Erneuerung unserer Sinne zu tun.
    Wir wollen vertrauen – wir wollen Gott vertrauen…
    Aber viele andere Gedanken sind lauter, als das sanfte Säuseln in uns.
    Immer dieses „Was, wenn nicht?!“
    Und:
    „Ja, Gott, Du kannst die Zähne vollständig wiederherstellen, aber so ein Wunder braucht Glauben, und den habe ich nicht….“

    So schleppe ich nun schon einige Wehwehchen mit mir rum.
    Z.T. schon Jahre.. und drehe mich im Kreis.
    Ich stelle automatisch Argumente auf und versuche abzuwägen.
    Fragen über Fragen…

    Hmmmm…
    Wollen wir uns entscheiden, unser Vertrauen voll und ganz auf IHN zu setzen?

    Ein guter Bekannter hatte mal einen Bandscheibenvorfall.
    Er war zu dieser Zeit nicht krankenversichert. Und quälte sich tagelang rum. Alle sagten ihm, er solle zum arzt gehen, aber er rief Gott als seinen Heiler über sich aus. Er kämpfte einige Tage, und plötzlich war der Schmerz weg. Vollständig geheilt! Hallelujah!

    Wir dürfen schwach sein, da wo wir schwach sind.

    Die Kraft des Glaubens dringt durch. Mehr und mehr.
    Bis wir irgendwann dahin gekommen sind zu sagen: Ja! Ich weiß, dass Du es tun wirst!

    Naja, viel ausgesagt habe ich eigentlich nicht…
    Aber mich einfach zu Deinen Gedanken gesellt… :-)

  2. Bento Says:

    …wird Gott es tun, oder hat er es bereits getan? Das ist wohl die Frage..
    also A.Wommack predigt ohne Ende, dass es darum geht, die Heilung in Anspruch zu nehmen, die im Geist bereits Wiklichkeit ist (Opfer Jesu) und durch den Glauben in die sichtbare Existenz zu holen.

    Mir fällt grade ein, dass Jesus dankte, bevor die 2 Brote für 5000 Leute ausreichten und KEIN Bittgebet sprach… mhh – es wird wohl noch was dauern, bis wir alle der religiösen Soße entkommen sind… ;-)

    Interessante Stelle hatte ich zu dem Thema grade bei der VB-Übersetzung in 2.Chr.12:
    „..erkrankte Asa an seinen Füßen…aber auch in seiner Krankheit suchte er nicht Gott, sondern die Ärzte.“
    naja, der Typ war echt schräg drauf und hatte mit Gott nix am Hut…

  3. dikosss Says:

    @Bento:
    Echt herausfordernd!
    Immerhin war es heute so:
    Habe gebetet – ungefähr so:
    „Im Namen Jesu: Zahn werde heil – Entzündung verschwinde!“
    Fast parallel Aspirin genommen und eine Mundspülung benutzt.
    Wie geschrieben:
    Der Zahn ist oll und tumb.
    Aber die Entzündung ist jetzt fast wieder ganz weg.

    Segen!
    Dirk.

  4. talitakum Says:

    @bento

    joa, im Prinzip ja… stimmt, es ist bereits getan. Und so habe ich das auch mal gesehen. Damit wäre es alles ganz einfach und wir hätten eine Funktion, die per Knopfdruck aktiv wird.
    Aber so ist es nicht. Es braucht immer auch eine Offenbarung darüber, was Gott tut und tun will.
    Beispiel Paulus und der Dorn im Fleisch… vom Satan mit Fäusten geschlagen…
    Paulus 3x gebetet, Gottes Antwort = Lass dir an meiner Gnade genügen.
    Dorn für Gott uninteressant, aber Paulus reicher geworden..

    Die Frage ist nicht, kann oder will Gott etwas tun, sondern – ist es dran, dafür zu beten?
    Ist es dran?
    Gaaaaaaaanz wichtig!

    „Dagegen“, habe ich selbst auch Erfahrungen mit lästigem Herpes, massiven Rückenschmerzen und anderen Dingen gemacht, die von jetzt auf gleich verschwanden. Zack! Sache erledigt!
    Es gibt Dinge, die wie Festungen stehen. Und dahinter kann auch Gott sein, der die Festung nicht einreißt, weil Er damit Absichten hat.

    Jesu Bittgebet… Natürlich – dass Gott versorgen will.. und offenbar stand dem in diesem Moment nichts entgegen…
    Wenn der Herr mir für etwas den Glauben gibt, dann ist es in diesem Augenblick für mich schon gegenwärtig und ich danke schon dafür, obwohl ich es noch nicht gesehen habe. Einfach weil ich es schon im Geist SEHEN kann.

    Ich glaube, dass ich letztlich nicht Glauben produzieren muss, damit etwas geschieht, sondern den Glauben aktiv von Gott zugeführt bekomme. Das kann für eine Sache heute, morgen oder niemals sein, weil es nicht in Gottes Fahrplan steht.

    Oh man… nicht schon wieder… gggggggg

    Ich sag an dieser Stelle mal ein liebes „bye bye“

    winke winke

    :-D

  5. talitakum Says:

    PS.
    Nachwirkend merke ich, dass ich sogar zu meinem eigenen Beitrag einerseits ja, andererseits nein sagen muss.

    Möchte noch sagen, dass es natürlich vom Glauben abhängig ist.
    Und viele Dinge, die Gott für uns will und auch jetzt will, kommen nicht ins Sichtbare, weil wir (kursiv geschrieben) dem im Weg stehen.

    Die Momente, in denen ich bei mir oder bei anderen Heilung erlebt habe, da war jedenfalls immer einfach ein Glaube dafür da, über den ich mich hinterher selbst irgendwie gewundert habe.
    Heute verstehe ich, dass ich es mir nicht aussuchen kann.
    Mal ist ein erstaunlicher Glaube da und Dinge kommen ins Sichtbare, und in anderen Dingen ist der Glaube einfach nicht greifbar oder noch nicht da, oder was auch immer…

    Ich finde nur die Glaubensauffassung, dass alles getan ist und wir es uns nur holen müssen, nicht richtig.
    Da spricht wirklich viel dagegen…

  6. Bento Says:

    Hi Stella,

    jo – kann ich echt zustimmen was du schreibst, und es ist tatsächl. so, dass das alles (unsere Erkenntnisse) niemals ausreicht und es auch nicht fassbar machen kann, im Sinne von verfügbar!

    Allerdings muss ich sagen, dass mir die Erkenntnis des vollkommenen Heils seit Golgatha sehr gut einleuchtet, denn wenn wir unsere Rettung ergreifen (im Glauben annehmen), dann geschieht das ja auch nur Aufgrund des „es ist vollbracht“!

    Warum du aber bei Jesus an der Stelle von einem Bittgebet sprichst, leuchtet mir jetzt nicht ganz ein, es war für mich eigentl. eine kl. Sensation, als mir das gestern klarwurde, dass er ein Dankgebet sprach…
    (btw – das Vaterunser hat auch keine Bitten im eigentl. Sinn, sondern proklamiert alles Aufgrund der finalen Tatsache „..denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!“)

    hmm – die Frage „ist es dran?“ halte ich auch für wichtig, und wenn ich dich richtig verstehe „Gott kann und will“, dann siehst du ja auch diese Frage mehr in Bezug auf den Zeitpunkt beim Menschen – oder?

    Naja – ich denke wir sind – Gott sei Dank! – aus dem Alter raus, wo wir uns über Erkenntnisse streiten müssen, denn das findet ja nur im Vorhof statt und hält letztl. davon ab, in das Allerheiligste einzutreten ;-)

    Ja – dieses „mit Glauben abgefüllt werden“ kann ich wirkl. bestätigen und halte es für die klare Wirksamkeit des Geistes, der uns sagt: Es ist dran!

    Mir ist übrigens eben während der Arbeit aufgefallen, dass ich oben auch nicht grade sehr viel Weisheit bewiesen habe, wenn ich zu Dirks Zahnweh eine Bibelst. nenne, wo es um Krankheit geht… klasse finde ich aber, dass die Entzündung weggeht! Ich weis nicht, ob wir Wunder der Wiederherstellung brauchen, wo eine einfache Entsorgung vom Schrott auch effektiv wäre… :-D

  7. talitakum Says:

    ääääähmmm räuusper…

    da hab ich doch glatt Bitt-, statt Dankgebet geschrieben…
    Leuchtet mir ein, dass Dir das nicht einleuchtet… ggg
    Nee, ich hab mich echt verschrieben… sorry!

    >>und wenn ich dich richtig verstehe “Gott kann und will”, dann siehst du ja auch diese Frage mehr in Bezug auf den Zeitpunkt beim Menschen – oder?

    Ja, hauptsächlich sehe ich darin den Zeitpunkt.
    Manches wird uns gegeben, bzw. wir nehmen es uns sofort, andere Dinge sind vom Zeitpunkt abhängig, und manche Dinge bleiben so und werden immer auch ein Stückweit offen bzw. unbeantwortet oder ungeheilt bleiben..

    Und ja… schön, dass die Entzündung weggegangen ist… Preis dem Herrn!

    gg Entsorgung von Schrott… hihi… Läuft wohl darauf hinaus.
    Würde aber gern auch an die Wiederherstellung glauben… Morgens aufwachen und Zahn (hihi, nicht durch Gold ersetzt) komplett repariert…! Wär doch cool…


  8. [...] berichtet, hatte mein tumber Zahn wieder Probleme gemacht. Ja – ich sollte zum Zahnarzt… Aber durch Gebet und Mundspülung [...]


  9. [...] Heilung ist nun Standard – zumindest bei Andichrist. Mein tumber Zahn durfte hier schon ein wenig Öffentlichkeit genießen. Nun war auch ich bei der Zahnärztin. Gott [...]


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