Zwischen den Jahren-Gottesdienst

Ich finde es relevant, eine Gemeindegründung möglichst nüchtern zu sehen.
Dienlich dafür ist ein Gottesdienst „zwischen den Jahren“.
Am 24.12.2008 waren wir ca. 50 Menschen in der Baracke – heute waren wir 10. :-)

Nach fast 2 Jahren der öffentlichen Veranstaltungen im Kiez weiß ich:
Es ist müßig, solche Schwankungen zu erklären.
Die Erklärungen sind so individuell wie es die Menschen sind.

Mittlerweile bin ich auch nicht mehr so irritiert, wenn ich „nur“ ein paar Leutchen vor mir habe. Vor einem Jahr wäre ich wahrscheinlich noch sehr frustriert gewesen und hätte an dem Sinn der Gemeindegründung gezweifelt.

Jetzt erkenne ich, dass die Zahlen an sich zwar auch eine Aussagekraft haben können – aber dafür muss der gesamte Kontext gesehen werden.
Wir sind ein Kernteam von 10 Leuten, die Gemeinde leben wollen.
Die anderen sind Freunde, Bekannte, Sympathisanten …
Wir waren heute 10 Leute – sozusagen das Kernteam.
In der Zeit zwischen den Jahren ist vielen Menschen nach Entspannung zumute – und sei es, um den Weihnachtsbraten in Ruhe verdauen zu können.
Und: Wir sind in Sachen „Gemeindeleben“ definitiv am Anfang.
Wenn regelmäßig 50 Leute da wären – von „Heute auf Morgen“ – dann wäre das für mich eine Vorwehe einer Erweckung!

Das ist ein Unterschied zu einer Gemeinde, die 100 Gottesdienstteilnehmer hat und dann innerhalb von einem Jahr nur noch auf 60 kommt. Solche Zahlen sollten unbedingt ernst genommen werden.

Nein – so hilfreich das Zählen manchmal sein kann – Gott beurteilt uns anders. Sind wir unserer Berufung treu geblieben? Haben wir die Gemeinschaft mit Ihm gelebt? Haben wir in Liebe gedient? Haben wir dem Geist Gottes Raum gegeben?
Je mehr Menschen so leben, desto toller!
Ja, wir wollen andere damit anstecken.

Aber noch sind wir als Gemeinde im (rissigen) Kokon.
Noch suchen wir nach „der“ Aufgabe in Berlin-Staaken.
Deshalb will ich diese Zeit nutzen, damit wir ein gewisses Maß an Vorbereitung haben – und nebenbei immer wieder die Fühler ausstrecken und kleine Experimente wagen.

Konkret:
Im nächsten Jahr öfters im Stadtteilbeirat auftauchen und zuhören, was für Nöte existieren und wie wir helfen können.
„Experimente“ können sein: auf der Straße Fürbitte anbieten, immer mal wieder dem KiK-Cafe helfen oder gucken, ob wir dem Staakkato-Verein eine Hilfe sein können…
und alles eingebettet in das Gebet:
„Jesus, was soll der nächste Schritt sein?“

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3 Comments on “Zwischen den Jahren-Gottesdienst”

  1. rotegraefin Says:

    Einfach weitermachen und darauf Vertrauen, dass Jesus mitgeht.
    Einfach in jedem Menschen Jesus sehen und ihn so behandeln. Das ist schon sehr viel und oft nicht leicht.

  2. dikosss Says:

    Hi rotegraefin!

    Es ist wirklich erstaunlich:
    Wir – und ich auch – machen uns mitunter einen Kopf um das richtige Konzept, die richtige Methode…
    und vor Gott zählt letztlich „einfach“ die Gemeinschaft mit Ihm, dass wir treu den Weg mit Ihm gehen, auf Ihn hören…

    Das ist die wahre göttliche Dynamik!

    Segen für Dich!
    Dirk.

  3. talitakum Says:

    In mir kommt immer Freude auf, wenn ich von kleinen Gruppen von hingegebenen Herzen höre… echt!
    Bilder und Bibelstellen ziehen dann an mir vorbei…

    Gideons kleine Armee,
    David, der sein Heer nicht zählen sollte,
    und die Stelle:

    Fürchte dich nicht du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen euch das Reich zu geben. !!!

    AMEN!


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