Heilung, Gebet, Vollmacht
In Anbetracht meiner Predigtvorbereitung und beeinflusst durch manche andere Prediger aus der jüngsten Zeit, „wage“ ich mich wiederholt an das Thema „Heilung“ ran.
Verbunden sind damit die Themen „Gebet“ und „Unsere Vollmacht durch Jesus Christus“.
Folgende Beoachtungen sind beim Lesen des NT zu machen:
- Jesus heilte querbeet (watt für ein Wort!).
Er heilte Fromme, Er heilte Unfromme, Er heilte alle, Er heilte viele (u.a. Mt.4,23).
Manchmal lesen wir den Bericht einer einzelnen Heilung (der Mann am Teich Betesda*1), manchmal lesen wir, dass Jesus schlichtweg alle heilte.
Diese Heilungen entsprangen dem Auftrag Jesu – und ich würde spontan behaupten: sie entsprangen vor allem Seinem Wesen!
Dies schien dem Evangelisten Matthäus so offensichtlich, dass er den Vers aus Jesaja 53,4 nicht nur auf die Heilung unserer Gottesbeziehung bezog, sondern vielmehr auf die körperliche Heilung (s.a. bei windhauch – Matthäus 8,14-17).
- Jesus gab Seinen Nachfolgern den Auftrag, andere zu heilen.
Zuerst „experimentierte“ Er mit den 12′en (Mt.10,1).
Dann wurde der Auftrag auf die 72 Nachfolger ausgeweitet (Lk 10,9).
Mit Mk 16,15 ff. kann sogar behauptet werden, dass der Heilungsauftrag allen Nachfolgern Jesu gilt – egal, zu welcher Zeit, egal, an welchem Ort.
- Tatsächlich bestätigt Mk 16,20, dass zumindest den 11′en solche Heilungszeichen folgten.
- Auch durch Petrus wurden mitunter „alle“ geheilt (Apg 5,15 f.).
Auch der Apostel Paulus heilte viele (Apg 19,11).*2
- Dass der Apostel Paulus in der Kraft Gottes und durch Jesus Christus heilen konnte, nährt die Vermutung, dass Mk 16,15 ff. nicht nur den 11′en galt, sondern wirklich alle Nachfolger Jesu gemeint sind (schließlich war Paulus nicht unter den 11′en, sondern kam erst später hinzu).
- Paulus schreibt dann auch von der Gabe, Heilungen zu wirken (1.Kor 12,9.28). Bedeutet das, dass doch nicht allen Nachfolgern der Heilungsauftrag gilt? Gibt es nun nur noch Begabte und Nichtbegabte?
Vermutlich ist es wie mit der Gabe der Weissagung. Paulus empfiehlt allen, nach der Gabe der Weissagung zu streben. Und selbstverständlich soll unsere Rede weise sein – ermutigend, helfend, liebevoll, hoffnungsvoll. Dennoch gibt es einzelne Christen, die besonders weise sind. So auch mit der Gabe der Heilung: alle sollen und können durch Gottes Kraft und durch Jesus Christus heilen – aber manche haben eine Begabung dafür.
- Paulus geht ferner davon aus, dass es für Kranke empfehlenswert ist, zu den Ältesten zu gehen, um für sich beten zu lassen (Jak 5, 14 ff.). Er erwartet auch in diesem Fall Heilung und Besserung, wobei hinsichtlich Jak 5, 14 ff. der Kontext über die bloße Krankheit hinausgeht, da hier eventuell auch Sünde im Spiel ist, von der der Betroffene frei werden soll.
- Im Rahmen der Krankenheilungen scheint es sehr relevant zu sein, dass wir nicht lediglich einen Heilungsauftrag bekommen haben, sondern dass der Auftrag wesentlich umfassender ist (s.a. Mk 16, 15 ff.; Mt 28, 18 ff….): die Menschen sollen in die Gemeinschaft mit Gott kommen. Sie sollen im Glauben trainiert werden, um dann wieder andere in diese Gemeinschaft einzuladen. So gilt der Heilungsauftrag vor allem im Rahmen des „Hinausgehens“. Es geht somit nicht um ein Wellness-Christsein, das unter sich bleiben soll, sondern es geht um ein Abenteurer-Christsein, das in dieser Gesellschaft sein soll.
- Interessant ist es, was Jesus Seinen Nachfolgern sagt:
„Macht Kranke gesund…“ (Mk 10,8).
Er gab ihnen Macht, Kranke zu heilen (Lk 9,1)
Die 72 sollen die Kranken heilen (Lk 10,9)
Was wird deutlich?
Er hat tatsächlich Vollmacht übertragen.
Das bedeutet:
Es genügt, wenn die Jünger sagen: „Sei geheilt! Steh’ auf und geh’! Öffne die Augen und sehe!…“
Es genügt, wenn sie es tun, wie Jesus es tat: Durch das Wort und in der Kraft Gottes.
Es braucht kein Geschrei, keine magischen Formeln, keine langen Gebete … es genügt das Wort durch die Vollmacht, die Jesus Christus gibt.
- Zwischensumme:
Es gibt m.E. keine abschließende biblische Lehre über Krankenheilungen. Aber es gibt etliche Positiv-Belege dafür, dass Gott heilen kann und will und Er uns mit diesem Heilungsauftrag in die Welt sendet.
Und für die Exegese ist festzuhalten:
Es gibt keinen Beleg dafür, dass dieser Auftrag nicht mehr gelten würde.
- ABER!
Aber, was ist mit denen, die nicht geheilt werden?
Übrigens: Storch hat zur Zeit eine Themenreihe über Zaiss, der viele Kranke geheilt hat – und ganz offen wird geschildert, dass es auch hier keinen Automatismus gab, wiewohl die Heilungen der Normalfall zu sein schienen (s.a. storch – „Lahme tanzen unter der Kanzel III“).
Wahrscheinlich kann man Bücher darüber schreiben, warum in manchen Fällen die Heilung ausbleibt oder auf sich warten lässt.
Da wäre z.B. Mk 10,46 ff.:
Ein Blinder schreit nach Jesus.
Passiert sofort was?
Nein.
Er muss warten, bis Jesus da ist.
Dann fragt Jesus: „Was willst Du, was ich für Dich tun soll?“
Warum auch immer – aber der Blinde soll sich erklären. Seine Motivation soll deutlich werden. Sein Verlangen. Sein „Was-auch-immer“!
Dann erst heilt Jesus.
Es kann also sein, dass wir nach Jesus schreien und Er uns zunächst ein paar Fragen stellt – die Heilung kommt, aber vorher gilt es, noch anderes zu klären.
Oder das Geschehen bei Mk 8,22 ff.:
Jesus wendet die „Spucke-Methode“ an – da war das Schubsen von Todd Bentley ja noch richtiggehend hygienisch!
Der Blinde wird aber nicht sofort heil.
Erst nach und nach wird er sehend.
Vielleicht brauchte seine Seele diesen Prozess?
Ein krasses Beispiel steht in Joh 11,1 ff.:
Lazarus ist krank – und wiewohl er ein buddy von Jesus war, stirbt er.
Na, toll – hat Gott ihn im Stich gelassen?
Jesus lässt das zu und scheint es sogar darauf ankommen lassen zu wollen.
Und dann geschieht das Unfassbare: Jesus erweckt den Lazarus wieder zum Leben!
Keine Ahnung, ob Lazarus das toll fand – vielleicht war er schon in himmlischen Sphären.
Aber die Lazarus-Geschichte zeigt u.a.:
Gott lässt Leid zu. Mit Heilungen kann es einige Zeit dauern.
Aber Jesus greift ein!
- Auch in den Briefen des NT lesen wir von kranken Christen:
1.Kor 11,30 – es gibt Kranke und sogar Todesfälle, weil die Christen den Leib des Herrn nicht achten!
Phil 2,26 – Epaphroditus, der für seinen Namen nix kann und ein Mitarbeiter des Paulus, war sterbenskrank, aber Gott hat sich über ihn erbarmt!
1.Tim 5,23 – Timotheus schien sehr anfällig für manche Krankheiten zu sein; er sollte Wein trinken – vielleicht als Desinfektionsmittel?
Jak 5,14 ff. – Paulus geht davon aus, dass es auch unter Christen Kranke gibt (sie sollen aber nicht krank bleiben, sondern für sich beten lassen!).
2.Kor 5 beschreibt, dass unser irdischer Leib abgebaut wird und uns der himmlische Körper erwartet. Ein Bild für die Vergänglichkeit des Körpers mit allen möglichen Abnutzungserscheinungen der Gelenke, der Haut und der Organe…
- Zwischensumme:
Laut NT gibt es Krankheiten.
Wir sollen uns damit aber nicht abfinden, sondern Gott soll wirken.
Manchmal dauert das. Manchmal muss erst anderes geklärt werden.
Und wahrscheinlich müssen wir davon ausgehen, dass unser Körper mehr und mehr zerfällt. Dennoch dürfen sogar Tote Gottes Eingreifen „erwarten“! Gott sind Heilungen und Totenauferweckungen nicht unmöglich. Er kann es und hat uns mit der „Heilung“ beauftragt.
- Wie wär’s also mit einem Gebet, das auch die Christen in Jerusalem sprachen?
In der Apg 4,30 ff. ist zu lesen, dass sie um Heilungen und Zeichen und Wunder und um Freimut, das Evangelium zu verkünden, beteten.
Und es geschah…
- Eine vorerst letzte Anmerkung:
Besser als ein Leben voller Heilungen, ist ein geheiltes Leben!
So ähnlich meinte es Andrew Wommack, der von einem gesegneten Leben sprach: Es sei besser, ein Leben nach Gottes Weisungen zu führen, die Sünde somit sein zu lassen und somit eine Grundlage für ein gesegnetes Leben zu haben – dann wären Wunder nicht ständig nötig!
*1: Diese Stelle bei Johannes 5,2 ff. wird mitunter gerne benutzt, um darauf zu verweisen, dass Jesus viele der Anwesenden hat krank bleiben lassen und nur diesen einen Mann vor Ort geheilt hätte. Wer den Text aber genauer liest, wird feststellen: Vom Schicksal der übrigen Kranken wird nichts geschrieben. Das kann alles und nichts heißen! Zu Gunsten einer exakteren Auslegung kann diese Stelle bei Johannes also nicht dazu herangezogen werden, dass Jesus anderen Menschen die Heilung verweigert hätte.
*2: In der Apg wird verstärkt der Dienst der Gemeinde in Jerusalem, das Wirken des Petrus und dann das Wirken des Paulus unter die Lupe genommen. Wenn wir in der Apg also kaum Berichte darüber haben, wie ein Nichtapostel heilte, dann heißt das nicht, dass es solches nicht gab. So denke man an die Apg 8,6 (der Diakon Philippus – s.a. Apg 6,5 – tut Zeichen Gottes) oder an Apg 6,8 (der Diakon Stephanus tut Zeichen und Wunder) oder an Apg 14,3 (Paulus und sein Kollege Barnabas taten Zeichen und Wunder) … es ist zu sehen: der Dienst der Apostel wird zwar besonders betrachtet, aber auch andere Nachfolger Jesu taten Zeichen und Wunder – worunter ohne Zweifel Krankenheilungen fallen.
Tags: Heilung, Heilungsauftrag, Heilungsgabe, Krankenheilung, Missionsauftrag, Wunder und Zeichen
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Dezember 27, 2008 at 9:09
guter Beitrag, Dirk!
was mir noch spontan dazu einfällt:
es gibt ja auch die Gabe des Glaubens (1.Kor.12,8) – das ist doch erstaunlich, weil doch wohl jeder Gläubige glaubt..
da Gottes Gnadengaben etwas Vollkommenes sind, ist hier imho der übernatürliche, vollkommene Glaube gemeint, der tatsächlich in Autorität und Vollmacht im Gläubigen wirksam wird.
Um den Menschen die Tatsache zu verklickern, dass Jesus der Christus ist, braucht man nur „normalen“ Glauben, aber um zum Gelähmten zu sagen „stehe auf und laufe los“ braucht man wohl die besondere Gabe des Glaubens, den Glauben des Christus (Gal.2,20) –
denke, dass es sich mit den anderen Gnadengaben ebenso verhält – um für Kranke zu beten und sie aufzurichten genügt „normaler Glaube“, wenn aber Kranke gesund werden wenn du ihnen die Hände auflegst oder sie nur in deine Nähe kommen, dann hast du wohl die Gabe der Heilung!
…und wenn nichts von alledem geschieht, dann überwiegt wohl der Zweifel oder es fehlt an Bewusstsein über unseren tatsächl. Stand und Auftrag.
Jeder hat sein „Maß“ aber wir können und sollen durchaus darüber hinausgehen und um die „grösseren Gaben“ eifern, denn in Christus haben wir jede vollkommene Gabe – und über allem die Liebe, die all das bewirkt!
Segen
Dezember 27, 2008 at 9:55
Guter Hinweis mit der Gabe des Glaubens!
Bisher unterscheide ich auch zwischen ähnlich wie Du:
Jemand mit der Gabe der Heilung (oder auch Gabe des Glaubens?) kann „problemlos“ sagen: „Steh’ auf und geh’!“
Die meisten glauben wahrscheinlich nicht so.
Auch ich glaube selten so.
Aber:
Haben wir nicht alle diesen Geist in uns, der Jesus von der Toten wieder lebendig machte?
Haben wir nicht alle den Heilungsauftrag, eingebettet in den Missionsauftrag?
D.h.:
Sollte unser Gebet nicht regelmäßig so sein: „Steh’ auf und geh’!“
Andererseits:
Wird der Unterschied zwischen den „Begabten“ und den „Normalgläubigen“ eben darin deutlich, dass in Mk 16, 15 ff. steht, dass es den Kranken besser gehen wird – aber nicht: „sie werden geheilt sein“ – eben, weil nicht jeder Christ diese Gaben hat?
Und gilt das gleiche auch in Jakobus 5?
Was meinst Du?
Segen!
brassa Dirk.
Dezember 27, 2008 at 11:37
hmm – jetzt willst du´s aber genau wissen
btw – was heißt denn „brassa“?
„Die meisten glauben wahrscheinlich nicht so.
Auch ich glaube selten so.“
geenau – die meisten nicht und wir (noch) selten – aber immer öfter!
Wir kennen das doch, plötzlich ist die zweifelsfreie Gewissheit da und wir können vollmächtig reden oder handeln – natürl. ist es der Geist in uns, der das wirkt und diese Gabe tritt dann hervor, sozusagen „bei Bedarf“ – es ist aber längst in uns..
„Sollte unser Gebet nicht regelmäßig so sein: “Steh’ auf und geh’!”
auweia – da machst du jetzt aber ein Fass auf!
..du bringst hier auch zwei Sachen zusammen, das Gebet und den Befehl – das würde ich jdf. unterscheiden.
Also wir sprechen ja hier letzlich über den Wandel im Geist, und da gibt es nunmal kein „so und so läuft das – System“, sondern es geschieht alles in völliger Hingabe an den Willen Gottes und nur SO erkennen wir dann auch, was zu tun ist.
„Wird der Unterschied zwischen den “Begabten” und den “Normalgläubigen” eben darin deutlich, dass in Mk 16, 15 ff. steht, dass es den Kranken besser gehen wird – aber nicht: “sie werden geheilt sein” – eben, weil nicht jeder Christ diese Gaben hat?
Und gilt das gleiche auch in Jakobus 5?“
nee, den „Unterschied“ würde ich nicht machen, zwischen Begabten und Normalos (s.o.) und welches Wort jetzt wo genau steht und wie es auszulegen ist, halte ich auch nicht für sooo bedeutsam – auweia, das gibt wieder Haue von den Schriftgelehrten
– denn Fakt ist, dass in beiden Fällen Erstaunliches beschrieben und verheissen ist – wenn Kranke sich aufrichten und sich wieder wohl befinden – tja wat willste denn noch?
Bei Mk.16 ist der Zusammenhang jdf. völlig übernatürliche Geschehnisse (Dämonen austreiben, tödliches wird unschädlich!) und bei Jak. geht es ja eigentl. um jmd. der „abgeirrt“ ist (V.19) und das Gebet der Gerechten für ihn, das VIEL bewirkt – bei völliger Reinigung (Bekenntnis / Vergebung / Fürbitte) folgt dann auch Heilung (V.16).
Interresant finde ich hier den Einschub mit Elias, der auch „ein Mensch mit gleichen Gemütsbewegungen war wie wir“, aber weil er im Glauben (Auftrag und im Willen Gottes) betete, geschah es auch!
Segen
Dezember 28, 2008 at 12:01
Was „brassa“ heißt?
= „brother“, bloß ein wenig umgelautet.
–
Es ist i.ü. schwer in Worte zu fassen – aber irgendwie „fühle“ ich, dass Deine Blickrichtung gut ist:
es geht weniger um ein System, sondern um das „Sich-Leiten-Lassen“ vom Geist Gottes.
Ansatz: Je enger ich auf Hörweite mit Gott bin, desto mehr weiß ich auch im entsprechenden Moment, wie ich beten bzw. befehlen kann.
Sicherlich ist es wesentlich dynamischer, als ich es gerne hätte („10-Punkte-Programm – wo bist du?“).
Für’s Erste mag es einfach gut sein, zu wissen, dass Gott Heilung will und durch uns wirken möchte. Und das kann in einem Fall durch ein Gebet sein, durch einen Befehl oder durch Spucke…
Segen!
brassa Dirk.
Dezember 28, 2008 at 12:28
aaah – wieder eine Offenbarung!
aber warum dann mit zwei „s“?
…Fragen über Fragen
jeenau -
wir können eh nix, aber wir können tun, was wir den Vater tun sehen…
dufte wa!
fetten Segen!
BB
Dezember 28, 2008 at 12:20
Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, was ihr bei eurem Vater gesehen habt. Joh. 8,38
Dezember 28, 2008 at 7:02
Es geht glaube ich erst einmal darum, das ganz einfache Gebot zu erfüllen: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“
Eben wie mich selbst, nicht mehr und nicht weniger. Diese Selbstliebe dahin ausweiten, dass ich mit Gott eins bin und letztlich keine Sünde begehen kann.
Ich wurde z.B. mehr zum Selbsthass erzogen und habe mich angestrengt nicht da zu sein. Seit dem ich diesen „Fehler“ erkannt habe und regelmäßig korrigiere wo ich ihn auch antreffe, weiß ich und habe es auch erfahren, dass damit mein Wunsch in Erfüllung geht, dass kein Mensch in irgendeiner wie auch immer gearteten Hölle braten muss.
Die Trennung zwischen Gott und den Menschen in Gedanken und Werken aufzuheben. Scheint mir eine viel zu lange vernachlässigte Aufgabe von bekennenden Christen zu sein.
He Du bist göttlich und okay und wenn Du jetzt leidest, leidest Du mit Christus am Kreuz mit. Denn durch Leiden lernte er den Gehorsam und helfen heißt Leiden ermöglichen.
Jesus wirkte auch wenige Wunder, wegen mangelndem Glauben.
Dezember 29, 2008 at 9:59
Sehr schön: Jezt weiß auch ich endlich, was „brassa“ bedeutet!
Gute Zusammenstellung Dirk! Für mich ist ein wichtiger Punkt, dass wir keine abschließende Lehre aus dem Thema Heilung machen können. Wenn es geschieht, dann ist es immer ein Wunder und eine Geheimnis (und nicht das Ergebnis eines Zehn-Punkte Plans oder der Befolgung einer besonderen Heilungs-Lehre).
Vielleicht hilft auch der Gedanke, dass es ja eigentlich bei Heilung nicht viel anders ist als bei der Mission/Evangelisation. Jesus hat seine Jünger bevollmächtigt und ausgesandt, um zu predigen und um zu heilen. Es ist ganz klar dass Jesus beides will: Heil und Heilung. Aber in beiden Bereichen bedeutet die Bevollmächtigung und Beauftragung ja kein Automatismus. Nicht jeder, der die Predigt der Apostel hörte kam automatisch zum Glauben. Und nicht jeder Kranke, der in Reichweite der Apostel kam wurde automatisch gesund. Das Reich Gottes fängt als Senfkorn an. Bis zur Vollendung dürfen wir Heil und Heilung nicht flächendeckend, sondern zeichenhaft und bruchstückhaft erleben (war ja sogar bei Jesus nicht anders: Durch seine Predigt sind nicht einfach alle zum Glauben gekommen und er hat auch nicht einfach alle geheilt – denken wir nur an seine Heimatstadt Nazareth, wo er wenig tun konnte, weil kein Glaube da war).
Segen!
brassa windhauch
Januar 2, 2009 at 7:35
[...] – ich glaube, dass Gott heilen kann und will (s.a. der Befund im NT). Aber ich muss ebenfalls bemerken: Mein Körper samt tumber Zahn sind vergänglich (2.Kor.5,1 [...]