Abendmahl für Nichtchristen?

Im Rahmen meiner Mentorenbeziehung haben wir über die Taufe gesprochen. Säuglingstaufe – ja oder nein? Was bedeutet Taufe? Was beinhalten die sog. „oikos“-Stellen in der Apostelgeschichte?

Nun ja – nach wie vor überzeugen mich die Argumente für die Säuglingstaufe nicht. Wer’s mag – bitte schön! Es ist wohl keine Sünde, ein Baby taufen zu lassen. Ich respektiere das. Aber in diesem Fall weiter zu gehen, als meine Erkenntnis reicht, wäre ein Verbiegen. Es wäre unehrlich. Ich bleibe vorerst beim Taufen von Gläubigen und beim Segnen von Babys.

Viel spannender, weil neu angedacht, war für mich die Frage, ob das Abendmahl auch für Nichtchristen zugelassen werden sollte.

- Das Abendmahl ist ein Erinnerungsmahl. Jesus sagte: „Dies tut zu meinen Gedächtnis.“ Wäre es nicht gut, wenn sich Nichtchristen ebenso der Bedeutung des Abendmahles bewusst werden?
Was spräche dagegen?

- Ja, ja – man soll sich vor dem Abendmahl prüfen, wie es Paulus im Korintherbrief formuliert. Nur: er sprach das in eine sehr spezielle Situation hinein, denn bei den Korinthern ging es eher wie bei einer Sauf- und Fressorgie zu und die gegenseitige Missachtung gab es gratis dazu. Gut, dass die sich prüfen sollten! Aber heißt das, dass wir vor dem Abendmahl eine Trauermiene aufsetzen müssen?

- Anderer Gedanke:
Jesus feierte das Abendmahl nur mit Männern. Mit jüdischen.
Und Paulus spricht in seinen Briefen ebenfalls nur von den „Brüdern“. Manche meinen, es seien die Brüder „beiderlei Geschlechts“.
Wenn wir das beachten und penibel auslegen wollen, dann müssen wir auch fragen, wieso das Abendmahl für Frauen zugelassen sein soll.

- Wie ist es mit Kindern und dem Abendmahl?
Der König David aß die Schaubrote im Tempel. Dafür waren sie gar nicht gedacht. Es war etwas Heiliges. Aber David futterte davon und Jesus legitimiert das ein paar Jahrhunderte später. Was bedeutet das für Kinder, die einfach so vom Abendmahlbrot essen wollen?

Bitte beachten:
Mir geht es nicht um ein Aufweichen der biblischen Weisungen.
Aber mal neu nachzufragen, kann hilfreich sein.

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26 Comments on “Abendmahl für Nichtchristen?”

  1. talitakum Says:

    Ich glaube, die Frage ist leicht zu beantworten.
    Was würde Jesus tun, wenn jemand an Seinem Mahl teilnehmen will?

    Würd Er sagen:“Du kommscht hier net rein!“ ?

    Undenkbar, oder?

  2. Sam K. Says:

    Das sehe ich genauso. Abendmahl für alle. Keines Menschen Herz ist rein, wenn er zum Abendmahl kommt. Jeder hat das Abendmahl gleich viel nötig als Erinnerung an die Vergebung.

    Trotzdem möchte ich das besondere am Abendmahl nicht verwischen. Und dieser andauernde Männer-Frauen-Konflikt bei Paulus nervt mich auch langsam an.

    Wir sind in diesem Punkt über Paulus längst hinweg, um es mal krass auszudrücken. Gott hat durch die Entwicklung der Menschenrecht und die Emanzipation genauso deutlich gesprochen wie durch Paulus. Männer und Frauen sind völlig gleichwertig. Und daher auch völlig gleich zu behandeln im Bezug auf Abendmahl und Predigtdienst.

  3. Bento Says:

    hmm – wenn man nur diesen Aspekt beleuchtet, scheint es fast logisch. doch wie kann ich mich an etwas „erinnern“ (verinnerlichen), woran ich nicht glaube?
    und was ist z.B. mit „verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ – „mein Leib“ – „ein Herr, ein Leib, ein Geist“ – „den Leib des Herrn richtig beurteilen“? uvm. – bes. 1.Kor.10,16+17:
    „Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist das nicht Gemeinschaft mit dem Blut des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht Gemeinschaft des Leibes des Christus? Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.“
    …schwer vorstellbar, dass hier Nichtchristen mit einbezogen / einzubeziehen sind..

  4. Bento Says:

    ..achso Talita –
    klar stösst Jesus niemanden hinaus, der zu IHM kommt, aber bitte nicht weil es da was zu futtern gibt! ;-)

    „..und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitl. Gewand an? Er aber verstummte…“ Mt.22,11

  5. Stef Says:

    @Bento:
    Da kann ich Dir ausnahmsweise mal zustimmen ;-)

  6. wegbegleiter Says:

    Mmmmhm, dikoss, du willst doch mit deinem Gründungsprojekt FeG werden?? Dann solltest du solche Fragen vorher entscheiden…;-) – also: Abendmahl ist ganz klar ein Fest der glaubenden Gemeinde: so wie wir an einem Brot teilhaben, sind wir ein Leib, dies ist der Kelch des neuen Bundes durch mein Blut (so sagt es die Liturgie aufbauend auf den Jesusworten). Das AM steht für den Leib Christi und zu dem gehören Nichtchristen nun mal nicht. Und zum Blutbund durch das Kreuz gehören sie auch nicht…

  7. dikosss Says:

    @alle:
    Danke für’s Mitdenken!

    @wegbegleiter:
    Ja, wir sind seit kurzem FeG-Gründungsgemeinde. Super! :-)
    Einerseits bin ich von dem Konzept „Abendmahl für Nichtchristen“ bislang auch nicht überzeugt. Das Abendmahl als Ausdruck einer Bundesgemeinschaft (s.a. AT), die Positiv-Belege dafür, dass nur Leute teilgenommen haben, die einen Bezug zu Jesus hatten (ein Positiv-Beispiel für Leute außerhalb der Bundesgemeinschaft fehlt) etc. sind nicht zu kippen. Aber mal darüber nachdenken und anecken, finde ich spannend.

    @talitakum & Sam K.:
    Ich bin jemand, der anderen ungerne eine Grenze setzt. Lieber gebe ich nach und bin weitherzig. Vom Herzen würde ich daher auch niemanden ausschließen wollen. Wenn ich in die Bibel schaue, finde ich allerdings keinen Beleg dafür, dass auch Nichtjuden (im AT) oder Nichtchristen (im NT) am Abendmahl teilgenommen haben. Sicher: die Einladung zu Jesu galt allen! Jeder soll Gottes Gnade erfahren! Das Abendmahl wäre dann aber erst der zweite Schritt – nachdem jemand mehr von der Gnade Gottes will.
    Zu den Frauen:
    Eigentlich halte ich das auch für kein Problem. Wollte ich nur mal hineinwerfen, weil es tatsächlich etwas komplizierter ist, das biblisch zu belegen (nebenbei: ich sehe bei Paulus keine Frauenfeindlichkeit – das wird ihm leider oft in die Schuhe geschoben).

    @Bento: Sehr gute Verse dazu! Passen!

    Viel Segen an alle!
    Dirk.

  8. wegbegleiter Says:

    Anecken ist prima – nur so kommt man in Diskussionen! Segen!

  9. dikosss Says:

    …. das noch zu den Kindern:
    Da sehe ich tatsächlich einen Unterschied zu Nichtchristen, selbst, wenn das Kind noch keine Entscheidung für Jesus getroffen hat.
    Wenn ein Kind etwas vom Brot nimmt – bitte! Zugreifen!
    Ist das verwerflich?
    Hängt vielleicht von der Reife und vom Alter des Kindes ab.
    Aber es wäre für mich vergleichbar mit der Situation, dass ein Nichtchrist mächtig Hunger hat und ihm fast schwarz vor Augen wird. Natürlich dürfte er das Abendmahlbrot essen und den Wein/Traubensaft trinken. Für ihn wäre es dann kein Abendmahl, sondern ein Survival-Mahl.

  10. aaaalex Says:

    Spannendes Thema, welches mich gerade sehr berrührt, weil ich in einer Brüdergemeinde angestellt bin, und wir dieses Thema ganz neu für uns definieren müssen, weil die Praxis, so wie sie sich über das Jahrhundert entwickelt in vielen Bereichen einfach nicht haltbar ist.
    1. Das Abendmahl ist die Einladung Gottes an die Menschen, die ihre Sündhaftigkeit und Unvollkommenheit spüren und damit kämpfen, im Abendmahl die Gnade Gottes „zu schmecken“. Das Abendmahl ist keine Gemeinschaftsmahl der besonders Heiligen, sondern Einladung an Sünder. Somit hat das Abenmahl eine nicht zu unterschätzende evangelistische Seite.
    2. Kinder sollten beim Abendmahl auf jeden Fall dabei sein, und es sollte auch möglich sein, dass sie es nehmen. Gerade Gemeindekinder haben häufig eine viel tiefere Beziehung zu Jesus, auch wenn sie noch kein „Übergabegebet“ gesprochen haben, welches ich im Übrigen noch nicht in der Bibel entdeckt habe. Ich finde es unwahrscheinlich wichtig, dass Kinder das Abendmahl positiv wahrnehmen und sich als Teil der Gemeinde verstehen, und nicht beim Abendmahl ausgegrenzt werden.

    Zum Thema Frauen: Ich finde, wenn wir eine Theologische Antwort auf diese Frage haben wollen, dann sollten wir auch die Bibel betrachten und nicht die Weltgeschichte. Denn zuerst einmal hat Gott uns seinen Willen in der Bibel offenbart, die Weltgeschichte (Gleichberechtigung, Emanzipation, etc.) hat viel Gutes gebracht, aber auch viele Negative Dinge.

  11. dikosss Says:

    @aaaalex:
    Deine Gedanken haben was für sich, denn Gottes Einladung gilt allen!
    Und tatsächlich: wir Christen sind ja nicht aus uns selbst heraus gut, sondern weil Gott uns durch Jesus ansieht und wir so frei sind von der Schuld.
    Das spricht dafür, das A-Mahl jedem anzubieten.
    Andere Gedanken:
    - Das Passahmal, dem das A-Mahl z.T. entspricht, war ein Mahl im Volk Israel, also der Bundesgemeinschaft, die gekennzeichnet war durch die Beschneidung. Das Passah diente als Erinnerung an die Befreiung des Volkes Gottes aus der Hand der Ägypter (Heiden). Es gibt hier keine Grundlage, weshalb Menshcen außerhalb des Gottesvolkes einbezogen sein sollten. Es war ein exklusives Feiern.
    - Ähnlich dazu das A-Mahl im NT: Durch Jesus hat es natürlich noch eine weiterreichende Bedeutung. In den Evangelien spricht Jesus mit dem Mahl nicht alle an, sondern Seine Jünger, auch wenn darunter einer war, der ihn dann auslieferte und ihn die anderen ebenfalls für eine Zeit verließen. Jesus hat trotzdem mit ihnen gefeiert, weil Er die Gemeinschaft mit diesen wollte. Allerdings hatten sie schon eine Beziehung zu Ihm. Das A-Mahl war also keine General-Einladung.
    In der Apg wird von der Gemeinde berichtet, die das Mahl feierte. Von Heiden wird das nicht gesagt. Im Korintherbrief wird die Gemeinde in Korinth angesprochen, also Christen – egal, wie gut oder schlecht sie waren. Auch hier ist keine Rede davon, dass das A-Mahl von Heiden gefeiert werden soll.

    Der Grundgedanke scheint zu sein:
    Hier sind Menschen, die die Rettung durch Jesus erfahren haben. Keiner ist perfekt, alle sind frei durch die Gnade Gottes. Deshalb feiern sie zur Erinnerung an das Opfer Jesu das Mahl.
    Was ist dieses Mahl für einen Nichtchristen?
    Wenn er nicht an Jesus glaubt, dann hat es schlichtweg keinen Wert für ihn. Also braucht er es nicht feiern. Es hat nichts mit ihm zu tun.
    Wenn er aber anfängt zu begreifen, was Jesus für ihn tat, dann kann das A-Mahl ihm womöglich den „letzten kick“ geben, wenn er von der Güte Gottes „schmeckt“.
    Entscheidend ist sicherlich nicht der geistliche Reifegrad oder die Perfektion. Entscheidend ist vielmehr, ob der Betroffene in einer gewollten Beziehung zu Jesus steht.

    Was meinst Du?

    Segen!
    Dirk.

  12. talitakum Says:

    Hmmm, ich verstehe Euer Anliegen, dass das Mahl des Herrn, einen besonderen Stellenwert hat und behalten muss.

    Aber ich sehe Jesus an… Er ist so großherzig und geht so anders mit den Dingen um.
    Und ich glaube, Er lässt jeden der es wünscht an Seinem Leib teilhaben.
    Alles andere finde ich zu kompliziert, wenn ich zu der Einfachheit von Jesu Denken und Handeln hinschaue.
    ZB. sehe ich einen Bettler, der vor der Türe steht. Er möchte teilhaben an dem was die anderen tun.
    Er soll von dem Mahl des Herrn abgesehen, soviel Essen bekommen wie er braucht, aber natürlich stösst Jesus ihn nicht weg – gesättigt oder ungesättigt, solange dieser Mensch es wünscht und weiß was dort getan wird.

    Naja.. und Bento… Du hast mich in Deinem Artikel neulich über das Mahl des Herrn aufmerksam gemacht, dass es offenbar für Paulus kein Problem war, teilzunehmen und dadurch gesättigt zu werden.
    Die Reichen sollten ja doch sogar Rücksicht auf die nehmen, die noch leeren Magen hatten und ihnen nicht alles wegessen.

    Ich meine, jeder der weiß was dort getan wird, und sein „ja, ich will“ sagt, der sollte hinein genommen werden.
    Das ist für mich das Evangelium.

  13. dikosss Says:

    @talitakum:
    Vom Gefühl geht es mir ähnlich wie Dir:
    Ich habe eigentlich wenig Lust, Dinge zu verkomplizieren. Ich bin für eine große Weite.
    Wenn ich aber darüber nachdenke, dann fällt mir das auf:
    - Für einen Christen hat das A-Mahl mehr Bedeutung, als nur satt zu werden. Es geht um das Opfer Jesu. Das wertvollste Geschenk, das Gott machen konnte. Wahnsinn! Es ist traurig, wenn es uns beim A-Mahl nur um das Sattessen ginge, dann hätten wir nix von der Liebe Gottes begriffen.
    - Für einen Nichtchrist hat das A-Mahl keine Bedeutung. Er isst es, um satt zu werden (vorausgesetzt, es gibt mehr als eine Oblate oder ein trockenes Toastbrot). Ja, er soll satt werden. Aber das ist dann ein Abendbrot und kein Abenmahl im üblichen Sinn.
    - Und das würde ich nicht vermischen wollen, weil es eben so ganz anders ist. Genauso ist das Baden im See nicht gleich eine Taufe.
    - In der Praxis ist es vielleicht auch gar nicht so kompliziert: In der Praxis erklärt man, was das Abendmahl bedeutet. Und damit übergibt man die Verantwortung an die weiter, die das A-Mahl zu sich nehmen.
    IdR. werden Nichtchristen von sich darauf verzichten.
    Nicht, weil ihnen nicht das Angebot Jesu gelten würde. Sie sind eingeladen zum Glauben!
    Aber sie werden wohl nicht teilnehmen, weil sie selber merken: „Nee, das ist nicht meine Welt!“

    Segen für Dich!
    Dirk.

  14. wegbegleiter Says:

    Puh, das Abendmahl war in Korinth eingebettet in einem normalen leckeren Essen. Man kann also schon von einer liturgischen Handlung innerhalb eines normalen Essens reden. Am Abendmahl satt essen… passt nicht so ganz.
    Mal ganz ehrlich: du nimmst an etwas teil, von dem du weisst, was dahinter steht. Nämlich, dass Jesus für dich am Kreuz verblutet ist und sich geopfert hat. Und das AM ist ja Vergegenwärtigung und nicht bloßes Erinnern (ok, das ist nun meine Meinung, ich teile nicht die reformatorische reine Erinnerung im Kopf, da ist mehr Geheimnis hinter, aber man kann darüber natürlich streiten). Ok, du nimmst also von Brot und Wein. Und nebenan nimmt auch einer von Brot und Wein, von dem du weisst, dass er nix vom Glauben hält. Auch wenn ich nicht der Richter meines Nächsten bin… dazu ist mir zu viel Bundesgedanke im AM, um das klasse zu finden…

  15. Stef Says:

    @wegbegleiter: Gute Gedanken!

  16. aaaalex Says:

    @Dirk: Mein Anliegen ist es, dass das Abendmahl nicht eine Exklusive Veranstaltung ist, wo wir Nicht-Christen ausschließen, so wie ich es teilweise in Brüdergemeinden erlebe. Ich möchte das Abendmahl im Gemeindealltag eingebetet sehen, somit auch für Nicht-Christen einsehbar und erlebbar. Das AM ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens, deswegen finde ich die Brüderliche Praxis des wöchentlichen Feierns ja auch so gut.

    Natürlich sollte und wird es einem Nichtchristen etwas bedeuten, wenn er das AM einnimmt (so wie du es ja sagst). Wenn es für ihn keine Bedeutung hat, sollte er sich Brot und Wein bei Aldi holen, da hat er dann wenigsten eine ordentliche Menge zu Verfügung.

    Aber wenn wir in der AM – Feier die Bedeutung des Abendmahls (die im Übringen sehr viel Umfangreicher ist, als ein bloßes Gedächtnismahl) erklären und bezeugen, indem wir Bibelstellen lesen, in dem wir von uns erzählen, was Gott in unserem Leben tut, etc. hoffe ich, dass Nichtgläubige dies so anziehend finden, dass es sie so zum Nachdenken bringt, dass sie sich für Gott öffnen und auch am Abendmahl teilnehmen. Dann ist es aber auch kein Sinnentleertes Teilnehmen am AM, sondern eine Teilnahme aus einer Gottesbegegnung heraus.

    Von einer Generaleinladung würde ich auch nicht sprechen, jedoch wissen wir nicht, ob nicht in der frühen Gemeinde auch Nicht-Gläubige mit dabei waren, als sie das Abendmahl in den Häusern gefeiert haben.

    Fakt ist jedoch, wie du es sagst, dass das Abendmahl nicht sinnentleert eingenommen wird. Daran entscheidet sich, ob jemand teilnehmen soll oder nicht.

    Interessant wäre dabei die Frage, ob dies im Ermässen des Einzelnen liegt, oder ob das die Gemeinde entscheiden sollte.

    Im Übringen bin ich ein Fan von der Abendmahlsfeier bei dem auch wirklich zu Abend gegessen wird. Wir haben es in der Gemeinde bis jetzt zwei Mal so gemacht, dass wir uns am Abend getroffen haben, jeder hat was für sich und noch für eine Person mehr mitgebracht zum Abendessen, wir haben zusammengetragen und gegessen und im Rahmen dieses Essen auch das Abendmahl an den Tischen gefeiert und so Gemeinschaft gelebt. War immer sehr cool.

  17. talitakum Says:

    @dikoss
    Das habe ich ja so auch nicht gesagt.
    Abendmahl = Sattessen ist nicht meine Meinung.

  18. Dirk Says:

    @talitakum:
    Ich habe Dich ebenfalls nicht so verstanden. Ich habe nur einen Gedankengang von mir entwickelt. Verzeih’ bitte, wenn Du Dich dadurch provoziert gefühlt haben solltest.
    Segen für Dich!
    Dirk.

  19. talitakum Says:

    nee, sorry, hab mich überhaupt nicht provoziert gefühlt.
    Hab mich nur mehr gewundert… :-)

    LG
    Stella

  20. Bento Says:

    @ Stef

    ..da freu ich mich mal ausnahmsweise ;-)

  21. Mailin Says:

    Thanx- genau das habe ich gesucht- stelle mir die Frage mal wieder, zum hundertsten Mal, über Abendmahl, was das soll, wann das soll etc. Bin auch eher die „wirklich-geschehen-Fraktion“.
    Nur eines: Ob jemand Christ ist, hat (normalerweise) eher mit Säuglingstaufe zu tun als mit dem Glauben. Von so nem Aufnahmegebet halte ich absolut nichts, weil das garnichts aussagt. Man redet viel, wenn der Tag lang ist. Wenn das nicht wirklich aus dem Herzen kommt, also: kein Beweis oder so für Christ-Sein, denke ich.
    Trotzdem, ich denke, es kommt nicht nur auf den Glauben, sondern auch auf die Taufe an- ist nur halt ungerecht, dass sie manche geschenkt bekommen und andere (wie ich) sich das erst mehr oder weniger erkämpfen müssen… Und wenn das Abendmahl da noch dran hängt, ist das eben noch ungerechter :-D Vielleicht auch eine Grund, warum ich jetzt so eine gestörte Beziehung dazu habe…
    Cut! LG Mailin

  22. dikosss Says:

    @Mailin:
    Tja, woran hängt das Christsein?
    Nach meiner Erkenntnis:
    Zuerst daran, dass Gott mich berührt, sozusagen an meinem Herzen anklopft und um Eintritt bittet.
    Dann geht es darum, dass ich die Tür öffne und Ihn hereinlasse in mein Leben.
    Das ist m.E. der Beginn des Christseins.
    Eine Angelegenheit von Herz zu Herz.
    D.h.: Es ist kein Kampf, sondern mehr wie ein Geschenk, das ich annehmen darf.
    Es ist keine Entscheidung anderer (z.B. der Eltern), sondern ich bin selbst aufgerufen.

    Deshalb meine ich auch:
    Die Taufe ist letztlich Ausdruck davon, dass Gott mich beschenkt hat und ich das Geschenk angenommen habe.
    Und: Diese Herzenssache kann man kaum äußerlich darstellen. Auch nicht die Teilnahme an bestimmten frommen Handlungen (die können gespielt sein).
    Dennoch sehe ich auch das:
    „An den Früchten sollt ihr sie erkennen….“ – sprich: irgendwie und irgendwann wird sich der Jesus-Glaube im Leben eines Christen zeigen. Das wird erkennbar sein. Diese Früchte sind aber keine Leistungen meinerseits, sondern es ist die logische Folge des göttlichen Wirkens in meinem Leben.

    So long!
    dikosss

  23. Eule Says:

    Hallo Dirk – Ich habe Mailin dahingehend verstanden, daß sie in der Erfüllung eines ritualisierten wie katalogisierten Erlebnis- und Verhaltenssolls einer zum sakralen Partyservice verkommenen Gemeinde keinerlei Beweis echten Christseins sehen kann. Dem kann man nur beipflichten. Gleichwohl ist richtig, daß der Glaube sich im Liebeswerk erweist, verleiblicht. Dabei ist indes in der Tat mitzubedenken, daß es der Glaube ist, der die Werke rechtfertigt – und nicht umgekehrt.

    „Glaube und Liebe ist das ganze Wesen eines Christen. Der Glaube empfängt, die Liebe gibt.“

    Martin Luther

  24. Mailin Says:

    Nein, ganz falsch (glaube ich jedenfalls…) :-D
    Ich habe das Christentum – zumindest am Anfang – nicht nur äußerlich erlebt (vielleicht aber auch, weil ich innerlich sehr viel erlebt habe). Und sehe es als extrem gefährlich an, alles nur auf die geistige Ebene zu schieben. Trotzdem: Vielleicht sollte man manchmal mehr VERZICHTEN (d.h. bewusst) um das wenige stärker wahrzunehmen, um nicht abzustumpfen. (Zurzeit geht es mir so)
    Was ich persönlich nur erlebt habe, ist eine ziehmliche Ungerechtigkeit (hat was mit Selbstmitleid zu tun :-) ), weil man in Kirchen als ungetaufter Christ nicht am Abendmahl teilnehmen darf, während Kinder das sogar dürfen. (entscheidend ist also die Taufe, NICHT der Glaube)
    Es ist auch für mich wahnsinnig beruhigend zu wissen, getauft zu sein, wenn mir im Innern der Glaube gelegentlich versagt, weiß ich doch: Gott hat mich schon angenommen. Mein Taufkristall hängt an meiner Wand, den schaue ich mir dann gelegentlich an…
    Aber vielleicht sollte man Menschen, die nicht getauft sind, trotzdem das Abendmahl nicht verwehren- ist auch ein Gottesbild, das man da transportiert. Das Abendmahl war einer der entscheidenden Gründe, warum ich z.B. nicht katholisch werden wollte, weil man da (noch mehr) „andere“ ausschließt.
    Thanx für das Zitat von Martin Luther!! Das ist soo wahr… (obgleich ihm „das Fleisch“ auch sehr wichtig war…)
    Hmm, ich glaube, jetzt bin ich doch irgendwie bei deinem Kommentar angekommen… ;-)

  25. Eule Says:

    „Hmm, ich glaube, jetzt bin ich doch irgendwie bei Deinem Kommentar angekommen…“ – Und ich finde, daß wir beide nun im Geiste ganz entspannt zu Deinem letzten Beitrag zum auf theolounge.de veröffentlichten Text „Gott verstehen“ wandern. Wir lesen jenen erneut, und im Anschluß wenden wir uns den darauffolgenden Kommentar zu. Dann dürfte in Verbindung mit dem zweiten Teil von Dirks jüngstem Eintrag der eigentliche Hintergrund Deiner irritierenden Erlebnisse erkennbarer werden ;-) .


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