Wie geht das?
Dieses „einander lieben“, von dem Jesus in Johannes 13,34 f. erzählt?
Relevant ist es. Schließlich erhebt Jesus diese Wertschätzung unter Christen zum Markenzeichen von Gemeinde.
Mein Eindruck:
Grundlegend geht es zuerst um Beziehungen.
Jesus selbst hätte als fertiger Mann vor dem Kreuz auftauchen können und nach drei Tagen wieder auferstehen können… eine Aktion von 3-4 Tagen. Fertig.
Er hätte alleine durch die Wüste und Städte tingeln können, Hier paar Wunder, dort paar schlaue Sprüche.
Doch beides war nicht so.
Jesus setzte auf Beziehungen.
Beziehungen zu Eltern, Geschwistern, dem 3′er Team (Joh., Jak., Petr.), dem 12′er Team, den 70/72 …
Keine one-man-show, sondern: Beziehungen!
So wie wir ein Auto nur tanken können, wenn wir ein Auto haben,
so können wir diese Liebe untereinander nur lernen und leben, wenn wir Beziehungen haben.
Dazu kann auch die öffentliche Gottesdienst-Feier dienen, wenn wir vorher und danach miteinander reden und zwischendrin gemeinsam Gott feiern.
Dazu kann das Treffen in der Woche, im Hauskreis, dienen.
Dazu kann das gemeinsame Sportlern, Saunieren oder Grillen und Kuchern futtern dienen.
Relevant ist die Häufigkeit der Begegnungen.
Je mehr Begegnungen, desto mehr Chancen, sich wirklich kennenzulernen.
Wir werden eventuell auch auf einen Judas stoßen oder zumindest auf einen Petrus oder Johannes.
Eigentlich tolle Leute. Aber mit Macken.
Gut, wenn wir die Macken des anderen kennenlernen!
Unser weiterer Umgang mit dem anderen demonstriert dann, ob wir wirklich Gemeinde leben oder einfach nur ein Verein sind.
September 8, 2008 at 6:52
Wieviel Nähe und wieviel Abstand ist für den einzelnen gesund?
„Eigentlich“ tolle Leute……und „uneigentlich“ fängt die Liebe untereinander mit der Liebe Gottes und der Selbstannahme an.
Gestern habe ich die Serie „Anger Management“ (Umgang mit Ärger) von Andrew Wommack gehört. Sehr aufschlußreich für das Gelingen der geschwisterlichen Liebe als Kinder Gottes.
Leider nur in Englisch:
http://www.awmi.net/extra/audio/1044
September 8, 2008 at 8:45
Danke für den link. Werde schauen…hören….oder beides….wann ich mir den Inhalt mal antun kann.
Ich sehe es auch so, dass unsere Basis immer die Liebe Gottes ist. Er liebt uns zuerst! Und erst dadurch werden wir befähigt, uns selbst im Licht Gottes anzunehmen und einander zu lieben.
Nähe und Abstand – da bin ich mir auch unsicher.
Pauschale Regelungen gibt’s da nicht. Gerade HSP können sich nach einem Treffen total ausgelaugt fühlen. Die brauchen mehr Ruhe und Zeit für sich.
Dennoch führt nix an einer regelmäßigen Beziehungspflege vorbei, wenn wir diese Liebe Jesu trainieren wollen.
Was meinst Du?
Segen!
Dirk.
September 8, 2008 at 10:33
jo – regelmäßige Beziehungspflege. Das ist wichtig. Daran mangelt es oft. Oft wird einem irgendwann mal wieder bewusst, wie wenig man die Leute um sich rum aus der Gemeinde doch kennt. Und wie wenig man sich manchmal kennen lässt. Schon schade, daß man oft keinen zu großen Unterschied merkt zwischen Gemeinde und Verein. Da gibts immer noch was zu tun!
Liebe Grüße + Segen aus FD
anja
September 8, 2008 at 1:59
Ich meine gerade für mich als HSP (High Sensitive Person, für die, die diese Abkürzung nicht kennen), dass ich mit einer geregelten Unregelmäßigkeit am besten zurechtkomme.
Dabei ist nun wirklich Beziehungspflege ausserhalb der gewohnten Veranstaltungen herausgekommen.
Jesus hat sich immer wieder Ruhezeiten und Zeiten der Intimität mit dem himmlischen Vater genommen. Daraus hatte er die Kraft zum Dienst und zur Begegnung mit den Jüngern, mit den Menschen, denen er predigte und die er heilte und befreite. Er lebte nicht so sehr nach Chronos (Uhrzeit), sondern nach Kairos (richtiger Zeitpunkt).
Mein omentaner Stil wären vorrangig Kairos-Treffen und ganz wenige Chronostreffen.
lg
Deborah
September 14, 2008 at 9:28
[...] hier schon dargestellt, brauchen wir Lebens-Beziehungen, in denen wir das Leben miteinander [...]
September 15, 2008 at 9:30
[...] Ganz praktisch muss ich mich aber entscheiden, wenn ich verbindlich Lebens-Beziehungen haben will, um die Wertschätzung zu leben, von der Jesus redet. D.h.: Welcher Ortsgemeinde [...]