Der Apostel Johannes behauptete, dass es nicht schwer sei, Gottes Gebote zu befolgen (1.Joh.5,3).
Nun ja – erfahren wir das nicht anders?
Aber der Schlüsselpunkt ist unsere Grundentscheidung für Gott.
Eine Grundentscheidung, die auf die Liebe Gottes zu uns reagiert.
Eine Grundentscheidung, die wiederum mit der Liebe zu Gott antwortet.
Vergleichbar mit einer Heirat.
So will ich meiner Frau Gutes tun – sie lieben.
Wenn sie mich bittet, bemühe ich mich, ihren Wunsch zu erfüllen.
Klappt das immer?
Nein.
So erkennt das Johannes auch in 1.Joh.1: Wer meint, ohne Sünde zu sein, der belügt sich selbst und die Wahrheit ist nicht in ihm!
Wer also meint, immerzu alle Gebote Gottes zu halten, der lügt.
Es geht nicht um ein Superchristentum, forciert durch geistliches Doping.
Natürlich werden wir auch Kämpfe haben und erleben Spannungen, wenn es um das Halten der Gebote Gottes geht.
Aber wenn die Grundentscheidung für Gott getroffen wurde, dann WOLLEN wir das tun, was Gott will.
Das fällt leicht.
Warum?
Weil wir Gott lieben.
Warum lieben wir Gott?
Weil Er uns zuerst geliebt hat.
Weil wir wissen: Nichts kann uns von Seiner Liebe trennen.
Unsere Liebe zu Ihm ist also aus Seiner Liebe zu uns geboren.
Sie ist nicht erzwungen, nicht herausgepresst, sondern gewachsen.
Wenn sie aber gewachsen ist, dann ist es “natürlich”, in dieser Liebe zu Gott zu leben.
Hilfreich können diese Fragen zum Weiterdenken sein:
1. Was kann ich HEUTE tun, um Gott meine Liebe zu zeigen?
2. Welches Gebot Gottes stört mich? Warum?
Und was wäre, wenn ich dieses Gebot Gottes dennoch befolgen würde, WEIL ich eine Grundentscheidung für Gott getroffen habe – weil ich Ihn lieben will?
Hier ein paar Vorschläge, wie Du Gott HEUTE Deine Liebe zeigen kannst:
- Singe Ihm ein Loblied – weil Du Ihn liebst.
- Male Ihm ein Bild.
- Vergebe anderen – weil Du Ihn liebst.
- Verschenke etwas und sei nicht habgierig.
- Nimm Dir Zeit, um auf Ihn zu hören.
Schlagworte: 1.Joh.5, 1.Johannes 5, Gott lieben, Gottes Liebe, Liebe zu Gott
September 1, 2008 um 6:25
Schön praktisch!
Danke, Dirk
September 4, 2008 um 6:53
Dazu habe ich gerade von Andrew Wommack in der Gebetsaudioserie etwas gehört, woraus mir klar wurde:
Jesus hat uns in den Stand der Gemeinschaft versetzt, den wir im Paradies beschrieben sehen: so wie Adam und Eva in der Abendkühle des Tages mit Gott spazieren gingen und in seiner Gegenwart und im Gespräch waren, so können wir das den ganzen Tag, weil Jesus in unseren Herzen wohnt durch den Heiligen Geist.
Im Bewusstsein dieser Gegenwart lebt es sich völlig anders auch in Hinsicht auf Gebote halten: denn die Liebe ist in unsere Herzen ausgegossen … ein neues Gebot gebe ich euch …. eine Grundhaltung, zu der wir befähigt sind. Jetzt kommt es nur noch auf das Training an
Danke für die praktische Anleitungserinnerung
September 4, 2008 um 11:00
@Deborah:
Ein guter Punkt, auf den Du hinweist! Zuerst steht bei Gott unser Identitätswechsel – zuerst der Zuspruch – zuerst die Verheißung … und dann erst folgt das Imperativ.
Segen für Dich!
Dirk.