” Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.” (1.Johannes 4,16)
Haben wir erkannt?
“Erkennen” ist nicht nur das intellektuelle Wissen. Es ist auch ein Berührt-Sein. Ein inneres Getroffen-Sein. Man denke an das Erkennen des Mannes seiner Frau – gemäß des biblisch-griechischen Verständnisses ein anderes Wort für “Sex”.
Der Kontext mag verwirren, aber dieses leidenschaftlich-erotische Bild hilft uns vielleicht, das Erkennen der Liebe Gottes noch anders zu verstehen.
“Geglaubt” ist nicht nur das äußere, fromme Bekenntnis: “Ich glaube an Gottes Liebe.”
Es ist ein Vertrauen. Ein Sich-Darauf-Stützen.
Damit haben wir möglicherweise das größte Problem.
Wirklich vertrauen?
Wirklich darauf einlassen, dass Gott liebt?
Was würde das praktisch heißen?
Wir wären erlebbar frei von der Meinung anderer Menschen – denn wir sind Geliebte Gottes!
Wir hätten keine Angst, weder vor Krankheit, noch Arbeitslosigkeit – denn wir sind Versorgte Gottes!
Wir würden nicht in der Schuld stecken bleiben – denn wir sind Heilige Gottes!
Glauben wir das?
Wir haben die Wahl zwischen dem “Ja” und dem “Nein”.
Gott hat uns Seine Liebe durch das Opfer und die Auferstehung Jesu so deutlich gemacht, wie es nicht hätte deutlicher sein können.
Wir können diese Liebe bekennen – und doch so bleiben wie wir sind, weil wir nicht wirklich glauben.
Wir können uns aber auch von dieser Liebe berühren lassen und uns schrittweise…schneckenschrittweise von der Liebe Gottes verändern lassen.
Ein Teil dieses Prozesses liegt bei uns:
Wollen wir oder nicht?
Wollen wir wirklich glauben oder lieber zweifeln?
Als ich mit ca. 10 Jahren an einer Felswand in Schweden hing und plötzlich Angst vor dem Absturz bekam, da ging es um dieses Vertrauen.
Ich hätte an der Angst festhalten können. Dann hätte ich an der Felswand einige Zeit ausgehalten, bis die schwedischen Fernsehteams gekommen wären, um vom kleinen, pummligen deutschen Jungen live zu berichten, der seit Stunden an einer Felswand klebt.
Oder ich hätte trotz der Angst auf das Vertrauen setzen können und hätte den waghalsigen Schritt auf den ein Meter von mir entfernten Boden tun können.
Fest steht: Ich habe überlebt!
Weil ich diesen Schritt gewagt habe.
So kann es sein, dass wir auch im Alltag und unserem Denken zu Vertrauensschritten herausgerufen sind, um das Vertrauen in die Liebe Gottes zu wagen.
Statt auf die eigene Schönheit zu setzen, setze darauf, dass Gott Dich liebt – egal, wie Du aussiehst.
Statt sich durch die Meinung von Kollegen durcheinanderbringen zu lassen, setze darauf, dass Gott Dich liebt – Er hat Dich freigesprochen!
Statt sich von Sorgen und Zweifeln zermalmen zu lassen, setze auf die Liebe Gottes – Er weiß um Dich und wird Dein Gebet zum Segen benutzen.
Bedenke:
Es könnte sein, dass es dann nur einen Meter tief geht!
Schlagworte: Gottesliebe, Liebe, Liebe Gottes, Lieben, Vaterliebe Gottes
August 25, 2008 um 2:29
Deine Predigt war ein Sahnehäubchen auf das, was Gott mir heute Nacht im Traum hat deutlich werden lassen und wovon ich heute morgen im Gebet frei geworden bin.
Da war ein altes Familiendenkmuster entgegen der Liebe und Wahrheit Gottes. Diese Gedankenfestung ist durch das Dynamit des Heiligen Geistes gesprengt worden.
“Frei, frei, frei, – Jesus macht mich frei……..” wenn du das Lied kennst.
Danke für deine Worte.
lg
Deborah