The Last One

By dikosss

Ein letztes Mal im Saal im Pillnitzer Weg in Berlin-Staaken.
Das Taufthema hat uns aus dem Saal “geleitet”.
Die Landeskirche vor Ort mag uns nicht mehr in ihrem Gebäude haben.
Nicht wirklich böse, aber vielleicht zu Gunsten eines deutlicheren Profils?
Oder aus kirchenpolitischen Beweggründen?

Weiß nicht. Ist auch egal. Das müssen sie selber vor Gott verantworten.
Meine Meinung: Für uns soll’s zum Segen sein!


Ich habe “uns” freundlich von zwei Verantwortlichen der Landeskirche verabschiedet: sie bekamen einen wirklich lieben Brief und Fußball-Schokolade für’s Finale geschenkt.

Noch haben wir keinen anderen Raum zugesagt bekommen.
Gut, dass Gemeinde davon nicht abhängig ist.

Nächste Woche feiern wir dann erstmal die Taufen von zwei Teammitgliedern.
Die benachbarten Baptisten waren so nett, uns ihr Taufbecken zur Verfügung zu stellen.
Das ist Reich-Gottes-Denken – über Denominationen hinweg.
Ich liebe diese Freiheit, die Gott schenkt!

Dann werden wir in den nächsten zwei Wochen bei zwei Kiezfesten mit Spielen für Kinder vertreten sein.
Haben dafür gepolsterte Stäbe, mit denen sich die Kinder ungefährlich kloppen können.
Das ist eine Gaudi!

Den Abschied vom Saal und den Beginn der neuen Ära habe ich so eingeleitet:
Jeder sollte berichten können, was ihm im letzten und ersten Jahr “Staaken-Projekt” wichtig geworden ist. Klassisch und fromm formuliert: Zeugnis-Zeit.

Ich habe Geschenke an alle Anwesenden verteilt. “Dankeschöns” für ihr Dabeisein und Mitmachen.

Spontan habe ich dann Segens-Worte für jeden ausgesprochen. Ehrlich:
Es freut mich immer wieder, wenn ich merke, dass die Worte, die “mir einfallen”, etwas Gutes beim anderen auslösen. So auch bei den Segens-Worten. Hier und da hat Gott etwas deutlich gemacht.
Natürlich wurde auch die Landeskirche gesegnet und diejenigen, die uns den nächsten Raum zur Verfügung stellen werden – ich glaube: wir werden den nächsten Raum geschenkt bekommen. Bin gespannt, ob meine Ahnung stimmt.

Wir sind noch immer nicht viele.
Wir haben noch immer viele Sympathisanten und sehr wenig “Kernteam”.
Wir wissen noch nicht mal, in welchem Raum wir in 2 Wochen sein werden.
Wir haben noch keine Bekehrungen vorzuweisen.
Wir sind für den Kiez noch ziemlich irrelevant.

Und doch:
Es finden Christen zusammen. Es stoßen Neue aus Staaken hinzu, mit denen wir uns beschnuppern und wohl “fusionieren” werden. Gott formt sich Seine Mannschaft.
Gott wird uns versorgen.
Höchstwahrscheinlich werden wir im Sommer zwei Praktikanten einer Bibelschule dabei haben, die weitere Erfahrungen sammeln wollen und uns eine große Hilfe sein können.
Gott wird uns auch einen Raum im KIez schenken. Da bin ich sicher. Und es wird gut und sinnvoll sein, weil wir uns mit anderen Menschen vernetzen können.
Mehr dazu hoffentlich in der kommenden Woche.

Aber auch das:

Anfechtungen bleiben nicht aus.
Ein Teammitglied ist in seelischen Nöten. Heute noch ein längeres Gespräch gehabt.
Eine andere, sehr segensreiche “Dienstpartnerin” scheint völlig am Boden zerstört zu sein.
Das ist nicht egal.
Das ist zutiefst negativ, was da passiert.
Das ist geistlicher Kampf.
Ich hasse es – wirklich: ich hasse es -, wenn ich den Eindruck habe, dass die Finsternis Punktsiege einfährt und Christen mit einem tollen Potential fertig gemacht werden.

Wir werden vorankommen, weil Gott den Weg ebnet.
Aber es gibt Kämpfe und mitunter schwere “Geburten”.
Mögen wir keine Verluste zu verbuchen haben.
Wir brauchen jedes Gebet für
- uns als Team,
- für die Menschen im Kiez, in Staaken, in Spandau und Berlin – bete!
- Wir brauchen ganz besonders Dein Gebet für die Angefochtenen unter uns! Gott soll siegen, nicht der andere!

Sei ein Teil des Gemeindebaus in Staaken – für Gott und Menschen!
Dein Gebet wird helfen!
Wir brauchen jedes Gebet.

Würdest Du jetzt ein Gebet für uns und die Menschen hier sprechen?

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17 Antworten zu “The Last One”

  1. Deborah sagt:

    Vater im Himmel, ich danke dir, dass du jeden im Team durch deinen Heiligen Geist durch jeden Test leitest, ihnen Ruhe, Kraft und Zuversicht schenkst.

    Zuspruch mit Offb 3, 7-13 und Jos 1,3

    lg
    Deborah

  2. Onkel Toby sagt:

    Ich finde das sehr cool, was ihr macht und klar bete ich für euch. Ich finde es auch schön, dass ihr Grösse beweist und die Vermieter eurer alten Räume segnet. Ich bin sicher, dass euch das selber segnen wird.

  3. dikosss sagt:

    An Euch beide:
    Danke! Danke! Danke!

    Gby,
    Dirk.

  4. JNj. sagt:

    Warum ein Taufbecken? Gibt’s bei Euch keine Seen oder Flüsse, wo die Bevölkerung mitbekommt, dass menschen ernst machen mit der Nachfolge? Wie sollen die dass denn hinter dicken Kirchenmauern mitbekommen ;-) Warm ist es doch z.Zt. draußen, also …
    My prayers are with you :)

  5. Kochy sagt:

    Shalom,

    JN.j – diese Frage brannte mir auch im Herzen ;-)
    Gerade weil uns in Rangsdorf auch eine Taufe bevorsteht.

    Chris

  6. JNj. sagt:

    Hallo Kochy,
    und – wird Eure Taufe vor der “sichtbaren und unsichtbaren” WELT stattfinden? Wir taufen seit Mitte der 90ger Jahre in einem ehemaligen Baggersee und haben gute Erfahrungen damit gemacht. Surfer und Wanderer bleiben hin und wieder stehen, kommen ins Gespräch. Bisher hatten wir nur positives Feedback.

  7. Kochy sagt:

    Hallo.

    Wir haben in Rangsdorf 2 Optionen. Den großen aber relativ flachen Rangsdorfer See und den sauberen Kiessee. Tendenz ist aber die Kiessee, wird auch zum Schwimmen genutzt. Sicher, die Welten sollen davon etwas haben. Ob Regen oder Schnee, wir fahren zum See.

    Chris

  8. JNj. sagt:

    Cool. Aber leider ist Berlin zu weit weg, sonst würd’ ich mal vorbei kommen.
    Gut Nacht!

  9. Bento sagt:

    ja – an der Tauffrage scheiden sich die Geister…
    -damit mein ich jetzt nicht Taufbecken oder Baggersee ;-)

    Gebet? JA!
    Segen Segen Segen!

  10. dikosss sagt:

    Hi!

    Vielen Dank für Eure Gebete!

    Zur “Innen-oder-Außen-Taufe”:
    Mein Favorit ist auch die Außentaufe.

    Allerdings wollte einer der Täuflinge eine Taufe im Taufbecken.
    Vielleicht spielt da auch ein bisschen Menschenfurcht rein, vielleicht mag er das Ambiente auch mehr.
    Falls es die Menschenfurcht sein sollte, dann möge es mit ihm bald besser gehen.
    Aber gut, dass die Taufe nicht davon abhängig ist, ob jemand schon die Menschenfurcht abgelegt hat! :-)

    Schlussendlich ist die Taufe an sich wichtig.
    Der Ort ist dann sekundär.

    Danke nochmal für jedes Gebet von Euch!
    Segen auch Euch!
    Dirk.

  11. Kochy sagt:

    Bento

    JA – da haben schon echte Big Names und Kirchenfürsten gekämpft, wegen der Tauffrage. Erfreulich ist allerdings, dass in den ersten Kirchen echte Taufbecken zum Untertauchen vorhanden waren. Meine Position ist klar. Rein. Runter. Hoch. Raus. Ford z.B. – die machen das anders. Rein. Rauf. Runter. Raus. ;-)

    Bye Chris

  12. Peter sagt:

    es freut mich das ihr euch weiterentwickelt im glauben trotz Widerstände
    es geht vorwärts
    der herr segne euch und besonders dirk
    bin im gebet bei euch
    gruß
    peter

  13. Bento sagt:

    Hallo Kochy

    ja – durch die Tradition ist einem da ganz schön der Blick verstellt, ich war schon 10 Jahre lang im Glauben, bevor mich ein Evangelist darauf hingewiesen hat und als ich das geschnallt hatte, hat er mich in unserem Bewässerungstank getauft. Es ist einfach der Hammer, wieso es so schwer zu verstehen ist, was da doch deutlich in der Schrift steht – das Thema wurde daraufhin für mich lange Zeit sehr zentral und es bleibt brisant…

    auch das bibl. Prinzip der unabhängigen Ortsgemeinden wird einfach nach menschl. Ermessen “verbessert” und überregionale Strukturen und Verantwortlichkeiten geschaffen – schade drum, die Ergebnisse sind in beiden Fällen aufgeblähte Organismen und ein Haufen Karteileichen…

    Es macht aber wenig Sinn, diese Zustände zu beklagen, besser ist es einfach den Weg zu gehen, den man als richtig erkannt hat – oder anders gesagt:
    Versuche nicht die Dunkelheit rausszuschaufeln, sondern mach das Licht an! ;-)

    Segen!

  14. dikosss sagt:

    @Peter!
    Danke für Deine Gebete!
    Letztens hatte jemand im Gebet ein Bild von einem herannahenden Sturm. Allerdings müsse man nur die Fenster im Haus zumachen und alles sei gut… so ungefähr.
    Und prompt erfuhr ich die letzten Tage so etwas wie einen Sturm. Ob er schon vorüber ist, weiß ich nicht. Aber er hat sicherlich was damit zu tun, dass ich ein bestehendes System verlasse und auf etwas hinweise, was m.E. eindeutig Menschenwerk ist. Das mögen einige nicht. Jetzt gilt: Auf Jesus konzentrieren und sich nicht verwirren lassen!

    @Bento:
    Ich meine auch, dass die Ortsgemeinde unabhängig ist in dem Sinne, dass es nicht um Vereinsmeierei oder dergleichen gehen darf.
    Sicherlich werden wir auch immer wieder (unausgesprochene) menschliche Regeln haben – aber wenn wir entdecken, dass sie dem Willen Gottes nicht entsprechen, sollten wir sie sein lassen.
    Ich bin aber auch für Vernetzung. Der Gemeindebund der FeG scheint das ansatzweise zu leben: die Ortsgemeinde kann tun und machen, was sie will – und zugleich hat man die Vernetzung mit anderen Gemeinden – am besten auch mit Christen und Gemeinden, die nicht im Bund der FeG sind.
    Auf jeden Fall ist das Licht-Anmachen hilfreicher als der Kampf gegen die Dunkelheit! :-) Guter Spruch!

    Segen!
    Dirk.

  15. Martin sagt:

    hey, dirk
    lebst du noch?

    grüße
    martin

  16. Dirk sagt:

    Hi Martin!

    Ja! :-)
    Gerade regnet und windet es in Berlin.
    Ob “mein” Sturm vorbei ist, weiß ich noch nicht.
    Könnte in paar Tagen nochmal windiger werden. :-)

    Gby,
    Dirk.

  17. Bento sagt:

    Hi Dirk

    ja, Vernetzung gehört definitiv dazu, solange es um Austausch, Hilfe usw. geht! – (z.B. 1.Kol.4,16)

    Gruß + Segen!

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