Verwirrte, Polizei und kein Lakeland-Feeling

War es gut, dass ich spontan eine ganz andere Predigt für das Treffen in Staaken gehalten habe?
Zumindest war es gut, die eigentlich vorbereitete Predigt sein gelassen zu haben.

Zuerst hatte ich gehofft, dass etwas ähnlich Spektakuläres passiert, wie in Lakeland: eine Erweckung, ausgelöst durch eine Hammer-Spontan-Predigt.

Dem war nicht so. Vielmehr das:
Wenn es so etwas wie den geistlichen Kampf gibt (es gibt ihn!), dann bekam ich heute ein Gefühl davon.


Zu unserem Treffen kam eine geistig verwirrte Frau. Ihre gelegentlichen Störungen waren nicht allzu heftig, aber es trug zu einer unruhigen Atmosphäre bei.
Zudem kam „unser“ eingefleischter Atheist, der ohne Ende diskutieren kann und ein Argumentationsmuster aus Anklage und Zweifel anwendet.
Zwei neue Gäste waren dabei, was theoretisch ein Grund zur Freude und Neugier ist, aber mich unter diesen Umständen (spontan eine andere Predigt halten, eine geistig gestörte Frau und ein Atheist, der uns laut eigener Aussage von unserem Selbstbetrug befreien will) eher weiter verunsichert hat.

Kurzum:
Ich fühlte mich im vollumfänglichen Sinn schwach.
Unfähig.
Gut, dass Jesus durch meine Schwachheit handeln kann.

Die geistig gestörte Dame wurden wir nach dem Treffen nicht einfach so los.
Es war fast unmöglich, ein sinnvolles Gespräch mit ihr zu führen.
So waren wir uns nicht klar, wohin mit ihr. Sie wusste es wohl auch nicht, wobei sich der Verdacht erhärtete, dass sie aus einer Pflegeanstalt ausgebrochen war und gelegentlich fixiert werden muss.

Ich danke Gott dafür, dass einer unserer anwesenden Freunde ein gelernter Sozialpädagoge ist und Erfahrungen mit Gestörten hat.
Letztlich haben wir die Polizei gerufen, die wiederum die Feuerwehr mitgeschleppt hat.
Eine Premiere: Polizei und Feuerwehr in unserem Saal!
Die Dame wurde in die Klinik gebracht.

Ein Abend, den ich erstmal verdauen muss…

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