Kiez-Gebet

By dikosss

Unsere erste Infotisch-Aktion dieses Jahr glich mehr einem Wühltisch in einem Billig-Laden:
Arabische Kids begehrten die kostenlosen Luftballons letztlich mehr als unser Info-Material und wollten die Ballons mit dem Titel “Bei Gott ist mehr drin” sogar als Wasserbomben benutzen. Was für ein Bild!
Eine arabische (oder türkische) Jugendgang kam vorbei, um sich an den CD’s zu bereichern – aber noch viel mehr als das: sie setzten ihr kreatives Potential frei, um das Wort Gottes in CD-Form als Flugobjekte zu verwenden.

Dennoch: Wir wollen raus. Auf die Straße. Zu den Menschen. Nicht nur im Gebäude hocken.
DESHALB musste unser Einsatz diesmal anders laufen!
Und zwar so:
1. Kleinerer Tisch. Da passt von vornherein nicht so viel rauf.

2. Weniger Material.
Da gibt’s weniger zu wühlen.

3. Wasserbomben. In der leisen Vorahnung, dass wir diesmal wieder auf Ali, Mohammed und Faoud (oder Fuad?) stoßen würden, hatte ich vorher eine Packung Wasserbomben für ca. 1,-EURO erstanden. Die Jungs kamen, ich zahlte mein “Schutzgeld” in Form der Ballons und alles war schön.

4. Getränke. Kostenlos. Wir waren sogar mit umweltfreundlicheren Zigmal-Wiederverwend-Abwaschbar-Bechern ausgestattet. Selter und Saft an einem warmen Frühlingstag. Auch schön.

5. Gebet. Wir setzten diesmal weniger auf das Info-Material und mehr auf das Angebot der Fürbitte.
Vorne am Tisch war im Posterformat zu lesen:
” Gebet ist die Tür aus dem Gefängnis der Sorgen. Wir beten für Dich!” (s.a. hier).

Wer ein Getränk haben wollte, wurde gefragt:
” Gibt es etwas, was wir für Dich beten können?”
Und es gab etwas: kranke Großväter, kranke Mütter, Streit in der Familie, eine Scheidung …
Wir beteten an Ort und Stelle in Anwesenheit des Durstigen.

6. Unsere Kunden: Kinder, Teens und eine Frau im mittleren Alter.
Die restlichen Erwachsenen oder Jugendlichen schielten im Vorbeigehen mitunter auf das Poster. Aber wer lässt in der Öffentlichkeit für sich beten?!
Kinder, ein paar Teens und eine Frau im mittleren Alter.

Fazit:
Alles viel entspannter.
Schöner.

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