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	<title>Kommentare zu: Man kennt sich</title>
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		<title>Von: dikosss</title>
		<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/15/man-kennt-sich/#comment-1938</link>
		<dc:creator>dikosss</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 19:10:56 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Rauer!

Sie sind nicht allein mit Ihren Bedenken!
Und manchmal haben diese Bedenken auch ihre Berechtigung.
Aber eben nicht immer.
Um das fair beurteilen zu können, muss man die Details und Hintergründe kennen. Und letztlich - vielleicht auch entscheidend: die Motivation der Beteiligten.
Vielleicht kann ich Ihre Bedenken ein wenig zerstreuen:

1. Jede Gemeinde - egal, wie alt - wurde irgendwann mal gegründet. Das ist kirchengeschichtlich kein Novum, sondern gehört existentiell zur Geschichte des Christentums. &lt;strong&gt;Somit sind Gemeindegründungen nicht per se schlecht oder gut.&lt;/strong&gt;

&lt;strong&gt;2. Weshalb kommt es zu Gemeindegründungen?&lt;/strong&gt;
Die Gründe sind vielfältig.
Wenn eine Gründung aus einem Streit heraus entstanden ist, dann würde ich das auch für traurig - vielleicht sogar falsch halten.
Der &quot;Streitgrund&quot; trifft in unserem Fall nicht zu.
Ebenso bewegt uns auch nicht wirklich die Geltungssucht. 
Eine Gemeindegründung ist mit so viel Risiken, Opfern und eben auch von vielen Kritikern begleitet, so dass mir persönlich die Geltungssucht auf ein normal-menschliches Minimum ausgetrieben wurde.

Da ich hier auf meinem privat-öffentlichen blog auch nur von meiner Motivation schreiben kann, kann ich für mich sagen: 
&lt;strong&gt;Mich hat das Reden Gottes motiviert.&lt;/strong&gt;
Das ist natürlich ein höchst subjektives Geschehen und daher grundsätzlich zu hinterfragen. Doch über die Jahre des Nachdenkens, Betens und auch Kritisiert-Werdens entdecke ich: Dieses &quot;Reden&quot; war keine Einbildung.
Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich persönlich ganz andere Pläne...

&lt;strong&gt;3. M.E. ist auch vom Kontext der Evangelien weniger im Sinne einer einzelnen Gemeinde nachzudenken, sondern mehr im Sinne des Reiches Gottes.&lt;/strong&gt;
Das Reich Gottes aber ist vielfältig.
Das kann organisatorisch aus der Evangelischen Kirche bestehen, aus den Baptisten, den Methodisten, der Römisch-Katholischen Kirche etc. - das sind oft rein menschliche Organisationsformen, die nur helfen sollen, das Zusammenleben im Sinne Gottes zu gestalten.
So meine ich auch, dass es im Sinne Gottes ist, wenn diese Organisationsformen nicht ausgrenzend oder gar konkurrierend daherkommen, sondern ergänzend.
So gibt es Menschen, die sich nie auf die womöglich &quot;lockere&quot; Liturgie einer jungen Freikirche einlassen würden. Aber die traditionelle Liturgie der Evangelischen Kirche bringt manchen Menschen sehr viel. Ebenso kann es umgekehrt sein.

&lt;strong&gt;Und darum sollte es gehen:
So vielen Menschen wie möglich den Glauben an Jesus Christus attraktiv zu machen. &lt;/strong&gt;Schön, wenn jede Gemeinde, ob klein oder groß, ihren Teil dazu beitragen kann.
Im konkreten Fall ist es z.B. so, dass kaum einer unserer Gäste Mitglied der Landeskirche ist, nie dort als Mitarbeiter oder Mitglied auftauchte und auch nicht die Absicht dazu hatte. Nicht aus bösem Willen, aber so sind viele Biografien. &lt;strong&gt;D.h.: faktisch haben wir Ihnen nicht wirklich ein &quot;Schäflein&quot; streitig gemacht.&lt;/strong&gt;
Insoweit sind Ihre Bedenken bislang eher theoretischer Natur.

Und selbst wenn eines Tages jemand aus unseren Reihen meinen sollte, Mitglied der Ev.Kirche werden zu wollen und bei Ihnen in den Gottesdienst gehen zu wollen, dann würden wir diese Person segnen und wünschen, dass Sie bei Ihnen in guten Händen ist.
&lt;strong&gt;Schließlich geht es nicht um uns, sondern um das Reich Gottes.&lt;/strong&gt;
Übrigens haben wir das kürzlich erfahren, dass eine andere Spandauer Gemeinde Personen aus &quot;ihren&quot; Reihen bewusst hat ziehen lassen, damit &quot;unser&quot; Gemeindeaufbau unterstützt wird. Frei vom Konkurrenzdenken und mit dem Reich Gottes vor Augen.

4. Als vorletzter Gedanke:
&lt;strong&gt;Wir treten nicht in dem Bewusstsein auf, es besser als alle anderen zu machen.&lt;/strong&gt; Wir sind fehlerhafte Menschen und werden natürlich all das durchmachen, was so manch andere Gemeinde durchmacht. Natürlich hoffen wir, dass wir dann aus unseren Fehlern lernen werden.

5. Was Staaken betrifft:
Je nachdem, wo man die Grenze zieht, haben wir es bestimmt mit ca. 30.000 Menschen in Staaken zu tun. Ein paar wenige tauchen bei Ihnen auf, ein paar wenige tauchen bei den Baptisten im Zörgiebelweg auf, ein paar wenige gehen in andere Gemeinden - z.T. auch außerhalb der Grenzen von Spandau. D.h.: die wirklich aktiven Christen - und sei es, dass sie krank von ihrem Bett aus beten - sind in Staaken scheinbar in der Minderheit. Wohlgemerkt: ich spreche nicht davon, was auf Papieren steht, sondern davon, was in der Praxis geschieht.

&lt;strong&gt;Wie können nun die anderen Staakener von der Liebe Gottes begeistert werden? 
Darum muss es doch letztlich gehen.&lt;/strong&gt;
Ich meine: da sollten wir dankbar für jeden Versuch sein, wenn er aus der Motivation kommt, dass Gott gelobt wird.
Und ob sich die Menschen dann für die Baptisten, die Evangelische Kirche, die FeG oder sonsteine Organisationsform entscheiden, sollte zweitrangig sein - vielleicht ist es sogar ganz egal.

Deshalb kann ich nur das wiederholen, was ich Ihnen und vielen anderen Spandauer Gemeinden geschrieben hatte:
Wir sehen uns als Puzzlestück. Vielleicht sind wir die Paprika im Salat. Oder der Mais. 
&lt;strong&gt;Uns würde es freuen, wenn es nicht um das Gegeneinander geht, sondern dort, wo es Berührungspunkte gibt, um das Miteinander.&lt;/strong&gt;
Deshalb übrigens auch unser Brief an Sie und Ihre Gemeinde.

Gottes Segen wünscht Ihnen 
Dirk Koeppe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Rauer!</p>
<p>Sie sind nicht allein mit Ihren Bedenken!<br />
Und manchmal haben diese Bedenken auch ihre Berechtigung.<br />
Aber eben nicht immer.<br />
Um das fair beurteilen zu können, muss man die Details und Hintergründe kennen. Und letztlich &#8211; vielleicht auch entscheidend: die Motivation der Beteiligten.<br />
Vielleicht kann ich Ihre Bedenken ein wenig zerstreuen:</p>
<p>1. Jede Gemeinde &#8211; egal, wie alt &#8211; wurde irgendwann mal gegründet. Das ist kirchengeschichtlich kein Novum, sondern gehört existentiell zur Geschichte des Christentums. <strong>Somit sind Gemeindegründungen nicht per se schlecht oder gut.</strong></p>
<p><strong>2. Weshalb kommt es zu Gemeindegründungen?</strong><br />
Die Gründe sind vielfältig.<br />
Wenn eine Gründung aus einem Streit heraus entstanden ist, dann würde ich das auch für traurig &#8211; vielleicht sogar falsch halten.<br />
Der &#8222;Streitgrund&#8220; trifft in unserem Fall nicht zu.<br />
Ebenso bewegt uns auch nicht wirklich die Geltungssucht.<br />
Eine Gemeindegründung ist mit so viel Risiken, Opfern und eben auch von vielen Kritikern begleitet, so dass mir persönlich die Geltungssucht auf ein normal-menschliches Minimum ausgetrieben wurde.</p>
<p>Da ich hier auf meinem privat-öffentlichen blog auch nur von meiner Motivation schreiben kann, kann ich für mich sagen:<br />
<strong>Mich hat das Reden Gottes motiviert.</strong><br />
Das ist natürlich ein höchst subjektives Geschehen und daher grundsätzlich zu hinterfragen. Doch über die Jahre des Nachdenkens, Betens und auch Kritisiert-Werdens entdecke ich: Dieses &#8222;Reden&#8220; war keine Einbildung.<br />
Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich persönlich ganz andere Pläne&#8230;</p>
<p><strong>3. M.E. ist auch vom Kontext der Evangelien weniger im Sinne einer einzelnen Gemeinde nachzudenken, sondern mehr im Sinne des Reiches Gottes.</strong><br />
Das Reich Gottes aber ist vielfältig.<br />
Das kann organisatorisch aus der Evangelischen Kirche bestehen, aus den Baptisten, den Methodisten, der Römisch-Katholischen Kirche etc. &#8211; das sind oft rein menschliche Organisationsformen, die nur helfen sollen, das Zusammenleben im Sinne Gottes zu gestalten.<br />
So meine ich auch, dass es im Sinne Gottes ist, wenn diese Organisationsformen nicht ausgrenzend oder gar konkurrierend daherkommen, sondern ergänzend.<br />
So gibt es Menschen, die sich nie auf die womöglich &#8222;lockere&#8220; Liturgie einer jungen Freikirche einlassen würden. Aber die traditionelle Liturgie der Evangelischen Kirche bringt manchen Menschen sehr viel. Ebenso kann es umgekehrt sein.</p>
<p><strong>Und darum sollte es gehen:<br />
So vielen Menschen wie möglich den Glauben an Jesus Christus attraktiv zu machen. </strong>Schön, wenn jede Gemeinde, ob klein oder groß, ihren Teil dazu beitragen kann.<br />
Im konkreten Fall ist es z.B. so, dass kaum einer unserer Gäste Mitglied der Landeskirche ist, nie dort als Mitarbeiter oder Mitglied auftauchte und auch nicht die Absicht dazu hatte. Nicht aus bösem Willen, aber so sind viele Biografien. <strong>D.h.: faktisch haben wir Ihnen nicht wirklich ein &#8222;Schäflein&#8220; streitig gemacht.</strong><br />
Insoweit sind Ihre Bedenken bislang eher theoretischer Natur.</p>
<p>Und selbst wenn eines Tages jemand aus unseren Reihen meinen sollte, Mitglied der Ev.Kirche werden zu wollen und bei Ihnen in den Gottesdienst gehen zu wollen, dann würden wir diese Person segnen und wünschen, dass Sie bei Ihnen in guten Händen ist.<br />
<strong>Schließlich geht es nicht um uns, sondern um das Reich Gottes.</strong><br />
Übrigens haben wir das kürzlich erfahren, dass eine andere Spandauer Gemeinde Personen aus &#8222;ihren&#8220; Reihen bewusst hat ziehen lassen, damit &#8222;unser&#8220; Gemeindeaufbau unterstützt wird. Frei vom Konkurrenzdenken und mit dem Reich Gottes vor Augen.</p>
<p>4. Als vorletzter Gedanke:<br />
<strong>Wir treten nicht in dem Bewusstsein auf, es besser als alle anderen zu machen.</strong> Wir sind fehlerhafte Menschen und werden natürlich all das durchmachen, was so manch andere Gemeinde durchmacht. Natürlich hoffen wir, dass wir dann aus unseren Fehlern lernen werden.</p>
<p>5. Was Staaken betrifft:<br />
Je nachdem, wo man die Grenze zieht, haben wir es bestimmt mit ca. 30.000 Menschen in Staaken zu tun. Ein paar wenige tauchen bei Ihnen auf, ein paar wenige tauchen bei den Baptisten im Zörgiebelweg auf, ein paar wenige gehen in andere Gemeinden &#8211; z.T. auch außerhalb der Grenzen von Spandau. D.h.: die wirklich aktiven Christen &#8211; und sei es, dass sie krank von ihrem Bett aus beten &#8211; sind in Staaken scheinbar in der Minderheit. Wohlgemerkt: ich spreche nicht davon, was auf Papieren steht, sondern davon, was in der Praxis geschieht.</p>
<p><strong>Wie können nun die anderen Staakener von der Liebe Gottes begeistert werden?<br />
Darum muss es doch letztlich gehen.</strong><br />
Ich meine: da sollten wir dankbar für jeden Versuch sein, wenn er aus der Motivation kommt, dass Gott gelobt wird.<br />
Und ob sich die Menschen dann für die Baptisten, die Evangelische Kirche, die FeG oder sonsteine Organisationsform entscheiden, sollte zweitrangig sein &#8211; vielleicht ist es sogar ganz egal.</p>
<p>Deshalb kann ich nur das wiederholen, was ich Ihnen und vielen anderen Spandauer Gemeinden geschrieben hatte:<br />
Wir sehen uns als Puzzlestück. Vielleicht sind wir die Paprika im Salat. Oder der Mais.<br />
<strong>Uns würde es freuen, wenn es nicht um das Gegeneinander geht, sondern dort, wo es Berührungspunkte gibt, um das Miteinander.</strong><br />
Deshalb übrigens auch unser Brief an Sie und Ihre Gemeinde.</p>
<p>Gottes Segen wünscht Ihnen<br />
Dirk Koeppe.</p>
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	<item>
		<title>Von: Norbert Rauer</title>
		<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/15/man-kennt-sich/#comment-1937</link>
		<dc:creator>Norbert Rauer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:12:32 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben sich eine Zeit lang mit einer &quot;Gemeindegründung&quot; beschäftigt und nun etwas errichtet. Seit 700 Jahren gibt es nachweislich an der Dorfkirche in Staaken Kirche und Gemeinde Jesu Christi. Ob es nötig sein muss, noch etwas weiteres zu &quot;gründen&quot; erscheint mir mehr als fragwürdig. Staaken ist durch die lange Grenzlage ein gebeutelter Ort. Da bewirkt eine weitere Zersplitterung nicht ohne weiteres Glaubensstärke. Nicht selten dienen solche Aktionen mehr einem Darstellungsbedürfnis als dem Evangelium. Nach einer gewissen Zeit unterliegen solche &quot;Neugründungen&quot; den selben Fragen und Problemen, wie sie der Apostel Paulus schon im Korintherbrief benennt: Starke und Schwache, Abfall und Treue, Laue und Brennende, subjektive und objektive Kriterien...
Schade, dass man ein solches Projekt meinte, in Gang setzen zu müssen.
Es hätte auch eine besondere Gebetsgemeinschaft innerhalb der überlieferten Gemeinschaft genügt.
Norbert Rauer
ev. Pfarrer, Dorfkirche Alt-Staaken</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben sich eine Zeit lang mit einer &#8222;Gemeindegründung&#8220; beschäftigt und nun etwas errichtet. Seit 700 Jahren gibt es nachweislich an der Dorfkirche in Staaken Kirche und Gemeinde Jesu Christi. Ob es nötig sein muss, noch etwas weiteres zu &#8222;gründen&#8220; erscheint mir mehr als fragwürdig. Staaken ist durch die lange Grenzlage ein gebeutelter Ort. Da bewirkt eine weitere Zersplitterung nicht ohne weiteres Glaubensstärke. Nicht selten dienen solche Aktionen mehr einem Darstellungsbedürfnis als dem Evangelium. Nach einer gewissen Zeit unterliegen solche &#8222;Neugründungen&#8220; den selben Fragen und Problemen, wie sie der Apostel Paulus schon im Korintherbrief benennt: Starke und Schwache, Abfall und Treue, Laue und Brennende, subjektive und objektive Kriterien&#8230;<br />
Schade, dass man ein solches Projekt meinte, in Gang setzen zu müssen.<br />
Es hätte auch eine besondere Gebetsgemeinschaft innerhalb der überlieferten Gemeinschaft genügt.<br />
Norbert Rauer<br />
ev. Pfarrer, Dorfkirche Alt-Staaken</p>
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