War ein paar Tage weg – jetzt wieder da.
Es gibt auch ein neues Zwischenergebnis in Sachen “Gemeindegründung”, das sozusagen das Endergebnis in sich trägt.
Es ist nun völlig deutlich geworden, dass ich bzw. das Gründungsprojekt hinter dem ev. landeskirchlichem Taufverständnis stehen muss, wenn wir “unter” dem Dach des Gemeinschaftswerkes Berlin-Brandenburg arbeiten wollen.
Allerdings kann ich mich theologisch mit meiner aktuellen Erkenntnis nicht verbiegen.
Ich habe es immer wieder bebetet, habe mit anderen Gespräche gesucht und habe überlegt, ob es Kompromisse geben könnte.
Doch die Linien des GWBB bzw. der Ev. Landeskirche sind klar: Entweder mit ihrem Taufverständnis oder nicht unter ihrem Dach.
Letztlich bleibt uns mit unserem Taufverständnis nur ein Weg:
Wir leben fortan als “freie” Gemeinde, die allerdings noch keinem Verband angehört.
Die Folgen sind nun:
- Wir werden die bisherige finanzielle Unterstützung einer LKG verlieren.
- Wir werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Saal der Ev. Landeskirche verlassen müssen.
- Eine potentielle Jobchance im Rahmen des GWBB kann ich mir höchstwahrscheinlich abschminken.
Und wer weiß, was es noch an Folgen zwischenmenschlicher Art geben wird.
Jemand fragte mich gestern:
“Und? Ist Dir das wert? Findest Du Dein Taufverständnis so wichtig?”
Bei einer solchen Frage bin ich ein bisschen perplex.
Denn ich habe eher den Eindruck, dass der Spieß umzudrehen ist:
Ist der Ev. Landeskirche/dem GWBB ihr Taufverständnis so viel wert, dass sie es in Kauf nehmen, Mitarbeiter und potentielle Gemeinschaften zu “verlieren”?
Und: Immerhin ist der Landeskirche/dem GWBB ihr Taufverständnis so wichtig, dass sie daran eine Zäsur festmachen.
Wie dem auch sei:
Die nächsten Monate werden sehr wichtig.
Nun müssen neue Strukturen her.
Zur Zeit stelle ich mir eine Art Hausgemeinde vor, die hier und da öffentliche Treffen hat. Vielleicht in Kneipen. Das ist nicht jederchrists Ding. Wirkt so untypisch für einige fest verwurzelte Christen.
Aber es könnte der einzige Weg sein, der uns letztlich übrig bleibt.
Und das ist dann meine Hoffnung:
Dass dieser klärende Prozess zum Segen für die Menschen im Kiez und für uns wird.
Schlagworte: Staaken-Projekt, Landeskirche, Taufe, Gemeindegründung, GWBB, Taufverständnis, Hausgemeinde, Hauskirche, Taufordnung
Mai 5, 2008 um 6:06
Sei gesegnet
David hatte ein sehr grosses Gebiet und konnte nicht überall sein, so bat er Gott:
Ps 25,21
21 Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten, denn ich harre auf dich.
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und David hatte Gelingen.
Deborah
Mai 5, 2008 um 6:30
die ev. kirche ist aber auch manchmal ein komischer verein (so wie alle gemeinden
). in paderborn verleihen sie ihr gemeindehaus an eine pfingstgemeinde und keinen störts…
ich mag dir euch mal mut machen fest stehen zu bleiben, gott wird mit euch einen weg gehen
Mai 6, 2008 um 11:32
@Deborah & andichrist:
Danke für die Ermutigung!