Ziel erreicht!

Was ist eigentlich das Ziel unseres Projektes im Staakener Kiez?

Beim Nachdenken kam der Impuls:
„Das Ziel ist erreicht.“
Und wiederum nicht erreicht.

Da haben wir sie: die typische „Reich Gottes – Spannung“ zwischem dem „Schon jetzt“ und dem „Noch nicht“.
Und genau das gilt auch für das Projekt in Staaken.


Gott wünscht sich im Kiez eine Gemeinde, die Ihn lobpreist und durch die, in der verletzte Menschen heil werden können: ganzheitlich, in der Beziehung zu Gott, zu anderen Menschen und zu sich selbst – körperlich, seelisch, geistig.

Ist dieses Ziel schon erreicht?
Ja.
Es kommen Christen regelmäßig zusammen (z.T. aus verschiedenen Ortsgemeinden). Gott wird musikalisch gelobt. Mancher hat schon heilsame Gedanken aus den Predigten oder aus Gesprächen mitgenommen. Manche werden heil, indem sie sich überhaupt unter Menschen trauen. Andere werden heil, indem sie nicht faul rumhängen, sondern durch ihre Anwesenheit andere bereichern. Andere werden heil, weil sie einen Treffpunkt haben, bei dem sie einfach nur sein dürfen, nicht leisten müssen, sondern Empfangende sein dürfen. Und so weiter. Alles unter dem Namen von Jesus Christus.
Wir haben aktuell keinen Vorstand, keine Satzung, kein eigenes Gebäude, sind maximal 20 Leute … und trotzdem geschieht hier „Gemeinde“.
Das Ziel ist erreicht.

Das Ziel ist nicht erreicht.
Es gibt noch Tausende von Menschen im Kiez, die Gott nicht kennen. Die noch heil werden sollen. Die gerufen sind, Gott zu loben, aber noch nicht hören.

Ich bin oft versucht, auf das „Noch nicht“ zu schauen.
Dabei gilt bereits das „Schon jetzt“.

Somit wird diese „Reich Gottes – Spannung“ bleiben.
Aber mein Blick muss das erfassen. Denn die eine Einseitigkeit führt zu Sorgen und Depressionen. Die andere Einseitigkeit führt zum Stolz und zur Inaktivität.
Erst in der Kombination des „Schon jetzt“ und des „Noch nicht“ kann ausgewogen gearbeitet werden.


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