Fällt’s auf? Die sich aktuell verstärkende Hungerkrise, die keiner so schnell in den Griff bekommen wird und das hier:
“Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Wesen sprechen: Lauf!
Und ich sah, und siehe,
ein schwarzes Pferd,
und der darauf Sitzende hatte eine Waage in seiner Hand.
Und ich hörte
wie eine Stimme in der Mitte der vier Wesen sprechen:
Ein Maß Weizen für einen Denar
und drei Maße Gerste für einen Denar,
und dem Öl und dem Wein tue keinen Schaden.”
(Neues Testament, Offenbarung 6,5-6)
Um zu überleben, fertigen Frauen in Haiti für ihre Familien Lehmkekse.
Schmecken wie Dreck, entsprechen diesem auch, aber geben ein Sättigungsgefühl (spiegel.de).
In Haiti starben bei Protesten gegen den Hunger bislang 9 Menschen (nzz.ch).
Ägypten: Schon im März starben Menschen, als sie um ihr täglich Brot kämpften (aegypten-magazin).
Wenn ich hier in Deutschland das “Vater Unser” spreche, zur Zeile komme “Unser täglich Brot gib uns heute…”, dann denke ich: Ich hätte lieber Pizza.
Für Millionen von Menschen bedeutet die Bitte um das tägliche Brot was ganz anderes …
In Marokko muss der Staat die Brotpreise regulieren (ein Brot sollte nicht mehr als 20 Cent kosten), weil sich die Menschen sonst das Brot nicht leisten könnten. Bei Protesten gegen Monopolisten gab es schon Dutzende von Schwerverletzten (tagesschau.de).
In den letzten drei Jahren sind die Preise für Weizen, Mais und Reis um 180% gestiegen.
Aber in den letzten zwei Monaten ist der Weizenpreis um 120% gestiegen (tagesschau.de).
Experten suchen schon nach Lösungen (netzeitung.de). Doch klar ist das:
Diese Hungerkrise ist kein vorübergehendes Phänomen, das durch ein paar spontane Finanzspritzen aus der Welt zu schaffen wäre. Es ist vielmehr eine Krise, die sich seit Jahrzehnten entwickelt hat – und wenn man an das “Bewusstsein des Kapitalismus” denkt, dann hat sich diese Krise vielleicht seit Jahrhunderten entwickelt.
Und da sich diese Krise nicht innerhalb des nächsten Jahres aus der Welt schaffen lässt, wird es vermehrt zu Protesten kommen. Die Folge werden politische Umbrüche sein und viele Tote.
Der Apostel Johannes sah einiges davon vor ca. 2000 Jahren.
“Ein Maß Weizen für einen Denar … und dem Öl und dem Wein tue keinen Schaden.”
Adolf Pohl schreibt in dem Kommentar zur Offenbarung u.a. das (Wuppertaler Studienbibel, Die Offenbarung des Johannes, R.Brockhaus Verlag Wuppertal, 11.Auflage 2000, S.206 f.):
“Ein (Tages)maß Weizen für einen Denar war eine acht- bis zwölffache Verteuerung. Ein ganzer Tageslohn (Mt.20,2) ging nun für den Tagesbedarf eines Arbeiters drauf.”
Und:
“Dem Öl und Wein tue keinen Schaden… zählt Wein und Öl unter den Luxusartikeln der Reichen auf. Damit scheint hier darauf angespielt zu werden, daß die Reichen sich nach wie vor ihren Luxus zu verschaffen wissen, während die Bevölkerung darbt.”
In der Offenbarung folgt auf das schwarze Pferd (der Hunger) das fahle Pferd (Offb.6,7-8).
Das steht für den Tod.
Der Text legt nahe, dass im Weiteren ein Viertel der Weltbevölkerung getötet wird: durch Kriege und Unruhen, durch Krankheiten, die wie eine Pest sind und durch die Tiere der Erde.
Im letzten Jahrhundert waren wir Menschen manchmal stolz darauf, was wir alles hinbekommen. Die Reise zum Mond, Technik, die uns das Leben erleichtern soll, neue Impfstoffe …
und jetzt erkennen wir stückweise:
Wir zerstören unsere Erde. Wir zerstören uns.
Es ist kaum Fortschritt – es gibt “Rückschritt”.
Ich darf dankbar sein, in Deutschland geboren worden zu sein.
Ich habe keinen Hunger.
Eines macht mir dennoch Gedanken:
Wir Deutschen sind auch betroffen – die Lebensmittelpreise steigen. Im März sind die Lebensmittelpreise so stark gestiegen wie seit 25 Jahren nicht mehr (manager-magazin.de).
Der Grund ist nicht nur der TEURO.
Und gleichzeitig schaffen wir uns zusätzlich Armut, indem weiter auf den Arbeitslosen herumgehakt wird (ngo-online.de).
Das Rufen mancher Christen ist heute wie des Paulus in Athen (Apostelgeschichte 17):
“30 Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen allenthalben, Buße zu tun,
31 weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte, daß er ihn von den Toten auferweckt hat.”
Gottes Gericht besteht oft darin, dass Er Seine schützende Hand wegnimmt und der Mensch das erntet, was er gesät hat. Sein Gericht ist oft das letzte Mittel, damit wenigstens Einzelne umkehren und zur Besinnung kommen. So rief auch Paulus zur Buße (Umkehr/Sinnesänderung) auf.
Glaube an den Herrn Jesus Christus und Du wirst gerettet werden.
Doch unser Zeitgeist gleicht dem Denken vieler Athener in der Antike:
“32 Da sie aber von Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber nochmals hören.“
Einige machen sich lustig und hauen ab.
Andere sind neugierig und wollen mehr hören, was aber nicht heißt, dass sie wirklich umkehren.
Nur ein paar wurden tatsächlich gläubig.
Wie ist es mit uns?
Schlagworte: Adolf Pohl, Armut, Ägypten, Brotkrise, Haiti, Hunger, Hungerkrise, Johannes-Offenbarung, Kriege, Krisen, Lehmkekse, Marokko, Neues Testament, Offenbarung, TEURO, Tod, Tote, Weizenkrise, Weizenpreis
April 16, 2008 um 7:40
hartz 4 kinder die vor hunger aus der schulbank kippen und mit ritalin ruhig gehalten werden…
versteh mich nicht falsch, ich schätze deinen eintrag (sehr ).
aber… ich bin danbar ein kind gottes zu sein. auch in deutschland wid die bitte um das tägliche brot (nicht pizza ) immer aktueller. leider haben immer weniger menschen eine beziehung zum geber… weltweit…
April 16, 2008 um 10:04
Hi andichrist!
Du hast Recht.
Bei uns gibt es zwar noch keine Unruhen wegen der Brotpreise.
Aber solche stories kenne ich auch.
Eine Bekannte hat viel mit Hartz4-Empfängern zu tun.
Eine dieser musste eine Stromrechnung bezahlen.
Hatte das Geld nicht.
Musste hungern.
Wurde ohnmächtig.
Erst durch einzelne Hilfen von Privatpersonen kam diese Frau durch.
Noch sind diese Leidenden still…
April 16, 2008 um 10:33
Übrigens:
Habe eben eine Statistik über die Weinpreise gesehen.
Demnach sind die Weinpreise in den Jahren bis 2003 sogar gesunken…
April 16, 2008 um 1:50
Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und Wein den betrübten Seelen,7 dass sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken. ( Sprüche 31, 7,8 )
Aber das war doch AT ?