Straßentalk

Auf dem Weg vom Griechisch-Coach Haso nach Hause, traf ich einen Mann.
Er wollte Geld.
Ich will auch Geld.
Aber er wollte meins.
Deshalb bat er mich um eine kleine Spende.

Wir kamen in’s Gespräch.
Seine Geschichte in Kurzform:
- Scheidung – möglicherweise wegen seiner Spielsucht oder früheren Sexsucht
- lange Zeiten der Arbeitslosigkeit
- verschiedenste Krankheiten, u.a. eine aktuelle, die seine Lebenszeit drastisch verkürzen könnte
- Schulden
- Besuche bei unterschiedlichen Gemeinden – dennoch keine dauerhafte Hilfe gefunden.

Sein Problem ist nicht das fehlende Geld.
Sein Problem sind die Bindungen und Süchte in seinem Leben.

Ich bot ihm an, für ihn zu beten.
Jetzt und hier auf der Straße.
War ihm nix. Verstehe ich. Wenn mich irgendso’n Christ auf öffentlichem Straßenland bebeten würde, wäre das ein komisches Gefühl.
Andererseits – wer so tief in der Sch… sitzt ….
Er würde es aber toll finden, wenn ich in meinem stillen Kämmerlein für ihn bete.

Möge er heil und befreit leben!

P.S. Hat mich an den Eintrag hier erinnert.

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