Die erste Woche mit dem “Win-Win-Coaching” ist passé.
Meine Eindrücke:
Intensiv und gut.
Wie das die Coachees empfinden, kann ich noch nicht sagen.
Aber immerhin wollen sie weitermachen und sind nicht schreiend weggerannt.
Also durchaus eine “Win-Win-Situation”: ich sammle weitere Erfahrungen, die Coachees zahlen kein Geld, und trotzdem wird ihnen geholfen.
Mein Einstieg verlief so:
Zuerst halte ich einen Monolog.
Ich gebe eine Zeitvorgabe: eine Stunde für das erste Treffen.
Ich erkläre das Ziel, die Werte und den Rahmen des Coaching-Prozesses.
Damit verbunden ist die deutlich eingeräumte Chance des sofortigen oder späteren Ausstiegs.
Anschließend – da bislang keiner sofort aussteigen wollte (vielleicht hätte ich die Coachees nicht fesseln sollen … SCHERZ!) – steigen wir in den Prozess ein.
Nachdem die Rahmendaten einigermaßen geklärt sind, wird die IST-Situation betrachtet.
Was sind Erwartungen an das Coaching?
Was sind Wünsche des Coachee?
Was beschäftigt den Coachee?
In welchen Lebensumständen lebt dieser?
Ich stelle fest, dass es sinnvoll ist, auf dieser Ebene auch Randthemen anzusprechen.
Motto: Je größer der Überblick, desto mehr Tiefe.
Damit bewegen wir uns auf der Schiene des systemischen Denkens: Es gibt viele Puzzlestücke, die u.U. alle irgendwie miteinander zusammen hängen. Es gibt oft nicht DIE Ursache, sondern ein Zusammenwirken vieler unterschiedlicher Ursachen.
Deshalb ist die Sammlung von vielen Infos angemessen, auch wenn diese nicht immer direkt mit dem Ziel/Wunsch zusammenhängen.
Das muss dem Coachee allerdings erklärt werden, weil sonst schnell der rote Faden verloren wird.
Ich hatte den Eindruck, dass es schon jetzt einzelne “Lichtblicke” bzw. “Aha-Effekte” gab.
Zudem wird deutlich, dass Coaching durchaus eine anstrengende Arbeit ist – für beide.
Und bislang habe ich jeden beim ersten Mal zum Weinen gebracht. 
Nee, natürlich nicht ich.
Aber es zeigt mir, dass es einigen Leidensdruck gibt, vielleicht auch Verletzungen – und gleichermaßen eine tiefe Sehnsucht nach Frieden und Harmonie da ist.
Schlagworte: Coach, Coachee, Coaching, Coaching-Prozess
Juni 9, 2008 um 3:03
Solange es relevant bleibt kann der rote Faden sich auch mal verwickeln.
Juni 10, 2008 um 11:54
@NLP Coaching:
Was kostet bei Euch eine Ausbildung?
Wie lange dauert das?
Gby,
Dirk.