Food-Party im Kiez

Unsere zweite Food-Party (auf Deutsch: Fress-Feier) im Kiez.
Diesmal mit Gästen aus dem Westen Deutschlands.

Das waren die Besonderheiten:

- Das Motto der Food-Parties ist:
Jeder bringt irgendwas zum Essen mit – es wird aber nicht wirklich abgesprochen, wer was mitbringt.
Toll, dass wir dennoch unterschiedlichstes Essen dabei haben und es immer reichlich über bleibt.
Ich liebe solche Experimente!

- Keine Ahnung, ob die Predigt durchkam. Hatte mehr das Empfinden einer „Mauer-Predigt“ – als würden die Worte bei den Menschen abprallen. Lag vielleicht auch daran, dass die Predigt erst nach dem Essen kam (voller Bauch = Schläfrigkeit), die Kinder auch mal was sagen wollten …
möge Gott dennoch Sein Wort benutzen, um Segen zu wirken.

- Das für mich Sinnvollste waren die Gespräche „danach“.
Hatte einige Gespräche, in denen manches Leid im Leben anderer deutlich wurde.
Ich spürte die Ohnmacht, das Gebundensein in den Umständen und vor allem manchen Frust.
„Gott, wo bist Du? Warum scheint es, als würdest Du nicht eingreifen?“

Das berührt mich nachhaltig.
Es scheint einige zu geben, die sich nach Heilung sehnen – nach innerer und äußerer.
Ich gehe davon aus, dass Gott heilen will und kann.
Aber ich wünschte, wir würden in der Hinsicht Durchbrüche sehen können.

Ich beobachte, wie sich was im Rahmen des Projektes entwickelt.
Stelle dabei einige Thesen auf.
Eine neue-alte These:
Gott stellt sich erst Sein Team auf.
Diesem Team will Er Heilung bringen – zuerst wird im Haus Gottes gearbeitet.
Das schließt das Hinausgehen nicht aus, sondern hängt womöglich sogar zusammen.
Und dann werden wir nach und nach erfahren, wie Seine Kraft im Kiez wirkt.

Dafür will ich beten.

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3 Comments on “Food-Party im Kiez”

  1. Deborah Says:

    Kennst du die Geschichte der mehrwöchigen Kurzpredigt?
    Der Pastor ging auf die Kanzel und sagte nur einen Satz: Liebet einander!
    Dann setzte er sich wieder.

    So fiel mir bei deiner „Mauer“predigt -Beschreibung ein: Ein Satz vorher:

    Schmecket und sehet wie freundlich der HERR ist.

    Das würzt das Essen und nachher die seelsorgerlichen Gespräche, in denen ich die persönlichen Predigten für jeden einzelnen sehe.

    Die vergessene Art des Predigens:

    Die Einladung ist eine Predigt.
    Die verschiedenen Gerichte und das es passt, ist eine Predigt.
    Die Gespräche und das Anteilnehmen und/oder Beraten ist eine Predigt.
    Miteinander Beten oder für alle die Probleme und Nöte in einem Gebet allgemein vor Gott bringen, ist eine Predigt.

    lg
    Deborah

  2. dikosss Says:

    Danke für die Ermutigung!
    Der Gedanke gefällt mir:
    Klar, die Predigt ist klassischerweise die „One-Man-Show“ – aber all das andere Gute auch zu sehen – das ist wichtig!
    Das Essen, das Zusammensein, die Gebete, die Gespräche, die Musik (gesungene Predigten und Gebete) … Gott kann so vielfältig wirken!

  3. Deborah Says:

    Klar doch. Entspann dich, Cowboy. :-D


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