Blogstöckchen: Fasten
Günther hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen. Ich stürme drauf los, wuff wuff… (wie albern von mir).
Also, um das Niveau klarzukriegen:
Ich faste jeden Tag!
Zwischen den Mahlzeiten.
Nee, jetzt im Ernst. Hier meine Statements:
1. Hast Du schon einmal bewusst gefastet?
Ja, öfters. Ich hab’ bisher eher kürzere Phasen angestrebt, so 1-3 Tage.
Zum einen war ich froh, 1-3 Kilo runter zu haben (aber sie kamen nahezu magisch wieder angeflogen).
Zum anderen habe ich gemerkt, dass ich offener für das Spirituelle werde.
Kostet mich leider immer wieder große Überwindung, auf das Essen zu verzichten.
2. Was ist der Sinn von Fasten Deiner Meinung nach?
Abnehmen und offen für Gott werden.
Okay, das erstere hat’s wirklich selten gebracht und eigentlich ging es mir auch mehr um die Begegnung mit Gott. Meine These: Gott braucht mein Fasten nicht. Er liebt ein Fasten, das darin besteht, dass wir uns um Ärmere kümmern, geistlich Gefangene freisetzen und uns für das Rechte einsetzen.
Aber ich kann das physische Fasten wohl noch viel öfter gebrauchen.
Meine Abhängigkeit von irdischen Dingen reduziert sich, das Spirituelle wird wichtiger (die Dinge, die wirklich zählen). Und durch die von mir stärker gelebte Nähe zu Gott gewinne ich neue Klarheit und Reinheit. Dies hat positive Auswirkungen auf den Dient für Menschen. Vielleicht kann man sagen: Ich lebe mehr aus der Kraft Gottes!?
Auf jeden Fall habe ich mich gelegentlich mit Fasten auf bestimmte Dienste vorbereitet: entweder, wenn mir diese Dienste sehr wichtig erschienen oder ich einfach Schiss vor ihnen hatte. ![]()
Ich habe aber auch schon aus persönlicher Trauer heraus gefastet, wenn ich wirklich betrübt war über das, was ich getan habe. Dann hatte ich das Empfinden, das Essen nicht verdient zu haben und dass mein Fasten die einzig legitime Antwort auf mein Fehlverhalten ist.
Letztlich glaube ich aber auch, dass durch das Fasten im geistlichen Bereich noch mehr ausgelöst werden kann, als ich hier aufzähle und mir bewusst bin. Vorausgesetzt, es ist eben wirklich nicht nur ein Abnehmfasten, sondern ein Beten & Fasten.
3. Wirst Du in diesem Jahr in der Fastenzeit fasten?
Weiß ich noch nicht. Ich bin eigentlich kein Fan von festgelegten Ritualen oder Feierphasen. Wer’s mag, soll’s tun.
4. Ist Fasten ein Thema in der Gemeinschaft, in der Du lebst?
Eher nicht. Ich hatte 2-3x eine Gebetswoche initiiert und z.T. auch für das Fasten geworben. Die Resonanz (zumindest die Teilnahme am gemeinsamen Gebet – was das Fasten betrifft: ich hatte leider keine Waage dabei, um ein eventuelles Fasten der Teilnehmer zu überprüfen) war ernüchternd gering.
Schade. Wer weiß, wie sich unsere Gemeinschaft ansonsten entwickelt hätte.
Jetzt bin ich mit Werfen dran!
Es geht an Danny und Francis und Kerstin.
Tags: Fasten
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Februar 7, 2008 at 2:11
Hey Dikoss,
)
schön daß Du auch das Fasten von Jesaja 58 erwähnt hast
Es macht spaß, bei Anderen über deren Erfahrungen mit dem Fasten zu lesen. Man bekommt direkt Lust auf diese Übung. Auch dieser Gedanke über den Zusammenhang von Fehlverhalten und Fasten hat ja biblische Vorbilder und ist deshalb überlegenswert. Super.
Februar 10, 2008 at 9:06
Ich faste, wenn Gott es mir sagt. Er führt es dann direkt herbei und es hat dann immer schnellwirksame Ergebnisse geistlicher Art. Fasten, um Abzunehmen mache ich nicht. Das leichteste Fasten in Bezug auf Essen ist das Auslassen einer Mahlzeit, meistens mittags. Das zweitleichteste ist das Hanna-Fasten nach dem hebräischen Tag von 18:00-18:00. So kann einen nachts kein leerer Magen quälen oder vom Gebet abhalten. Das bisher intensivste Fasten war ein Tag Ester-Fasten, also weder Essen noch trinken über 24 Stunden. Ich hatte schon ein Lese-Fasten von Gott verordnet bekommen, wobei nur die Bibel ausgenommen war. Kein Ablenkung mehr durch Randliteratur. Das eine-Mahlzeit-Fasten war hilfreich, die Gewohnheit des zu bestimmten Uhrzeiten Essens zu entmachten. Mein letztes Fasten war ein Handy-Fasten. Gott hatte es geschehen lassen, dass durch falsche Druckbelastungen sich das Handy einschaltete und dreimal ne unvollständige PIN gedrückt bekam in der Jackentasche und dann blockierte. Die PUK war gute 3000 km entfernt zu Hause.
Es hat mir sehr gut getan, mich vom Sorgen zu entwöhnen und mich voll auf die Reise zu konzentrieren.
lg
Deborah