Predigen lernen im Schnelldurchlauf?
Geht wahrscheinlich nicht.
Wenn wir an die klassische Predigt denken.
Geht aber, wenn wir an die Geisteskraft in Petrus denken, wie er zu Pfingsten eine Predigt abgeliefert hat, die zum Umdenken von Tausenden von Menschen führte. Ich nehme mal an, dass er diese Predigt vorher nicht auswendig gelernt hat.
Falls Du aber einen Schnellüberblick zum Thema “Predigen lernen” haben möchtest, dann lade Dir das kleine Skript runter, das ich im Rahmen unseres Projektes erstellt habe:
predigtbasics.doc
Das kostet Dich natürlich nichts extra.
Falls jemand aber spenden will, dann an eine der Gemeinden, die ich verlinkt habe (s.a. rechte Leiste).
Januar 18, 2008 um 8:37
Na dann will ich mir den Text doch mal zu Gemüte führen.
Ich hatte Predigtausbildung in der Jüngerschaftsschule der Heimatmission und finde deinen Anstoss, mich mit den Basics nochmal zu befassen, einfach gut.
Kannst du nochmal kurz den Unterschied zwischen Predigt und Lehre skizzieren? Ich habe noch nirgendwo eine befriedigende Erklärung dazu gefunden.
lg
Deborah
Januar 18, 2008 um 9:44
Hi!
Finde ich interessant, dass Du sogar eine Predigtausbildung hast!
Den Unterschied zwischen Predigt und Lehre bekomme ich auch nicht ganz zu fassen.
Vielleicht müsste man sich dafür sogar an den griechischen Text ranmachen.
Weil:
Eine Predigt, die mich nichts lehrt, was nutzt sie?
Es hängt doch zusammen.
Bislang fällt mir ein Unterschied auf:
M.E. ist im NT die Gabe der Lehre genannt, aber nicht die Gabe des Predigens.
Ich vermute, dass für das Predigen im NT das griech. Wort kärusso (mal auf Deutsch geschrieben
) benutzt wird. Das wäre das Verkündigen.
Verkündet haben dann sicherlich viele:
Z.B. Maria, dass der Herr nicht im Grab ist.
Aber ich werde mal meine Augen und Ohren öffnen, ob ich nicht vielleicht einen deutlicheren Unterschied erkennen kann.
Wenn Du was hören solltest – Bescheid sagen!
Januar 18, 2008 um 10:22
Was mir so einfällt als Beispiel:
Jesus lehrte: mit Worten: z.B. das Vater unser. Einzelne Punkte, was in einer Angelegenheit wichtig ist, so wie dein Lehrmanuskript.
1stens : unser Vater in den Himmeln
2tens: geheiligt werde dein Name …usw. Das ist Rabbinische Lehrmethode, typisch deutsch: erst das Inhaltsverzeichnis, dann der Inhalt….
b) mit Taten: sein Vorbild
Jesus predigte:
a) mit Worten: er führte einen Schwerpunkt aus anhand der Bilder und Gleichnisse
b) mit Taten: er heilte und befreite
ob das die richtige Deutung ist?
lg
Deborah
Februar 22, 2008 um 4:07
Ich würde sagen, Predigten gibt es vielerlei: Lehrpredigt, evangelistische, seelsorgerliche, prophetische, usw. Somit wäre die Predigt ein Oberbegriff, sie könnte dann jeweils angepasst von denen am besten durchgeführt werden, die die jeweils entsprechende Gabe dazu haben.
Februar 25, 2008 um 8:11
Hi ravens01!
Das wäre natürlich obergut, wenn eine Gemeinde so viele begabte Prediger hat, dass sogar zwischen evangelistischer, seelsorgerlicher, prophetischer … Predigt differenziert werden könnte.
In der Praxis kann ich mir das vorstellen (da es meistens ja nicht so viele Begabte in einer Gemeinde gibt):
Wer das Wort Gottes predigt, der predigt zugleich seelsorgerlich, prophetisch usw. – denn all das enthält das Wort Gottes.
Trotzdem ist in der Praxis auch das zu beobachten:
Jeder Prediger hat einen bestimmten Stil – d.h. es gibt Prediger, die predigen öfters seelsorgerlich und andere bevorzugen evangelistische Texte. Das wird wohl immer durchkommen, weil es Persönlichkeitsstil ist.
Auf Dauer wäre es gut, wenn daran gearbeitet wird, dass auch andere zum Predigen befähigt werden.
Februar 25, 2008 um 10:49
Ich wollte bloss sagen, dass das verschiedene Kategorien sind (Predigt und die anderen Gaben) – die Diskussion ging ja um die Frage, was unterscheidet denn Lehre und Predigt. Übrigens gibt es in einer Gemeinde ertaunlich viele Gaben – die muss man nur “herauskitzeln”. Ich gehöre einer sehr kleiner Gemeinde an, 12 Mitglieder (25 mit Kindern und Freunden). Haben uns mit der Frage beschäftigt, was es alles in der Gemeinde gibt – kam erstaunliches dabei heraus…
liebe Grüße
ravens