Teile Berlins nicht mehr zu retten?

Das Thema „Jugendgewalt“ ist schon älter als die aktuellen Wahlkampfaktionen von Herrn Koch & Co.
So strittig seine Vorschläge auch sein mögen – sein (unbeabsichtiger?) Verdienst ist, dass bundesweit über das Thema gesprochen wird.

Und wie sieht es in der Hauptstadt Berlin aus?

Die Kriminalität an sich ist gesunken.
Aber die Gewalt hat in den letzten Jahren zugenommen.
Schon im Vergleich des Jahres 2005 mit dem Jahr 2004 haben Berliner Schulen 60% mehr Gewaltfälle gemeldet.

Im Vergleich von 2006 mit 2005 wurden 110% mehr Hiebwaffen und 72,2% mehr Stichwaffen eingesetzt.

Und leider muss statistisch auch festgestellt werden:
Der Anteil ausländischer Jugendlicher oder Jugendlicher mit Migrationshintergrund lag bei 59,13%.
In manchen Berliner Bezirken liegt der Anteil bei bis zu 85%.

Der Berliner Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft soll deshalb gesagt haben, dass manche Teile in Berlin „nicht mehr zu retten“ sind. Damit meine er Teile im Wedding, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg – alles Bezirke mit einem hohen Migrantenanteil.
Die bisherigen politischen Maßnahmen halte er für halbherzig oder vielleicht sogar völlig ungenügend.
Denn letztlich müsse Geld investiert werden, um dem Thema „Jugendgewalt“ zu begegnen.
Und das sei politisch wohl nicht gewollt.

Zwei Anmerkungen zum Schluss:
1. Gemeinden, die eine offene Jugendarbeit betreiben, erscheinen vor diesem Hintergrund umso sinnvoller und nötiger. Hier können Werte vermittelt werden, stabile Beziehungen geknüpft werden, es gibt Positiv-Vorbilder und eine Lebensperspektive, die mehr bietet als bloßen Materialismus.
Hier wäre für manche Gemeinde zu überlegen, ob Förderanträge an die EU oder andere Träger gestellt werden sollten, um die eigene Jugendarbeit zu fördern.

2. Die Tagesschau hat sich Gedanken gemacht, wie wir mit dem Thema „Jugendgewalt“ hilfreich umgehen könnten. Das ist hier nachzulesen. Das gefällt mir, denn die Tagesschau bietet eine Vielfalt an und nicht nur das Koch’sche „Hau’ drauf“-Prinzip.

Und hier nun weitere Links, von denen ich die obigen Infos bezogen habe:
- europenews.dk/de
- 3sat.online
- spiegel.de 1 / 2
- inforadio.de

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2 Comments on “Teile Berlins nicht mehr zu retten?”

  1. Carlo Says:

    “ … Denn letztlich müsse Geld investiert werden, um dem Thema “Jugendgewalt” zu begegnen.“

    Ach ja? Wenn’s die letzten 20 Jahre nicht geklappt hat, der Migrantengewalt mit gutem Zureden von unfruchtbaren SozialpädagogInne beizukommen, vielleicht geschieht ja durch NOCH mehr Geld ein Wunder.

    Sure 9,123: „O Ihr Gläubigen! Kämpft mit Waffen gegen diejenigen der Ungläubigen, die euch nahe sind. Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Und wisst, dass Allah mit den Muslimen ist.“

  2. dikosss Says:

    Hi Carlo!

    Du sprichst einen guten Punkt an.
    Wie der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft meinte, ist Geld sicherlich wichtig. Das Schließen von Jugendeinrichtungen ist wohl kontraproduktiv.

    Aber – wie ich Dich verstehe – Geld ist nicht alles.
    Das stecken noch andere Themen drin.

    Manches mag durch mehr soziales Engagement zu ändern sein.
    Aber es gibt sicherlich auch Menschen, die sich – z.B. aus religiösen Gründen – gar nicht ändern wollen.
    Das wäre die Frage, welchen Einfluss eine islamische Prägung auf die Jugendgewalt unter islamisch beeinflussten Menschen hat.

    Danke für Deinen Kommentar.


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