Riester-Rente kann falsch sein

Wer als Altersvorsorge auf die Riesterrente setzt, kann u.U. falsch liegen.
Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber so lautet zumindest der Tenor nach einem Bericht der netzeitung.de (hier).

Woran liegt es, dass die Riesterrente unpassend sein kann?

Wenn ich die Berichte richtig verstanden habe (s.a. „Lohnt sich die Riester-Rente?“), dann kann folgendes Szenario entstehen:

- Jemand verdient überdurchschnittlich und würde die Riester-Rente als Altersvorsorge heranziehen:
Wahrscheinlich würde er im Rentenalter auf die Auszahlungsbeträge hohe Steuern zahlen müssen, womit eine alternative Anlageform besser sein könnte. Auf jeden Fall hätte die Riester-Rente keine Vorteile.

- Jemand verdient wenig bzw. gar nichts bzw. kann kaum in die Rentenkasse einzahlen:
Wahrscheinlich wird diese Person im Rentenalter auf Sozialleistungen angewiesen sein. Falls diese Person aber in die Riester-Rente investiert hat, würden diese Auszahlungsbeträge auf die Sozialleistungen angerechnet werden. Sprich: Die Einzahlungen in die Riester-Rente hätten sich als Flop erwiesen.

- Es scheint nur eine Kategorie von Person zu geben, für die sich Riester-Rente lohnen können:
Eine Person, die durchschnittlich (oder knapp darunter) verdient, mind.1-2 Kinder hat und über mehrere Jahrzehnte für die Riester-Rente einzahlen kann.
Dabei frage ich mich aber (zugegeben etwas pessimistisch) in Anbetracht der gestiegenen Lebenshaltungskosten und der EURO-TEURO-Geschichte:
Welcher Durchschnittsverdiener mit 2 Kindern hat so viel Geld über, dass er sinnvoll und wesentlich für die Riester-Rente sparen kann?

Falls diese Angaben so stimmen sollten (bitte lieber nochmal selbst recherchieren!), dann gäbe es in unserer Gesamtbevölkerung nur einen Teil, der von der Riester-Rente einen Nutzen hätte.

Für uns Christen und Gemeinden bleibt somit die Herausforderung bestehen:
Wie können wir die Armen in unserem Land stützen?
Wie gehen wir mit Armut in unseren Reihen um?
Wie können wir als Christen helfen?

Abgesehen davon wäre es gut zu wissen, ob und wie die Regierung an diesem „Renten-Defizit“ arbeiten will.

Hier noch ein paar (zufällig) ausgewählte Links zum Thema (ich kann natürlich keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen):
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de/
http://www.banktip.de

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8 Comments on “Riester-Rente kann falsch sein”

  1. Deborah Says:

    Warum soll ich mein bisschen Geld nicht selbst anlegen, sondern es in der RR festlegen?
    Auf meinen Spartopf habe ich Zugriff und kann entscheiden, wann ich was daraus wem zur Unterstützung gebe. Bei Gott bin ich bis jetzt nie zu kurz gekommen.

  2. dikosss Says:

    „Warum soll ich mein bisschen Geld nicht selbst anlegen, sondern es in der RR festlegen?“

    Genau das ist die Frage! :-)

    Ich will auch darauf vertrauen, dass Gott uns irgendwie versorgen wird. Selbst, wenn wir keine reichen Rentner sind.
    Wenn wir nicht aus diesem Vertrauen leben können, dann wird’s irgendwie krampfiger.

    Ich finde das Thema aber insofern wichtig, weil mit der Riester-Rente ja z.T. offensiv geworben wird. Und sie mag ja für manche auch hilfreich sein.
    Aber eben nicht für alle.
    Da sehe ich dann die Bundesregierung in der Pflicht, entsprechend deutlich aufzuklären und nicht schon wieder „sichere Renten“ zu versprechen.

    Gby,
    Dirk.

  3. gerhard Says:

    Also auf http://www.riester-renten-betrug.de kann man nachlesen, dass sich die Riester Rente NIEEEEEE lohnt, egal wie man rechnet. Bis zu 90% der Erträge fallen an die Versicherungen.
    Gruss
    Gerhard

  4. dikosss Says:

    Hi Gerhard!

    Danke für den Link-Tipp!


  5. [...] Vor einiger Zeit war die Riester-Rente eines der Topthemen in den Medien. Ich hatte das u.a. hier wahrgenommen und verarbeitet: Riester-Rente kann falsch sein. [...]


  6. Ja das ist wirklich nicht nett. Glücklicherweise kann man die Rister Rente ruhen lassen.

    Beste Grüße
    Ralf

  7. Micha Says:

    so leicht würde ich das nicht sagen. In der heutigen Finanztest (Ausgabe März 2008) wird darauf auch eingegangen (lohnt sich meistens doch!). Mann muss mehrere Faktoren beachten: bei Gutverdienern ergibt sich ein Bruttospareffekt, der die Steuerlast im Alter meisten kompensiert. Bei Geringverdienern auf jedenfall empfehlenswert, da dort meistens nur minimale Beiträge nötig sind.

    Vor einem übereilten kündigen, bzw. die Entscheidung für Riester hinausschieben wird dort ausdrücklich abgeraten, da niemand weiss was die nächsten 20-40 Jahre kommt.

    Grüße

    Micha

  8. Dirk Says:

    Hi Micha!
    Danke für die Hinweise.
    Vom sofortigen Ruhen-Lassen oder Kündigen bin ich auch (noch) nicht überzeugt. Meine Hoffnung ist, dass der Gesetzgeber nachbessert, so dass sich die Riester-Rente nicht oder nur z.T. auf mögliche Sozialleistungen im Alter auswirkt.
    Ansonsten wäre es für jetzige Geringverdiener „Käse“, sich für die Riesterrente zu engagieren.

    Gby,
    Dirk.


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