Teilen mit Christen!

By dikosss

Der Titel ist nicht der Titel einer neuen Gameshow!

Es geht um die Frage:
Wie kann im Hier und Jetzt das christliche Teilen nach Apostelgeschichte 2 (etc.) aussehen?

In Kurzfassung:
Das jesusmäßige Teilen ist aus der Liebe (griech. agape = eine Liebe, die aufgrund einer Entscheidung gelebt wird; einer Einstellung gleich, die nicht immer von Emotionen abhängig sein muss) geboren.
D.h.: Man schaut zuerst darauf, was dem anderen hilft – und nicht zuerst auf sich selbst.
Die erste Gemeinde in Jerusalem teilte alle Besitztümer, WEIL sie ein Herz und eine Seele war.
Es geht somit nicht um ein Teilen, das rein formell abläuft, sondern es ist eng mit diesem Charakteristikum verbunden.
Es muss hinsichtlich Apg.2 aber auch gesagt werden:

Das Beispiel von Ananias und Saphira zeigt, dass das “ein Herz und eine Seele” zwar die Masse der ersten Christen gekennzeichnet haben mag, aber dass es eben auch andere Christen gab, die mehr nach dem Motto lebten: “Image ist alles!”
Auch muss erwähnt werden, dass es allzu bald zu scheinbaren Ungerechtigkeiten beim Teilen kam. Es gab Witwen, die sich gegenüber anderen Witwen benachteiligt sahen. Es kam zu einer Art Rechtsstreitigkeit im Namen der Gerechtigkeit.
Die erste Gemeinde setzte nun Diakone ein, die das Teilen verwalten sollten.
So weit – so menschlich.

Wie könnte so ein Modell des Teilens in den heutigen christlichen Gemeinden aussehen?

Dabei stoßen wir auf ziemlich praktische Fragen:
Sollte solch ein Teilen öffentlich gehandhabt werden?
Das hieße:
Eine klassische deutsche Gemeinde, die sich als Verein organisiert hat, würde wohl ihre Gemeinnützigkeit auf’s Spiel setzen, wenn sie ihre eigenen Gemeindemitglieder finanziell begünstigt.
Im Weiteren hieße das:
Eine solche Gemeinde müsste dann eben die Gemeinnützigkeit sausen lassen, was wiederum einige finanzielle und z.T. rechtliche Einbußen mit sich brächte (so z.B. und nach meiner Kenntnis, keine Möglichkeit mehr, Spenden steuerlich abzusetzen). Eine Gemeinde, die einen solchen Schritt wagt, pfeift tatsächlich auf das Geld – was nicht schlecht sein muss!
Oder eine solche Gemeinde dürfte nur die Mindestanzahl an Vereinsmitgliedern haben, so dass der (inoffizielle) Rest der Gemeinde keinen Mitgliedsstatus hat – und somit auch nicht begünstigt werden kann.
Natürlich müsste all das vorerst rechtlich genau geprüft werden.

Ein weiteres Hindernis ist der Status derjenigen, die wohl am meisten Hilfe gebrauchen können:
Die Arbeitslosen!
Theoretisch muss jeder Hartz4-Empfänger seine Einnahmen und Zuwendungen offen legen.
Falls ein Hartz4-Empfänger also einen Gemeinde-Zuschuss von z.B. 50,-EURO bekäme, müsste dies beim ALGII angerechnet werden. Kurzum: Die Gemeinde würde die Steuerzahler entlasten, aber ihre Spender belasten. Der Staat würde “Danke” sagen. Aber ob das die Hilfe ist???

Sehr finanzkräftige Gemeinden könnten evtl. einige 400-EURO-Jobber anstellen.
Denn Arbeiten in und für und im Namen der Gemeinde fallen immer an.
Warum nicht Einzelne dafür “entschädigen”?
Das wäre eine Hilfe für Einzelne, aber nicht für die Masse der Bedürftigen.
Dennoch würde das hier und da viel Sinn machen.

Ein Zwischenkommentar:
Das Teilen in Deutschland ist gar nicht so einfach.
Vor allem ist es schwer, den wirklich Bedürftigen, die ALGII bekommen, finanziell zu helfen.

Es ist Kreativität gefragt.
Was tun?

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4 Antworten zu “Teilen mit Christen!”

  1. petersemenczuk sagt:

    @diskoss, man hört voneinander immer wieder, wenn auch nur auf Papier.
    Ehe man die christlichen Gemeinden, zu dem Teilen mit anderen Christen führt, Apostelgeschichte Kapitel 2, 42-47
    Führe sie zurst zu den gleichen Erfahrungen der ersten Christen, die sie, ein jeder Einzelne von den 120 Seelen gemacht haben, die mit dem Heiligen Geist getauften wurden.
    Steht auch geschrieben in Apostelgeschichte Kapitel 2, 1- 41

    Eine jede an Gott gläubige Seele, die durch Christus in seinem Innern zubereitet wurde, ist Gott allein verantwortlich, sie ist frei mit ihrem Willen und dennoch Gottes Eigentum.
    Wer diese Erfahrungen der ersten Christen heute gemacht hat, kümmert sich nicht um essen und trinken, um seinen stofflichen Leib zu weiden, er sucht und empfängt seine Botschaft von Gott und durch seinen Geist, was und wie tue ich, dass den Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, und dieses wünsche ich mit Euch, allen Menschen, die da Christen werden wollen, den nur wer lebt nach dem Willen und Geboten Gottes, hat Glauben und Hoffnung, an der ersten Auferstehung teil zu haben mit Christus und wie Christus es fordert in der Offenbarung Johannes.
    Unser Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. Peter Sem.

  2. dikosss sagt:

    Finde Deinen Kommentar gut.
    Das eine ist das bloße formelle Teilen.
    Wenn es aber nicht durch Gott motiviert ist, dann wird es starr.

  3. samuel21b sagt:

    ich kann nun damit leider nicht so viel anfangen, man ist ja doch im Endeffekt
    alleine ( mit Gott ) und erlebt schon mal mal Gutes ; Dank sei Gott,
    aber wenn´s im Leben irgendwo hakt kann man sich manchmal schlecht
    auf Andere Menschen stützen, weil diese oft voreingenommen, oder mit
    kritischen Augen den Menschen gegenüber betrachten, und auch nicht verstehen
    warum jemand Anderes nun diese Lebensstrecke durchmacht, und falls mal was verstanden wird, wird oft erwartet, Meines Erachtens hilft auch Gebet, Liebe und
    die heimliche Zuwendung die GOTT SIEHT !
    auch wenns noch so klein ist steckt Kraft darin.
    aber was soll man machen wenn jemandes Leben einfach nicht gelingen mag,
    hat denn ein Bettler eine Antwort darauf ??
    Gibt es nur Leidende in fernem Ausland ??
    Ich schreinb hier nun zwar was weiss aber auch keinen Rat.
    Man ist schon auf Gott und Seine Güte angewiesen.
    - arbeitslos – wohnungslos – und und und ……

  4. dikosss sagt:

    @samuel21b:
    Hört sich an, als hättest Du schon einige, leidvolle Erfahrungen gemacht.
    Was heißt “Gelingendes Leben” für Dich?

    Gby,
    Dirk.

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