Krankheit, Auskotzen und Tränen

Am Donnerstag-Abend höre ich, dass unsere Sängerin bei der Veranstaltung nicht dabei sein kann.
Trotz einzelner Versuche: Ich finde keinen Ersatz.

Am Freitag-Abend bekomme ich Schnupfen. So einen von der unangenehmen Sorte. Wahrscheinlich von meiner Tochter vererbt bekommen.

Freitag und Samstag kommen noch zwei Kommunikationshürden zwischen mir und anderen Mitarbeitern auf. Der Ton ist ein bisschen angepiekst. So was mag ich gar nicht!

Am Samstag (Tag der Veranstaltung im Kiez) erfahre ich, dass ca. 3/4 des Teams nicht dabei sein kann.

Zwischenmenschliche Störungen, fast ohne Team und mit Schnupfen muss ich ein paar Tränen vergießen.
Mittlerweile denke ich manchmal:
„Gott, Du kannst mir ein Zeichen geben, dass ich mit diesem Projekt aufhören soll!“

Der Samstag-Abend war daher schwach besucht.
Zwei Teammitglieder (und ein Ehemann) sowie zwei Christen, die schon eine Gemeindezugehörigkeit haben – über die ich mich trotzdem freue.
Ich halte die Predigt trotzdem.
Ohne Live-Musik.
Dafür mit guten und netten Gesprächen über die Frage:
„Was für einen Lebenstraum könnte Gott Dir in’s Herz gegeben haben? Wofür lohnt sich Dein Leben?“

Danach bin ich nicht mehr so down.

Aber eigentlich bin ich ratlos.
Würde manchmal alles am liebsten hinschmeißen.
Sehe zu wenig Freiraum. Kann nicht so handeln, wie ich es für nötig halten würde.
Sehne mich nach 1-2 anderen Mitarbeitern, die einen ähnlichen Traum haben wie ich.

Habe zig Fragen – aber bislang keine wirklichen Antworten.

Erinnere mich immer wieder an Kommentare von Gemeindegründern, die meinten:
„Depressionen gehören dazu.“
Einer dieser Gründer nimmt wohl noch immer ab und zu Anti-Depressiva.

Ein kleiner positiver Lichtblick war der kurze Besuch des Pfarrers.
Ich hatte an den Kirchenrat eine Selbstdarstellung unseres Projektes geschrieben.
Der Bericht sei angeblich wohlwollend zur Kenntnis genommen worden.

Ach, Jesus …watt nu?

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