Wie schon erwähnt (s.u.):
Das Buch von Shane Claiborne hat einiges bei mir ausgelöst. Sehr zaghaft. Aber es bewegt sich was in mir – ja, man könnte sagen, dass ich nun schwanger bin.
Also, spirituell schwanger – und doch anders als die junge Maria.
Denn beim Nachdenken über Recht und Unrecht in Deutschland muss einem sofort die wachsende Armut einfallen. Und die Kinder. Und die Diätenerhöhung.
1) Diätenerhöhung:
So alt ist der Beschluss noch nicht. Mitte November 2007 haben sich die Abgeordneten des Bundestages eine Diätenerhöhung iHv. 9,4 % gegönnt (s.a. Spiegel-Online). Natürlich wurde diese Erhöhung mit vielen guten Worten gerechtfertigt. Schließlich habe es seit 2003 keine Erhöhung mehr gegeben!
Es sei also nur angemessen, wenn die Abgeordneten ein wenig mehr für ihre Arbeit entlohnt würden.
Ich meine auch: Wer gut arbeitet, soll belohnt werden!
2) Kinderarmut:
Ja, da wird lange diskutiert, wie es denn um die Armut von Kindern und Familien bestellt sei. Am besten, man ordnet zunächst eine Studie an. Dann möge man eine Arbeitsgruppe gründen. Anschließend möge jede Partei ihre Vorschläge ausarbeiten, dann die Ergebnisse der anderen in der Luft zerreissen, um sich dann darauf zu einigen, dass man das Thema in der nächsten Legislaturperiode unbedingt anpacken müsse. Schließlich ginge es um die Zukunft Deutschlands! Wahlweise holt man sich aber tüchtige Arbeitnehmer und ggf. deren Familien nach Deutschland, denn wirtschaftlich müsse es ja weitergehen.
Mancher meint:
Eine Anhebung der ALGII-Beträge sei doch eine Möglichkeit, um die Armut zu bekämpfen.
Aber so einfach wie mit einer Diätenerhöhung ist das nicht!
Schon Steinbrück verwies im September darauf hin, dass es für einen ausgeglichenen Haushalt nicht denkbar sei, nun an jeden Bonbons zu verschenken (sozialleistungen.info). Nur die Parlamentarier dürfen schonmal naschen…
Auch die FDP hält es für sinnvoll, am Elterngeld zu sparen. ALG II-Empfänger sollten am besten keines bekommen (netzeitung.de). Irgendwie muss ja die Diätenerhöhung finanziert werden.
Liebe Leute, da kommen doch Fragen auf!
Wieso funktioniert eine Diätenerhöhung so unproblematisch?
Wieso haben Volksvertreter solche Befugnisse, die den Interessen der “Vollmachtsgeber” diametral gegenüber stehen?
Aber vielleicht zeigt das Beispiel Metzger (welt.de), dass sich manche Politiker (nicht alle!) so weit von der Realität entfernt haben, dass die Diätenerhöhung für die folgenden psychiatrischen Untersuchungen benötigt wird.
Jeremia, der alttestamentliche Prophet, sprach schon damals:
” Sie glänzen vor Fett; auch fließen sie über von bösen Reden. Für das Recht sorgen sie nicht, für das Recht der Waisen, um ihnen zum Siege zu verhelfen, und die Rechtssache der Armen führen sie nicht.”
( Jeremia 5,28)
Was sollen wir tun?
Schlagworte: ALG II, Diätenerhöhung, FDP, HartzIV, Jeremia, Kinderarmut, Metzger, Shane Claiborne, Steinbrück, Unrecht
November 28, 2007 um 8:48
Habakuk 2
1 Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte. -
Kein wilder Aktivismus, besonders nicht für Hochsensible, die alles sehen und sehr unter aktueller Hilflosigkeit leiden können. Die erste Arbeit für Hochsensible ist Gebet! Gebet bewegt Gottes Arm > der bewegt das Herz der Menschen, die gerade an der richtigen Stelle sind und jeder hat sein Teil dazu beigetragen, dass es Veränderung gibt. Das schließt nicht die Antwort aus, dass man selbst die ausführende Person für eine bestimmte praktische Aufgabe wird. Man weiss dann aber, was dran ist und arbeitet zielgerichtet.
lg
Deborah *ab Freitag speziell unterwegs auf den Wall für zwei Wochen*
November 29, 2007 um 11:47
Hi!
Ja, das stimmt.
Ich habe viele Ideen – aber womit anfangen!?
Macht mich dann eher unsicher und setzt mich mitunter schachmatt.
Das Gebet braucht dann Zeit. Vielleicht sogar mehr Zeit, als mir lieb ist, weil ich JETZT Ergebnisse sehen will. Aber ich merke dann auch: Es wird dann wirklich zielgerichteter.
THX!
November 29, 2007 um 2:18
Hi, …..viele Ideen…….aufschreiben………..und dann Gott zum Sortieren aufs Regal legen: mach mir wichtig, was wirklich wichtig davon ist. Dann wirds zielgerichtet und effektiv.
Aufschreiben entstresst auch und fokussiert. Man kann nichts Wichtiges vergessen und überlastet seine Gehirnwindungen nicht.
Wenn man wieder an eine Sache erinnert wird oder nach festem Zeitplan: nachlesen, abklopfen, was sich in der einen oder anderen Richtung getan hat………
Gott will, dass wir für ihn “brennen”, der Gegenspieler will uns ausbrennen “burn out”.
lg
Deborah
Dezember 14, 2007 um 12:29
[...] fällt mir gerade die Frage ein: Was wollte die Regierung gegen Kinderarmut [...]