Verwahrloste Kinder
Die Medien sind nun sensibilisierter, wenn es um Vergehen und Verbrechen an Kindern geht.
Und doch ist es für mich ein Unterschied, ob ich von betroffenen Kindern in Unterobermitteldorf lese oder ob es Kinder aus meinem Bezirk sind.
- Am 24. und am 25.11.07 wurde jeweils eine 14-Jährige stark betrunken in Spandau aufgefunden. Beide wurden zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht (Polizeiticker Berlin).
- Ebenfalls am 25.11.07 haben drei kleine Mädchen (die Älteste ist 5) aus dem Fenster um Hilfe gerufen. Ihre Mutter hatte sie seit Freitag-Abend allein gelassen, um durch Kneipen zu ziehen.
Und es ging in allen Fällen um Alkohol.
Ich trinke gerne Wein und manchmal auch ein Bier.
Aber wenn ich mir solche Schicksale bewusst mache, dann wäre ich dafür, eine breite Kampagne gegen den Alkohol zu starten: schärfere Auflagen, noch mehr Prävention, Alkohol einfach teurer machen etc.
Ich weiß:
Das alleine wird’s nicht bringen.
Es wäre wie mit der Sünde: Wir wissen, dass sie schlecht ist und manchmal sündigen wir trotzdem (manchmal auch ganz bewusst).
Und trotzdem muss alles Sinnvolle versucht werden!
Gott sei Dank gibt es solche Gruppen wie das Blaue Kreuz.
Ein paar der Blau-Kreuzler sind bei uns in der Gemeinde. Manche sind dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen. Das sind Menschen, die ziemlich urig sein können. Können die typische Berliner Schnauze haben. Aber sie haben Herz. Weil sie erfahren haben: Ich habe versagt und bin schwach.
Tags: Alkohol, Bier, Blaues Kreuz, Kinder, Spandau, Verwahrlosung, Wein
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November 27, 2007 at 9:11
Ich kommentiere mich mal selbst:
Die Mutter der 3 Mädchen in Spandau hatte wohl einen Babysitter engagiert, der dann die Kiddies irgendwann im Stich gelassen haben soll.